Krankenhausleben

Inzwischen haben Oberarzt und Chefarzt der Neurologie und diverse Schwestern die Anfälle live beobachten können und die Diagnose „Epilepsie mit myoklonischen Anfällen“ scheint relativ sicher zu sein. Das EEG war auch gestern unauffällig – in der Zeit hatte sie keine Anfälle – dann kann es wohl sein, dass es im EEG erst nach ca. 4 Wochen sichtbar wird.

Tagsüber ging es recht gut, lediglich nach dem Mittagsschlaf gab es wieder eine Serie von Anfällen, dann nochmal kurz nach 5 und abends um halb 8 beim Windelwechseln vorm Schlafengehen. In den beiden letzten Fällen merkte man es Saskia vorher an, dass gleich etwas passieren wird – sie wurde plötzlich quengelig und sagte „Aua“ – ein paar Sekunden später kam der Anfall. Laut Stationsärztin (die einzige, die die Anfälle noch nicht mit eigenen Augen gesehen hat und darüber etwas traurig war) ist die Anfallshäufung beim Wechsel zwischen schlafen und wachsein wohl typisch.

Saskia soll jetzt auf Medikamente eingestellt werden, das geht voraussichtlich heute Abend los – wenn die Blutwerte gestern OK waren. Am Montag soll sie nochmal zum Schlaf-EEG. Wie lange wir im Krankenhaus bleiben müssen, wissen wir noch nicht.

Zwischen den Anfällen war Saskia super gut drauf, hat viel gelacht, ist mit den Schwestern mit hochgezogenen Hosenbeinen lachend über den Flur gerannt, hat Fußball gespielt und die halbe Station auf Trab gehalten.

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