Sommercamp-Rückblick (4)

Die weiteren Tage verliefen ähnlich wie der erste: Nach Frühstück und Morgenkreis fanden Heilerbehandlungen statt oder man sah sich die Umgebung an oder unterhielt sich mit anderen Eltern.

Da es ja einige Heiler und Therapeuten im Camp gab, die teilweise mit verschiedenen Methoden arbeiteten, besuchten wir verschiedene Heiler. Einer arbeitete ähnlich wie der erste mit Geistheilung, allerdings sprachen wir mit ihm vorher über Saskia, ihre Epilepsie und die derzeit drängendsten Probleme. Hier hatte ich eher das Gefühl, dass der Heiler auf uns eingeht. Das war irgendwie „stimmiger“.

Außerdem hatten wir einen Termin zum Jin Shin Jyutsu. Saskia legte sich auch brav auf die Liege, dass sie dort liegen bleiben sollte, sah sie allerdings nicht ein. Also fand die Behandlung im Sitzen statt. Auch hier wurde sie recht schnell unruhig und wollte weg. Die Heilerin versuchte sie festzuhalten, was uns (besonders dem besten Ehemann von allen) nicht recht war. Schließlich steckte Papa Saskia die Zunge raus und Saskia begann eine intensive Untersuchung von Papas Mund und Zähnen. Damit war sie beschäftigt und abgelenkt und die Behandlung konnte weiter gehen.

Saskia durfte zwischendurch bei einer Maltherapeutin Bilder malen und hatte viel Spaß daran. Sie hatte ziemlich viel Ausdauer und ließ sich sogar helfen, was sonst nicht der Fall ist. Wenn wir mit Farbe malen, versucht Saskia, mit viel Druck die Farbe aufs Papier zu bringen – bis das Papier durch ist. Von der Therapeutin allerdings ließ sie sich helfen. Leider fand das Malen nur am Montag und Dienstag statt und Saskia war später ziemlich traurig, dass sie nicht mehr malen durfte.

Am Dienstag Abend gab es einen Vortrag mit sehr vielen kurzen Filmen über Heiler und Heilungen in den vergangenen Jahrzehnten weltweit. Besonders die Massenheilungen in China fand ich sehr beeindruckend: Ein großer Saal voller Leute (über 1000), vorn auf einer Bühne steht ein Heiler und macht Bewegungen mit den Händen, die alle anderen mitmachen. Die ganze Prozedur dauert mehrere Stunden, in denen die Menschen in Trance sind. Schließlich geht der Heiler von einem zum anderen, bekommt von seiner Assistentin zugeflüstert, was auf einem kleinen Schildchen über die jeweiligen Krankheiten steht, macht ein paar Bewegungen mit der Hand und der Mensch ist gesund, der Heiler geht zum nächsten. Natürlich kann ich weder prüfen, ob der Mensch wirklich gesund ist, noch ob er vorher wirklich krank war – aber allein diese riesige Veranstaltung war beeindruckend. Ebenfalls beeindruckend: Operationen ohne sterile Werkzeuge und ohne Betäubung – zum Teil sehr detailliert gefilmt.

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