After-Work-Walk

Da der beste Ehemann von allen gestern ja zwangsweise Urlaub hatte, hatte ich genügend Zeit für den Heimweg, um mal wieder ein Stückchen zu Fuß zu gehen. Ich wählte diesmal die andere Seite des Flusses als im vergangenen Jahr – die Strecke ist etwas weiter, sollte aber laufbar sein, dachte ich.

Letztlich waren es 5,8 km (wenn www.gpsies.com mich nicht belügt – mein “Spielzeug” hatte ich nicht dabei), für die ich (inklusive Wartezeit an der einen oder anderen Ampel) 76 Minuten gebraucht habe.

Allerdings war es anstrengend, da es ganz schön sonnig war und außerdem sehr viele Leute unterwegs waren. Das wird also ganz sicher keine regelmäßige Laufstrecke.

Laufende Ohrwürmer

Im Gegensatz zum besten Ehemann von allen laufe (bzw. walke) ich ohne MP3-Player. Das heißt aber nicht, dass ich ohne Musik laufe. Meist ist es irgendein Ohrwurm, der sich gerade in meinem Kopf befindet und den Takt vorgibt – das können die Wise Guys sein, ein Stück, das ich gerade im Radio gehört habe, ein alter Schlager, den ich irgendwann vor Jahren mal gehört habe oder auch Kirchen- oder Weihnachtslieder. Einige sind nur kurz in meinem Kopf, zu anderen kann ich stundenlang laufen. Neulich war das “Fröhlich sein und singen” … – das nennt man dann wohl “frühkindliche Prägung” oder so. Es läuft sich übrigens gut dazu, aber irgendwann wäre ich dieses Lied auch gern mal wieder losgeworden ;)

Tagesbeginn

Das mit dem morgendlichen Walken war neulich ja nett, aber schwer in den normalen Alltag zu integrieren. Heute hatten wir um 11:30 Uhr einen Arzttermin mit Saskia, also hatte ich vorher ein bisschen Zeit, um dreimal um den Teich zu laufen.

2012-04-27_Walking

7,22 km in 79 Minuten und 24 Sekunden – OK, für’n Marathon reicht das noch nicht ganz, aber als Frühsport ist es ganz OK, finde ich. Im Gegensatz zum besten Ehemann von allen bin ich übrigens ein sehr ruhiger Mensch, was meine Herzfrequenz angeht: 122 war das Maximum – ich glaube, damit läuft ‘Locke’ noch nicht mal los ;)

Heute waren übrigens wesentlich weniger Menschen unterwegs – hauptsächlich Rentner mit Hund, eine Handvoll Walker, ein einziger Jogger und zwei halbherzig joggende Mamis mit Kinderwagen und Hund. Dafür hörte man mehr Lärm von der Straße. Die erste Entenfamilie (mit 9 oder 10 Kindern) habe ich auch gesehen, als sie den Teich überquerte und im Ufergesträuch verschwand.

Frau Amsel ist dagegen momentan etwas angriffslustig – schon der Weg an den Schuppen vorbei in den Garten reicht, um lauthals angeschimpft zu werden. In die Nähe des Nestes komme ich also nicht mehr. Als ich wieder zurück kam und sie gerade nicht auf dem Nest, sondern im Baum gegenüber saß, schimpfte sie wieder und flog dann laut zeternd im Tiefflug auf mich zu. Sie folgte mir schimpfend bis zum Apfelbaum, wo sie sitzen blieb, bis ich ins Haus ging.

Morgens um acht, wenn der Teich erwacht

Zur Abwechslung war ich heute mal vor dem Frühstück walken. Da meine GPS-Uhr der Meinung war, ihr Akku sei leer, gibt es leider keine ganz genauen Daten. Ich war ziemlich genau eine Stunde unterwegs (59 Minuten und ein paar Zerquetschte). Streckenlänge knapp 6 km.

Spannend war es, wie der Teich so allmählich zum Leben erwachte. Die Enten schliefen noch, nur ein paar einzelne Päärchen waren schon auf Futtersuche, ein paar Graugänse starteten mit lautem Geschnatter, Rotkehlchen, Meisen und Buchfinken zwitscherten vor sich hin.

Eine Handvoll Jogger war unterwegs und ein paar Walker, ungefähr 10 Leute mit Hund und eine Oma mit zwei Enkeln und Brot für die Enten. Am kleineren Nachbarteich saßen ein paar Angler, ansonsten war es ruhig.

Mit Schuhen, die nicht die ganze Zeit scheuern, läuft es sich viel angenehmer ;) und wenn zu Hause nicht Mann und Kind gewartet hätten, hätte ich noch eine Runde (1,8 km) um den Teich drehen können.

