Lückenloser Zahnausfall

Seit ein paar Tagen wackelte Saskias oberer rechter äußerer Schneidezahn (kurz gesagt: Nummer 52). Ebenfalls seit ein paar Tagen sah man in atemberaubenden Tempo den mittleren Schneidezahn (Nummer 11) durchbrechen.

Heute früh war der Milchzahn nun endlich so locker, dass er nach kurzem Zupfen (nein, ich war’s nicht!) ausfiel. Nun sind es also nur noch 14 Milchzähne. Jetzt – etwa eine Stunde später – ist an dieser Stelle aber gar keine Lücke zu sehen, der bleibende Zahn hat den Milchzahn also regelrecht rausgeschoben und nun endlich den Platz, den er braucht. Ich bin sehr gespannt, in welchem Zustand dieser Zahn sein wird, wenn er vollständig da ist, bisher sieht man ihn zwar in voller Breite, aber noch nicht in voller Länge.

Bei den unteren Schneidezähnen steht das Platzschaffen noch bevor – dort drängeln sich derzeit die Zähne 41 und 82 um den selben Platz und stehen halb hintereinander. Die Zahnärztin fand das allerdings unproblematisch.

Sorgen

Dass die Diät Wunder bewirkt und Saskia nun von heute auf morgen gesund ist, hatte ich nicht erwartet. Dass die Anfälle aber in den letzten Nächten (und auch beim Mittagsschlaf im Kindergarten) gleich wieder sooo heftig werden und Saskia zumindest am Vormittag komplett durchhängt, auch nicht. Ich weiß nicht, ob es Zufall ist (denn auf und ab geht es ja ständig) oder ob die Diät Anlass dieser Verschlechterung ist – auf jeden Fall ist es Mist, so wie es jetzt ist.

Das Trinken macht uns zusätzlich Sorgen, denn laut Auskunft der ErzieherInnen im Kindergarten hat sie das an den vergangenen Tagen regelrecht verweigert – trotz zahlreicher Angebote. Komischerweise fordert Saskia es allerdings am Nachmittag massiv ein, sobald sie abgeholt wird. Was sollen wir nun davon halten? Zuwenig trinken bedeutet erhöhte Gefahr für Nierensteine, für Verstopfung und natürlich kommen dann auch die Vitamine nicht in sie rein, die sie benötigt.

Wir werden das alles am Wochenende sehr genau beobachten, dem Neurologen ‘ne Mail schreiben und fragen, was er davon hält und (natürlich) abwarten, ob es besser wird. Da sich hier vor Ort keiner mit der Diät auskennt und wir nicht auf Verdacht 200 km in die betreuende Klinik fahren wollen, haben wir keine andere Wahl. Blutzucker- und Ketonwerte sind im gewünschten Bereich, ob jetzt aktuell noch andere Werte kontrolliert werden müssen, müssen wir klären.

Bevormundung

Ich habe kein Bargeld mehr im Portemonnaie, der beste Ehemann von allen auch nicht – also führt mich mein Weg zur Arbeit erstmal zum Geldautomaten. Mein “Stammautomat” wurde vor etwa 4 Wochen abgeschafft, aber in der Nähe gibt es noch einen anderen. Während ich meine Karte einstecke, warte, warte, warte, dann endlich den Betrag eingebe und wieder warte, bis ich die PIN eingeben kann, fährt mir draußen mein Bus davon. “Na, dann habe ich ja jetzt 10 Minuten Zeit”, denke ich und warte weiter, bis der träge Automat endlich meine Karte auswirft und nach einer weiteren gefühlten Ewigkeit das Geldfach öffnet. Allerdings liegen dort nur 2 20-Euro-Scheine und 1 10-Euro-Schein. Ähmmm? :? Ich hatte doch eine deutlich höhere Summe angefordert und auch keine Fehlermeldung erhalten. Jetzt bin ich verunsichert. Soll das jetzt mein Beitrag zur Euro-Rettung werden oder was? Und vor allem: Was tun?

Der Geldautomat steht zwar in einem Bankgebäude, es ist aber keine Filiale. Ich komme bis vor eine Schranke, neben der ein Mann und eine Frau sitzen und sich unterhalten. “Guten Morgen”, sage ich, “ich habe ein Problem mit dem Geldautomaten da draußen.” Ich schildere kurz mein Problem und bekomme zur Antwort: “Das passiert manchmal, da müssen Sie sich an Ihre kontoführende Stelle wenden. Wir können da nichts tun. Aber Ihnen wird nur das Geld abgebucht, was Ihnen auch ausgezahlt wurde.” Hmmm … Mit einem komischen Gefühl verlasse ich das Gebäude. Ein Blick ins Online-Banking zeigt mir, dass der Mann wohl recht hatte – es wurden 50 € abgebucht. Also eigentlich alles gut, aber diesen Automaten werde ich wohl künftig meiden.

