Alle Jahre wieder gibt es zum Ende des Kindergartenjahres eine Projektwoche. Diesmal ist es die “Sonnenwoche”. Im Rahmen dieser Projektwoche finden auch Ausflüge und Veranstaltungen (auch gemeinsam mit Kindern aus anderen Kindergärten) statt. Diese Woche wurde schon vorbereitend gebastelt. Am Montag ist offizielle Eröffnung hier im Ort, am Dienstag geht es in einen – ich sag mal der Einfachheit halber: ‘Indoorspielplatz’, am Mittwoch wäre das Planetarium dran und am Freitag gibt es eine Abschlussveranstaltung in der großen Stadt. Ganz schön viel Programm also.
Und nun kommt die Frage, ob Saskia am Ausflug ins Planetarium teilnehmen soll oder nicht. “Klar”, sage ich spontan, aber so einfach ist es nicht. Zum einen sind alles Ganztagsausflüge mit Bus und Bahn – Saskia säße also fast permanent im Buggy. Zum anderen fragen sich die ErzieherInnen, ob Saskia etwas davon hätte oder sich nur langweilen würde (denn irgendwas konzentriert anschauen ist nicht ihre Sache, wie wir vom Sandmännchen oder DVD-Guck-Versuchen aber auch vom Singkreis im Kindergarten wissen) und im ungünstigsten Fall durch das Geflacker der Sternchen im Planetariumsprogramm vielleicht auch noch den einen oder anderen Anfall bekäme. Es weiß auch niemand, wie gut man im schlimmsten Falle während der Veranstaltung aus dem Saal käme. Hmmm … Auch nicht von der Hand zu weisen, die Argumente.
Ich bin hin- und hergerissen und denke, wenn man Saskia nichts Neues anbietet, kann sie sich ja auch nicht weiter entwickeln und vielleicht hat sie ja Spaß daran (immerhin ist sie derzeit ja recht fit, also, wann, wenn nicht jetzt?) – andererseits ist es aber wirklich anstrengend und vielleicht hätte sie mehr davon, den Tag im Kindergarten zu verbringen. Die einzelnen Gruppen des Kindergartens machen den Planetariumsausflug an verschiedenen Tagen, es sind also genügend Kinder da. Das Programm im Planetarium dauert 50 Minuten und ist speziell für Kinder.
Und nun? Morgen früh soll ich mich entschieden haben. …
