Zeitsprung

Klasse war’s – das Klassentreffen ;) Und es hätte gern noch ein paar Tage länger gehen können. :D

Ich finde jedes Mal wieder faszinierend, dass wir uns nach Jahren wiedersehen und man sich sofort mit jedem unterhalten und Anekdoten erzählen kann. Viel “Weißt du noch …?” und natürlich auch “Was machst du jetzt?” und “Wo ist eigentlich …?”. Unsere Klassenlehrerin aus der Unterstufe (Klasse 1-4) war ‘ne Weile mit da – und hat sich irgendwie überhaupt nicht verändert. Der Klassenlehrer aus der Mittelstufe (5-7) lebt nicht mehr, die Klassenlehrerin aus Klasse 8-10 war nicht erreichbar (was eigentlich seltsam ist). Die meisten Mitschüler haben wir inzwischen wieder aufgetrieben, ich konnte noch einen Überraschungsgast beitragen, der nach 25 Jahren zum ersten Mal wieder dabei war und lediglich von 2 Leuten fehlt bisher jede Spur.

Die ehemaligen Mitschüler waren alle auf Anhieb zu erkennen. Ich wurde in Berlin von einer Freundin eingesammelt und wieder abgesetzt, so dass wir im Auto auch noch reichlich Zeit zum Schwatzen hatten.

Es war lustig, da am A…llerwertesten der Welt, wo das Navi ca. 500m vor dem Ziel auf freiem Felde verkündete: “Die Navigation ist beendet. Ihr Ziel befindet sich in Pfeilrichtung.” – was erstmal zu einem spontanen Heiterkeitsausbruch führte, denn zu sehen war das Ziel noch nicht – nur ein paar Pferde, ca. 5 Häuser und ein paar Felder ;) Der kleine Gasthof tauchte dann aber tatsächlich hinter der nächsten Straßenbiegung auf.

Ja, doch – gerne jederzeit wieder! Ich freue mich schon auf 2017. :)

Klassenfahrt

Morgen geht es auf “Klassenfahrt” – das Klassentreffen nach 25 Jahren ist mit Übernachtung. Ich bin sehr gespannt. Die Klassentreffen nach 10 und 20 Jahren waren sehr lustig und gingen bis tief in die Nacht, diesmal dann also noch länger ;)

25 Jahre seit Schulende – meine Güte, bin ich wirklich schon sooo alt? Und nochmal 25 bis zur Rente – puuuh, ganz schön viel.

Ich freu mich jedenfalls.

Jahresrückblick 2011

Über Rück- und Ausblicke kann man ja denken, was man will, ab und zu finde ich es ganz nützlich, sich mal zu überlegen, wo man so steht. Hier also mein Rückblick auf das Jahr 2011. Nachdem ich gerade mal einen Blick in die Vergangenheit geworfen habe, stelle ich fest, dass sich seit 2010 leider wenig geändert hat – jedenfalls nicht zum positiven.

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
3

Zugenommen oder abgenommen?
Ähmm … tja. Ich sage mal lieber nichts dazu.

Haare länger oder kürzer?
Etwa gleich.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weder noch.

Mehr Kohle oder weniger?
Ich: Geringfügig mehr. Der beste Ehemann von allen dank Abfindung: Deutlich mehr.

Besseren Job oder schlechteren?
Den gleichen.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Dank neuer Fenster: Mehr.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Erfahrung.

Mehr bewegt oder weniger?
Phasenweise mehr, dann wieder weniger – insgesamt etwa gleich und zu wenig.

Erkrankungen dieses Jahr?
Bei Saskia natürlich die blöde Epilepsie. Bei uns allen: Ein paar Erkältungen mit blödem und hartnäckigem Husten. Beim besten Ehemann und mir: Eigentlich permanente Erschöpfung. Bei meiner Mutti eine (nicht ganz wie geplant verlaufene) Herz-OP.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Die Zeit als meine Mutti auf der Intensivstation lag und keiner wusste, ob und wie sie das überstehen würde.

Der hirnrissigste Plan?
Wir wandern in Schottland 6 km neben dem Flüsschen über die extrem nassen Wiesen von den “Lower Falls” zurück zum “Glen Nevis Visitor Centre”.

Die gefährlichste Unternehmung?
Ich erinnere mich an keine.

Die teuerste Anschaffung?
Neue Fenster fürs ganze Haus.

Die meiste Zeit verbracht mit?
Saskia und dem besten Ehemann von allen.

Zum ersten Mal getan?
Saskia eine Woche mit Oma und Opa allein zu Hause gelassen und eine Woche allein mit dem besten Ehemann von allen in den Urlaub geflogen.

Nach langer Zeit wieder getan?
Stellenanzeigen und Hausangebote gelesen.

Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die Angst um meine Mutti und um Saskia.

Lieblingsblogs des Jahres?
Seit Jahren: Frau … ähh … Mutti, Karens finnisches Tagebuch, Gut gebrüllt und Rückspiegel
Die Blogs von besonderen Kindern: “Besonders gewöhnlich” – Elisabeths Blog, Barbaras Blog oder Connys Blog (und noch einige mehr).
Mit Spannung verfolgt (nachträglich nach”lesen” lohnt sich, finde ich): Es wird ein Hase
Zum Schmunzeln immer wieder gern das Skizzenblog von Claus Ast.
Neu entdeckt: Herr und Frau Müller, sowie Svenja and the City
Und last but not least natürlich das Blog des besten Ehemanns von allen und noch etliche andere.

