Erkenntnisse am Morgen

Wenn man morgens Fotos von der Zahnlücke des Töchterchens macht und anschließend die Kamera auf den Tisch legt statt sie wieder in die Tasche zu packen, kann man leider den sehr eindrucksvollen Sonnenaufgang (feuerrote Schäfchenwolken) auf dem Weg zum Kindergarten nicht fotografieren. :(

Wenn 2000m² Edeka und 900m² LIDL um 7 Uhr eröffnen, kann man selbst am Donnerstag um 8 Uhr im ca. 300m entfernten ALDI in aller Ruhe und sehr entspannt einkaufen gehen. :)

Zahnlücke

Nachdem Saskia vorige Woche ja komisch gefallen war, war der linke obere Schneidezahn etwas wackelig. Heute früh lag er einzeln im Bett und Saskia hat ihre erste Zahnlücke. Ob der Zahn komplett raus ist oder ein Stück abgebrochen ist, ist schwer zu sagen. Probleme scheint Saskia jedenfalls nicht zu haben, also gehe ich mal davon aus, dass der Sturz den normalen Verlauf nur etwas beschleunigt hat. Ich denke, wir werden mal einen Zahnarzt drauf gucken lassen – allerdings wird das frühestens am Donnerstag was, denn heute ist erstmal Ergotherapie angesagt und morgen kommt die Lebenshilfe zum halbjährlichen Pflege-TÜV.

Geburtstag überlebt

Einladung

Gar nicht so einfach mit den Geburtstagen.

Meistens feiern wir Geburtstage ja nicht groß, gehen höchstens essen in kleiner Runde. Da der Geburtstag diesmal auf einen Samstag fiel und einige der Meinung sind, 28hex sei ja rund, bot sich natürlich an, mal ein bisschen größer zu feiern. Dass ich bis 2 Wochen vorher so gar keinen Plan hatte, machte es allerdings nicht gerade einfacher. Letztlich habe ich dann relativ kurzfristig eine Geburtstagsfeier auf einem Bauernhof in der Nähe organisiert und ich glaube, es hatten alle Spaß dabei. Bei 11 Erwachsenen und 8 Kindern (zwischen 0 und 5) ist stundenlanges Rumsitzen ebenso wenig angesagt wie abends ohne Kinder ausgehen. Ich hätte gern gebruncht, aber das schien samstags kompliziert zu sein und wenn ich schon mal sonnabends Geburtstag habe, will ich auch nicht sonntags feiern – das wäre ja doof.

Und für alle, denen die Einladung zu kurzfristig war, kommt hier schon die nächste:

Einladung zum Brunch am Sonntag, dem 20.11.2011

Tapfer oder apathisch?

Heute früh waren Saskia und ich nochmal bei der Kinderärztin zur Blutentnahme. Saskia hat weder gezuckt noch gejammert, sie ließ das alles ohne einen Mucks über sich ergehen. Immer wieder beeindruckend. Als sie da so auf meinem Schoß lag, fragte ich mich allerdings schon, wie weit das vielleicht einfach Apathie ist. Wach wurde sie als die Ärztin den Raum verließ, ohne Saskia einen Luftballon o.ä. aus dem großen Glas anzubieten. Der Blick war mehr als deutlich. Ich habe dann erklärt, dass wir uns da nicht einfach selbst bedienen können, sondern warten müssen, bis jemand kommt. Während wir mit Anziehen beschäftigt waren, kam glücklicherweise die Ärztin nochmal und Saskia suchte sich einen weißen Luftballon aus.

Jetzt bin ich gespannt, ob die Werte diesmal in Ordnung sind. Außer dem üblichen Blutbild und Medikamentenspiegeln, wurde heute noch Blut abgenommen, das genetisch untersucht werden soll. Auch wenn ich nicht glaube, dass Saskia das Dravet-Syndrom hat, ist es eventuell im Hinblick auf die künftige Behandlung sinnvoller zu wissen, ob sie einen bestimmten Gen-Defekt hat oder nicht.

Einfach erschöpft

Meine Blutwerte von letzter Woche sind alle OK. (Auch wenn der Cholesterinwert deutlich höher liegt als ich es normalerweise von mir kenne.) Keine Schilddrüsenauffälligkeiten, genügend Eisen, Blutzucker in Ordnung … und eben trotzdem schlapp. Ob mir eine Kur helfen würde, hat der Arzt gefragt. “Eher nicht”, hab ich geantwortet, denn einerseits weiß ich nicht, wie gut ich mein schlechtes Gewissen abschalten könnte, wenn ich wüsste, dass der beste Ehemann von allen sich dann allein 3 Wochen ums Mausekind kümmern müsste. Und andererseits löst sich das ganze Chaos hier ja während einer Kur auch nicht in Luft auf. Ein paar Wochen Urlaub zu Hause bräuchte ich.

Starterlaubnis erteilt

Kinderärztin, Hämatologe und Ärztin in Bethel haben uns die Starterlaubnis für den nächsten Cortison-Stoß erteilt. Das Immunsystem sei vermutlich geschwächt und man müsse das beobachten und falls etwas nachkommt, direkt mit Antibiotika behandeln. Ansonsten natürlich nächste Woche nochmal Blutentnahme und dann weiter sehen.

Wir könnten also. Aber wollen wir auch? Saskia niest. Nicht dramatisch, aber häufiger als normalerweise. Eigentlich kein Grund, den Cortison-Stoß nicht zu machen, aber in Kombination mit den seltsamen Blutwerten vielleicht doch? Mal sehen, wie es morgen früh aussieht, momentan tendiere ich eher zu “diesen Monat aussetzen”.

Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind

OK, ganz sooo schlimm war es nicht, aber Regen und Sturm hatten wir heute zum Laternenumzug. Schade eigentlich, denn in den beiden vergangenen Jahren hatten wir durchaus viel Spaß am Lagerfeuer im Kindergarten bei (geteilten) Brezeln und warmem Tee.

Heute gab es die traditionelle Aufführung der Vorschulkinder zum Thema St. Martin in der Halle im Kindergarten. Anschließend einen kurzen Rundgang mit Laternen, Fackeln und Blaskapelle durch den benachbarten Park. Da ich am Nachmittag noch mitbekommen hatte, dass der Deutsche Wetterdienst für unsere Ecke eine Unwetterwarnung heraus gegeben hatte, war mir unter den Bäumen etwas mulmig. Ist aber alles gut gegangen. Als wir wieder am Kindergarten waren, fing es heftig an zu regnen, also war nicht so viel mit gemütlichem Beisammensein.

Martinsfeuer

Saskia hat die ganze Strecke mit Laterne in der Hand durchgehalten (das ist neu) und wollte auch nicht in den Buggy (glaub ich – ich lief ein Stückchen hinter ihr, dem besten Ehemann von allen und ihrer derzeitigen Erzieherin).