Fieber, Krämpfe, Mittelohrentzündung und seltsame Ärzte

Darauf hätte ich ja gern verzichten können: Als ich gestern von der Arbeit kam, war Saskia nicht so richtig gut drauf, später beim Abendessen kippte ihr Kopf auf den Teller und wir überlegten noch, ob das jetzt Spielerei ihrerseits oder was Ernstes war. Da sie sich recht warm anfühlte, hatten wir so unsere Bedenken und haben sie dann ohne großes Abendritual ins Bett gebracht. Fiebermessen ergab 39,5°C, also bekam sie noch ein Zäpfchen.

Sie schlief unruhig und irgendwann in der Nacht hatte ich das Gefühl, sie glüht regelrecht. Um halb 6 heute früh dann dieses Zucken – sehr kurz nur (keine 10 Sekunden, schätze ich), anschließend schlief sie sofort ein. Gegen halb 7 war die Nacht dann endgültig zu Ende, nochmaliges Fiebermessen ergab 38,3°C – also erstmal abwarten, sie schien ganz gut drauf zu sein.

Eine knappe Stunde später kippt Saskia neben dem Frühstückstisch einfach um und ist anschließend ziemlich jammerig. Also ins Kinderkrankenhaus gefahren – immerhin war es in der Ambulanz relativ leer und so waren wir ungewöhnlich schnell dran. Der Arzt kam, fragte, weshalb wir da sind – wir sagten, dass sie Fieber hat, einen Krampf hatte und seitdem noch mehrere Aussetzer. Der Arzt guckte in Ohren und Hals, diagnostizierte Mittelohrentzündung rechts, verschrieb ein Antibiotikum – und ging. Er fragte weder, nach der Höhe des Fiebers, noch nach der Vorgeschichte (Saskia war bereits im Oktober wegen eines Fieberkrampfes in diesem KKH), noch ordnete er weitere Untersuchungen an. Ich bin ganz bestimmt nicht scharf darauf, mein Kind im KKH zu lassen, aber das schien mir dann doch ein bisschen wenig. Nichtmal die Dosierung des Antibiotikums wurde besprochen (das habe ich dann mit dem Apotheker gemacht).

Im Laufe des Tages ging es Saskia phasenweise recht gut und dann hatte sie plötzlich wieder einen Aussetzer, war einen Augenblick wie weggetreten und brauchte anschließend meist einige Zeit, um wieder mit sich und der Welt ins Reine zu kommen. Wir hatten ihr mittags das Antibiotikum und nochmal Paracetamol gegeben und hofften, dass das nun anschlägt – das schien am Nachmittag auch zu stimmen, aber gegen 18 Uhr war sie wieder sehr warm – als ich versuchte, nochmal Fieber zu messen, bekam sie plötzllich wieder einen Fieberkrampf.

Im Moment schläft sie (mehr oder weniger, immer mal unterbrochen durch Jammern oder heftiges Husten), mein Mann ist mit ins Bett gegangen und ich sitze hier und überlege, was ich tun soll.

Der Arzt im Krankenhaus war mir heute etwas sehr knapp mit seiner Diagnose. Andererseits war ich natürlich froh, dass er uns nicht dort behalten wollte. Richtig viele Alternativen habe ich nicht – unser Kinderarzt ist natürlich am Wochenende nicht erreichbar und das nächste Kinderkrankenhaus wäre relativ weit weg (zumal sich die Frage stellt, ob dort was anderes raus käme). Mein Problem ist, dass Saskia immer noch Fieber hat, sie inkl. gestern abend aber nun schon 3 Zäpfchen bekommen hat und ich ihr eigentlich nicht noch eins geben will. Andererseits machen mir diese Aussetzer Angst, zumal ich nicht ganz unbelastet bin, was Epilepsie angeht. Wir haben vorhin schon kühle Wadenwickel probiert, aber so richtig geholfen hat das auch nicht.

2 Gedanken zu “Fieber, Krämpfe, Mittelohrentzündung und seltsame Ärzte

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