Krankenhäuser sind einfach nichts für mich

Hier ein Bericht live aus dem „Big-Brother-Haus“ in Bethel. Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn den ganzen Tag so ein bis zwei Kameras auf einen gerichtet sind. OK, diese hier tun immerhin lautlos ihren Dienst – beim Langzeit-EEG vor 3 Jahren wurde die Kamera immer nachgeführt, sobald man sich bewegte und drehte sich rrrrrt in die passende Position, um dann rrrrrt noch scharf zu stellen oder was auch immer. Haben wir auch überlebt. Und die Tatsache, dass auch der Ton aufgezeichnet wird, aber nur als Gemisch aus allen 28 Zimmern ist doch irgendwie … beruhigend 😉

Na ja, die nicht vorhandene Privatsphäre in Krankenhäusern nervt mich eh, achtjährige Zimmergenossinen, die sich die ganze Nacht herumwälzen und stöhnen, sind auch nicht so toll und wenn sie dann über mein süßes Kind auch noch sagen: „Iiihhh, sie sabbert schoooon wieder. Das ist eeeeklig.“, dann werden wir wohl keine engen Freundinnen.

Ansonsten nichts Neues. Das EEG am Dienstag sah miserabel aus, aber das war klar, denn die gute Phase ist wieder mal vorbei. Saskia zuckt und zittert, hat nachts viele doofe Anfälle und heute nachmittag im Sandkasten auch mal wieder einen spontan aus dem Laufen bzw. Stehen heraus. Zum Heulen. So richtig tolle Ideen hatte bisher noch keiner, in der Kinderbetreuung ist kein Platz und es sieht nicht so aus, als ob da nächste Woche einer wäre, es regnet fast ständig und manchmal gehen mir die Ideen aus, was wir hier drin noch anstellen sollen. Ein Lichtblick war heute das Gespräch mit der Psychologin (ohne Saskia) über Perspektiven und Schulwahlmöglichkeiten und der anschließende Termin bei der Ergotherapeutin (mit Saskia). Vom Entwicklungstest „ET 6-6“ konnte Saskia 2 Aufgaben lösen, dann haben wir uns anderweitig beschäftigt, weil sie einfach zu anfällig war. Der Test wird aber fortgesetzt.

Ansonsten wurde festgestellt, dass wir ja fast alle Medikamente, die halbwegs geeignet sein könnten, schon hatten, es wurde mal wieder Cortison ins Gespräch gebracht und ich werde wohl länger als eine Woche hier sein dürfen.

2 Gedanken zu “Krankenhäuser sind einfach nichts für mich

  1. Liebe Graugrüngelb!!!!

    Schön, von Dir zu hören!!!
    Na ja, schön ist wohl der falsche Ausdruck, denn was es zu hören gibt stimmt mich nicht froh.
    Dass das ganze länger als eine Woche dauern wird, hab ich befürchtet. Pass nur auf, dss Du keinen Lagerkoller bekommst. Morgen kommt die Ablöse! Tu etwas für Dich und nimm Dir eine Auszeit, wenn es möglich ist.

    Ich denk echt ganz viel an euch!!!
    Liebe Grüße
    Barbara

  2. Ach Du,
    was soll ich Dir bloss schreiben. Es ist ja so wie Du’s schreibst. Hoffentlich hast Du am Wochenende Zeit zum „Verschnaufen“. Dass Saskia so viele Anfälle hat, ist ja nun nicht verkehrt. Das habt Ihr ja immer und immer wieder. Und dann sehen die die Dringlichkeit… Aber dass so gar keine neuen Ideen kommen….
    Ich wünschte, Du könntest ein Einzelzimmer haben. Denn das, was Du da schilderst, klingt nicht gut.
    Bin selber momentan „durch den Wind“ und möchte Dich trotzdem ganz fest drücken (wenn Du das magst)
    Liebe Grüße
    Elisabeth

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