Größter Wunsch fürs kommende Jahr?
Gesundheit. Fortschritte statt Rückschritte in Saskias Entwicklung. Die richtige Entscheidung bei der Schulwahl. Einen guten Schulstart für Saskia. Dass der neue Job dem besten Ehemann von allen Spaß macht und Zeit für uns bleibt. Ein bezahlbares Haus, das zu uns passt.

Zurück in die Zukunft

Die CDU schlägt ein zweigliedriges Schulsystem aus “Oberschule” und “Gymnasium” vor, rudert dann aber wieder zurück und meint, die Länder sollen mehr Gestaltungskompentenz erhalten. Super-Idee mit den Länderkompetenzen im Bildungswesen. Wohin das führt, sieht man doch an dem derzeitigen Wildwuchs. Egal ob es Gesamtschulen, Hauptschulen, Realschulen, Stadtteilschulen, Gemeinschaftsschulen, Mittelschulen oder was auch immer sind – jedes Bundesland kocht sein eigenes Süppchen. Tolle Sache, wenn andererseits Mobilität von den Eltern gefordert wird und man nicht mal weiß, welche Schulformen es dieses Jahr gerade im Nachbarbundesland 10 km weiter gibt.

Das Konzept “Oberschule und Gymnasium” kommt mir andererseits bekannt vor. Woher bloß? Ach ja, da war ja noch was – damals in der DDR gab es eine Polytechnische Oberschule für alle und die Möglichkeit, anschließend (an der erweiterten Oberschule oder in Form einer Berufsausbildung) Abitur zu machen, für die, die die entsprechenden Leistungen hatten. Damals konnte man dieses Konzept gar nicht schnell genug abschaffen. Warum eigentlich?

Inzwischen stellt man fest, dass Hauptschulen nicht das Gelbe vom Ei sind und versucht, sie irgendwie mit den Realschulen zusammen zu rühren. Einen Abschluss unterhalb des Abiturs, der gesellschaftlich anerkannt ist, gibt es aber nicht. Woher kommt eigentlich dieser Drang, dass möglichst “jeder” irgendwie Abitur machen muss? Zu DDR-Zeiten waren es etwa 10% eines Jahrgangs, heute sind es 40-60% – und ich glaube nicht, dass wir damals dümmer waren. Der normale Weg war aber eben, ohne Abitur eine Ausbildung zu machen und nur die, die studieren wollten, machten auch Abi.

Auch wenn mich das Thema nur am Rande betrifft, bin ich sehr gespannt, wohin die Schulpolitik uns in Deutschland in den nächsten Jahr(zehnt)en führen wird.

Wer in dieses Büchlein schreibt …

… den bitte ich um Sauberkeit
und reiße keine Seiten raus,
sonst ist es mit der Freundschaft aus.

;) Kennt das noch jemand? Früher gab es die Büchlein (besser bekannt als “Poesie-Album”) ja erst in der Schulzeit und dann wurden mehr oder weniger sinnreiche Sprüche hinein geschrieben. Inzwischen gibt es “Freundschaftsbücher” für Kindergartenkinder. Ehrlich gesagt erschließt sich mir der Sinn nicht so recht, denn ausfüllen können es ja ohnehin nur die Eltern und dass sich später jemand tatsächlich an seine Kindergartenfreunde erinnert, wage ich auch etwas zu bezweifeln*, aber wenn das Buch nun schonmal bei uns landet, füllen wir es natürlich auch aus. Immerhin ist es das erste derartige Büchlein, in das Saskia sich eintragen soll – ist ja irgendwie auch eine Form der Integration :)

Freundschaftsbuch


* Ja, doch, an ein paar meiner Kindergartenfreunde erinnere ich mich tatsächlich. Mit einem bin ich anschließend auch noch 10 Jahre in die gleiche Klasse gegangen, ein anderer war ein Jahr älter und hat mich während der Schulzeit eher ignoriert. Aber sonst?

Gibt es Wunder immer wieder?

Lassen sich Wunder wiederholen? Als wir die ketogene Diät vor 3 Jahren zum ersten Mal durchführten, wurde vor dem Diätstart ein EEG gemacht – es sah miserabel aus. Am 4. Tag der Diät wurde ein zweites EEG gemacht und selbst als Laie sieht man die Verbesserung.

2008-07_EEG vor ketogener Diät

2008-07_EEG unter ketogener Diät

Im Moment sieht es nicht so aus, als würden wir diesmal einen ähnlichen Erfolg haben. Die Ketose ist gut, die Anfälle jedoch unverändert.

16 Jahre

Vor 16 Jahren starb mein Vati – mit 52 Jahren. “Plötzlich und unerwartet”, wie es immer so schön heißt. Morgens zur Arbeit gegangen und am Abend stand dann ein Kollege mit der Polizei vor der Tür …

16 Jahre sind eine ziemlich lange Zeit, aber an den Schock damals erinnere ich mich noch heute.