Teure Schuhe

Am Samstag fand ich zwei Briefe im Briefkasten, in denen uns die Krankenkasse mitteilt, dass sie gern die Kosten für Saskias neue Orthesenschuhe übernähme – jeweils 185 € für Halbstiefel und Schuhe (die wir als Hausschuhe nutzen wollen), von denen wir jeweils 45 € selbst tragen müssen. Das ist schon ein stolzer Preis, finde ich.

Nun hoffen wir mal, dass die Schuhe einigermaßen schnell eintreffen und dann auch passen, denn hingehen und anprobieren ist ja nicht so einfach drin. Bisher hatten wir normale Halbschuhe, die eben 3 Nummern größer waren – das ging ganz gut, ist aber für den Winter keine Lösung. Und bei Stiefeln funktioniert das nicht, weil man mit den Orthesen einfach nicht um die Ecke kommt. Statt Hausschuhen wurden bislang Stoppersocken über die Orthesen gezogen – das ist aber auch keine Dauerlösung, denn inzwischen sind die Orthesen vorn so scharfkantig, dass uns die Socken reihenweise kaputt gehen.

Kalt

Eigentlich haben wir uns die neuen Fenster ja einbauen lassen, um es künftig etwas wärmer zu haben. Nur doof, dass es trotzdem unangenehm kühl ist, weil unsere Heizung bei ca. 5°C Außentemperatur der Meinung ist, es wäre lustig, jetzt mal komplett den Dienst zu verweigern.

Probleme hatten wir ja immer mal wieder – mal wurde der eine Heizkörper nicht warm, dann der andere. Nun sind zum einen vier unserer Heizkörper komplett kalt, obwohl die Thermostate voll geöffnet sind, zwei andere sind allerhöchstens lauwarm, wenn überhaupt. Zum anderen ist die Uhr an der Heizung immermal der Meinung, sie müsse zwischendurch stehen bleiben, was dann dazu führt, dass die Heizung irgendwann am Vormittag das Signal bekommt, es sei nun nachts um 1 und dann gar nicht mehr heizt.

Nachdem wir das festgestellt hatten, haben wir die Schaltung kurzerhand auf Dauerbetrieb gestellt. Wer braucht schon Nachtabsenkungen? :? Dummerweise blieb nun aber sporadisch das Wasser kalt. (Ja, wir sind normalerweise Warmduscher!) Momentan haben wir die Wahl zwischen warmem Wasser und kalter Heizung oder kaltem Wasser und lauwarmer Heizung. Die Handwerker trauen sich inzwischen offenbar auch nicht mehr ins Haus – jedenfalls kam der versprochene Rückruf (nach dem nur wenig erfolgreichen Besuch am Dienstag mit teilweise überbrückter Uhr) weder gestern noch vorgestern. Heute rief der beste Ehemann von allen nochmal dort an und erfuhr, dass das hoffentlich passende Ersatzteil bestellt ist. Ich bin skeptisch. Vielleicht sollten wir doch die komplette Heizung austauschen … immerhin hat sie jetzt 20 Jahre auf dem Buckel, ich glaube nicht, dass es sich lohnt, da noch viel Geld, Zeit und Arbeit zu investieren. OK, es wäre ein etwas ungünstiger Zeitpunkt für einen Heizungstausch – jetzt, wo der Herbst eingezogen ist – aber vielleicht kämen wir dann endlich mal wieder auf einen grünen Zweig. Die Situation nervt ja doch allmählich.

Letzter Tag

Heute früh im Kindergarten kommt D. auf Saskia zu, hält ihren Kopf fest und gibt ihr ein Küsschen auf die Nase. Saskia grinst schüchtern, ein daneben stehendes Mädchen kommentiert die Szene mit “Iiiiihhhh!” ;) Dass D. Saskia mag, wussten wir ja bereits, dass er allerdings heute seinen letzten Tag im Kindergarten hat, wussten wir bis heute noch nicht.

Ach Mensch! Das ist ja schon gemein. Wieso gehen ausgerechnet immer die Menschen weg, die Saskia etwas bedeuten? Im konkreten Fall sind die Hintergründe kompliziert und ich vermute, wir werden ihn künftig tatsächlich gar nicht mehr sehen. :( Bleibt uns nur die Hoffnung, dass Saskia das gut verkraftet und andere Spielpartner findet.