Diacomit, die Erste

Heute Abend haben wir mit dem Diacomit begonnen und wie so oft stellte uns auch dieses Medikament vor neue Herausforderungen.

Seit Saskia Medikamente bekommt, bekommt sie diese eigentlich mit Apfelbrei (bzw. „Bebivita Feine Früchte“). Darin bekommt sie ihre Orfril-Kügelchen, andere Tabletten oder Kapseln – meist kein Problem. Ein Problem war es in der Anfangszeit der ketogenen Diät, denn da war der Obstbrei nicht möglich. Ohne irgendwas nahm Saskia keine Medikamente, schließlich gaben wir sie dann mit Mayonnaise. Nachdem die Diät beendet wurde, kehrten wir wieder zum Obstbrei zurück.

In den letzten Wochen bekam Saskia als Dauermedikament nur Orfiril und häufig Rivotril. Da sie sich sehr häufig übergibt, bekommt sie seit Donnerstag nun Omeprazol dazu. Das muss aber vor dem Essen gegeben werden und dann bitte mit säurehaltigen Saft oder Joghurt. Da Apfelsaft genannt ist, habe ich beschlossen, dass Apfelbrei auch erlaubt ist. Dann gibt es was zu essen und am Ende gibt es dann wieder Apfelbrei mit Orfiril und Rivotril. Seit heute kommt nun noch Diacomit dazu. Das darf auf keinen Fall auf nüchternen Magen genommen werden und bitte auch weder mit Milchprodukten, Säften oder kohlensäurehaltigen Getränken. Stattdessen soll man das Pulver in einem Glas Wasser auflösen und sofort trinken. Nette Theorie. Hat nur zwei Haken: Erstens ist Saskias Motorik derzeit so kaputt, dass sie beim besten Willen nicht aus einem Glas (oder Becher) trinken kann und in der Trinklernflasche bleibt zuviel Rest. Zweitens trinkt Saskia nicht unbedingt dann, wenn sie soll, ein ganzes Glas aus. Sie trinkt viel, aber eben dann, wenn es ihr passt. Also lieber in wenig Wasser auflösen und mit der Spritze in den Mund geben. Das ist aber leider nicht wirklich praktikabel. Und ist das „erlaubt“? Oder fehlt dann die Flüssigkeit? Oder in den Apfelbrei rühren – aber wirkt es dann so wie es soll? Denn wenn Saft wegen der Säure nicht erlaubt ist, wie ist es dann mit Brei? Wir werden wohl doch auf Kapseln umsteigen, sobald wir die 60 Tütchen mit Pulver verbraucht haben.

Wenn der ganze Kram wenigstens irgendwann mal helfen würde, wäre es schon schön.

3 Gedanken zu “Diacomit, die Erste

  1. Als Jonathan Viagra nehmen mußte, passierte es manchmal, dass er die Hälfte wieder ausgespuckt hat….Geb ich ihm jetzt die Hälfte nach, wieviel hat er getrunken, ist das auch wirklich die Hälfte….. Um 1:00 Früh war der erste Termin für uns, alle 8 Stunden, da schlief das Baby meistens tief und fest.

    Euer Leben ist ungleich schwerer, ich weiß das. Ich will nur sagen, das ich zumindest im Ansatz nachempfinden kann, welch schwierige Aufgabe ihr zu stehen habt.

    Bethel, (die Fahne der Hoffnung) ist nicht mehr weit.

    Liebe Grüße Barbara

    • Hallo Barbara,
      wofür bekam Jonathan denn Viagra? Sicherlich nicht für den Zweck, der allgemein bekannt ist – aber was hat das denn sonst noch für Wirkungen?
      Ja, das was du schreibst, kommt mir bekannt vor, wobei wir zum Glück Saskia nie nachts wecken mussten, um Medikamente zu geben. Lediglich am Anfang der ketogenen Diät mussten wir alle 2 (später alle 4) Stunden den Blutzucker messen – dabei hat sie allerdings weiter geschlafen, trotz Pieks in den Finger.
      Liebe Grüße

  2. Viagra war und ist ein Herzmittel!

    Die Nebenwirkungen haben die Ärzte auf weitere Möglichkeiten der Nutzung gebracht..;-)
    Bei Jonathan war das allerdings nicht so 🙂

    Schönen Tag noch

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s