Blogblume

Durch Zufall stolperte ich gerade über die Blogblumenparade in einem mir ansonsten unbekannten Blog. Eigentlich ist das nur eine schematische Darstellung einer Webseite, aber das Ergebnis hat was, finde ich und deshalb will ich es euch natürlich nicht vorenthalten. Hier also meine Blogblume.

Blogblume 2011

(Wer selbst eine Blogblume erzeugen möchte: Auf der verlinkten Seite ist die Vorgehensweise erklärt.)

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Nachwuchsköchin

Am Sonntag gab es Schnitzel – da kann Saskia doch gut bei der Vorbereitung helfen, dachte ich mir und gab ihr den Fleischklopfer in die Hand.

Fleischklopfer

Meine Hand diente lediglich der Richtungsbestimmung (der Tisch sollte schließlich heil bleiben – das Kind möglichst auch) – geklopft hat Saskia allein und zwar mit richtig viel Kraft. Und sie hatte Spaß dabei, damit ist dann ja auch geklärt, wer künftig am Wochenende das Essen kocht. ;)

Cleveres Kind

Saskia sitzt auf dem Bett und verteilt Geschenke: Bommel (ihr Stoffhund) bekommt ihre Haargummis, die sie in einen (trockenen) Waschlappen eingepackt hat. Er darf sie aber nicht lange behalten, dann werden sie wieder eingepackt und ich bekomme sie geschenkt. Dankeschön – wollen wir jetzt ein Buch lesen? Nein, vorher möchte sie auch etwas geschenkt bekommen. Hmmm … was schenke ich denn da? Vielleicht ein Pixi-Buch?! Als ich es einpacken will, protestiert Saskia: “Mehr!”. Na gut, dann packen wir eben zwei Pixi-Bücher ein. Auch das reicht nicht, Saskia greift nach dem Stapel: “Noch eine” und greift sich noch zwei Bücher. Na gut, wenn du mir sagen kannst, wieviel Bücher das sind, schenke ich sie dir alle. “Viiieeee – le!” :D

Du bist dran

Nachdem vorige Woche bei der Ergotherapie fast gar nichts ging, weil Saskia einfach total schlapp war, war sie heute sehr aktiv, lief gleich der Therapeutin entgegen, erzählte, dass sie malen wolle, kletterte allein auf den Stuhl und hat sehr konzentriert gemalt, geschnitten und geklebt. Zwischendurch sollten auch wir Erwachsenen mal ran, gaben Saskia den Kleber oder das Papier aber immer wieder zurück. Irgendwann in einer solchen Situation gab die Therapeutin Saskia den Stift und sagte: “Du bist dran mit Spülen“. “Na Danke”, sag ich, “jetzt hab’ ich den Rest des Tages ‘nen Ohrwurm.” ;) Wir hatten dann ein neues Gesprächsthema – die Wise Guys und ich stellte mal wieder fest, wie klein die Welt doch ist.

Und jetzt freu ich mich aufs Konzert demnächst. :)

Fachgespräche

Ich hole Saskias Medikamente fast immer in derselben Apotheke hier im Ort – sie ist relativ klein, aber immer gut besucht und vor allem sind immer mehrere Apotheker(innen) da und kümmern sich um die Kunden. (Bei der anderen Apotheke, die knapp 50m entfernt ist, muss man immer erstmal warten, bis jemand von hinten kommt – seit 2 Monaten gibt es noch eine dritte Apotheke, etwa 50m in die andere Richtung, die wirkt eher wie ein Supermarkt – groß, hell, viel Kram. Ob sie dort kompetent sind, weiß ich nicht, ich war noch nicht drin.)

In unserer Stammapotheke kennt man mich inzwischen und ich weiß, dass die meisten Medikamente, die Saskia bekommt, erst bestellt werden müssen. Das ist OK, ich hole das dann in den nächsten Tagen ab. Heute kam ich mit der Apothekerin ins Gespräch, weil sie bei einem Medikament (Omeprazol) meinte, sie müsse mir ein anderes als das verschriebene geben – aus Kostengründen. In dem Fall kein Problem für mich, solange der Wirkstoff stimmt, Saskia bekommt das ohnehin immer nur während der Cortison-Pulse als Magenschutz. Ein Problem wäre es allerdings, wenn die Kapseln größer wären, als die anderen. Daraufhin haben wir dann erstmal diskutiert und gesucht, wie groß denn die einzelnen Kapseln sind und festgestellt, dass diese wohl geringfügig kleiner sind (17,4 mm lang und 6,1 mm dick) als Orfiril long 150 mg (17,8 mm lang, glaub ich). Dann sollte das mit dem Schlucken auch klappen. Orfiril long 300 mg beispielsweise sind zu groß für Saskia, aber man darf sie öffnen und den Inhalt einzeln (in Obstbrei) geben – beim Omeprazol geht das nicht.

Das Gespräch war schon irgendwie witzig und trotzdem wäre ich froh, wenn ich mir über so etwas keine Gedanken machen müsste.

Vorsorge

Mit leichter Verspätung (bis 1.1. hätten wir offiziell Zeit gehabt) waren wir heute mit Saskia mal wieder zur Vorsorge-Untersuchung. Die U9 war fällig. Über den Sinn oder Unsinn dieser Untersuchungen kann man gerade bei besonderen Kindern sicherlich streiten und da wir ja eh’ alle Nasen lang beim Arzt oder im Krankenhaus sind, dient es hier ja nicht mal dem Zweck, das Kind wenigstens einmal pro Jahr zu sehen. Mit den Vorsorge-Untersuchungen, die von anderen beschrieben werden, hat das hier auch nichts zu tun, aber wir haben 2 Stunden in der Praxis verbracht und uns eine ganze Weile mit der Kinderärztin unterhalten.

Saskia wurde gemessen und gewogen: Mit 1,16 m und 23 kg ist sie etwas größer und schwerer als der Durchschnitt, aber noch im Rahmen. Das Farbsehen ist in Ordnung, räumliches Sehen wurde heute nicht getestet. Zählen verweigerte Saskia. Malen, hüpfen u.ä. wurde nicht gefordert – wäre auch sinnlos gewesen. Reflexe sind in Ordnung, Ohren wurden angesehen, Brust abgehört – soweit OK.

Wir haben eine Überweisung für die HNO-Ärztin mitgenommen (Termin ist am 18.2.) und eine für einen Kinder- und Jugendgastroentrologen wegen des ständigen Übergebens (Termin am 2.3.). Wir haben über Orthesen und Gehwagen gesprochen – eine Überweisung zum Orthopäden folgt noch, ebenso eine Überweisung zum Augenarzt zur Routinekontrolle (die haben aber langen Vorlauf mit ihren Terminen, deshalb im Moment noch keine Überweisung).

Geimpft wird Saskia erst Sommer 2012 wieder (gegen Tetanus und Diphtherie), die 2. MMRV-Impfung lassen wir weiterhin bewusst weg und die Meningokokken-Impfung hat Zeit bis zur Pubertät.

Die Blutwerte vom Dienstag waren weitgehend in Ordnung, so dass wir morgen wieder mit Cortison starten können. Ein paar Werte sind grenzwertig, aber das sind sie fast immer. Der Valproatspiegel ist mit 94 relativ hoch (im Zusammenspiel mit Diacomit, sonst wäre er gut), da werden wir wohl unseren Neurologen mal drauf ansprechen.