Fazit: Ausbaufähig, aber ob ich mich aufraffen kann, am Wochenende zeitig genug aufzustehen, dass es für ‘ne weitere Runde reicht, weiß ich noch nicht. Das nächte Mal dann auch wieder mit Uhr – macht irgendwie mehr Spaß, wenn man hinterher bunte Kurven hat ;)

Walken für Weihnachtsbeleuchtung

Ich habe heute die Walking-Saison eröffnet und das nicht einfach so, sondern auch noch für einen guten Zweck. Seit in den letzten Jahren einige Teile unseres Städtchens umgestaltet wurden, passt die ehemals vorhandene Weihnachtsbeleuchtung nicht mehr. Ein Verein möchte das ändern und lud zum “Walking für einen guten Zweck”.

Ehrlich gesagt hätte ich mich sonst wohl auch nicht aufgerafft, denn heute Vormittag war das Wetter mehr als bescheiden: Kalt, windig, “Niesel-Schnee” … Ich habe bis kurz vor dem Termin überlegt und hatte schon daran gedacht, nur kurz hinzugehen und meine 5 € zu bezahlen, ohne mit zu walken. Allerdings sah das Wetter dann doch etwas freundlicher aus und während wir liefen, wurde es richtig schön.

Gegenüber 2011 hatte sich die Teilnehmerzahl deutlich erhöht, aber bis auf diese Weise genügend Geld zusammen kommt, müssen wir wohl noch einige Kilometer laufen ;)

2012-03-31_Walking

Heute waren es als netter Saison-Einstieg knapp 6 km, es lief sich recht angenehm – nur meine Schuhe sind über den Winter offenbar enger geworden (oder meine Füße breiter?), meine kleinen Zehen haben jedenfalls gelitten – aua!

Geschwindigkeitsrekord beim Walken aufgestellt

Ja, wir walken noch. Wegen Regen, Hitze, Urlaub, Hausbesichtigungen usw. derzeit leider etwas seltener, aber prinzipiell schon. Heute war mal wieder soweit: Bei strahlendem Sonnenschein brachen wir auf, fuhren mit dem Auto bis zu einem Waldweg, den A. vom Reiten kannte und liefen los. Der Weg lief sich angenehm, auch wenn er stellenweise etwas zu weich war. Wir sahen einen Schalenstein am Wegesrand und Menschen auf Salat-Feldern. (Sehr spannend übrigens, dass da in jeder zweiten Reihe etwas anderes wuchs. Wenn man dort übers Feld ginge und überall etwas mitnähme, hätte man am Ende einen schönen gemischten Salat ;) )

Während wir so liefen, wurde der Himmel dunkler und es grummelte irgendwo. Wir liefen weiter, kamen an einem Hof mit Pferden vorbei und sahen einen weiteren Pferdehof ein paar hundert Meter entfernt, als es plötzlich deutlicher anfing zu grummeln. Beim ersten heftigen Blitz entschieden wir uns, uns dann doch lieber in der Reithalle unterzustellen. Das war keine Sekunde zu früh, wie wir dann feststellten, denn kaum standen wir in der Halle, brach ein heftiges Gewitter los und es schüttete wie aus Eimern. Wir diskutierten noch darüber, ob so eine (überwiegend aus Wellblech bestehende) Halle wohl ein Faradayscher Käfig ist und beschlossen dann, uns doch lieber vom besten Ehemann von allen, der mit Saskia ganz in der Nähe zur Ergotherapie war, einsammeln zu lassen, statt durch den Wald zum Auto zurück zu laufen. :?

Die Strecke war mit 4,76 km also deutlich kürzer als geplant – die Höchstgeschwindigkeit von 17 km/h (beim Sprint zur Halle) finde ich allerdings dann schon beachtlich ;)

Manchmal ist auch donnerstags Walking-Tag

Da A. ja am Montag keine Zeit für mich hatte, haben wir den heutigen Tag zum Walken genutzt. Nett war’s und heute kam mir die Strecke um den Golfplatz nicht halb so anstrengend (und so bedrohlich) vor wie am Montag – obwohl sie heute etwas länger war, denn wir starteten hier an der Haustür und nicht vorm Restaurant ;) Nach den knapp zwei Stunden hatte ich das Gefühl, jetzt noch.locker ein Stündchen weiter laufen zu können. (Inzwischen hat sich allerdings doch eine gewisse Erschöpfung breit gemacht.) Allerdings habe ich wieder mal festgestellt, dass es einfach zu viele gepflasterte oder asphaltierte Wege gibt – die liefen sich zwar gut, aber halt ohne vernünftigen Stock-Einsatz. Vielleicht war es deshalb so entspannt?!

2011-05-19_Walking

8,61 km – 1 Stunde 50 Minuten
694 kcal,
durchschnittliche Geschwindigkeit 4,6 km/h