Intensivstation – Stand 12.3.

Update 12.3. 8 Uhr
Nachdem es gestern früh hieß, es gehe meiner Mutti soweit gut, sie sei weiterhin extubiert und würde sich sicher über einen Besuch freuen, bin ich in den Zug gestiegen. Ich war gegen 13:15 Uhr da und durfte zunächst rein, bin aber nicht bis zu ihrem Bett gekommen, weil sie gerade Herzrhythmusstörungen und Atemprobleme hatte und ich gleich wieder rausgeschickt wurde. Ich solle in einer Stunde wieder kommen. Eine Stunde später hieß es, es sei gerade ungünstig. Also saß ich in meiner blauen Verkleidung im Vorraum zur ITS und wartete, wartete, wartete. Gegen 3 habe ich nochmal nachgefragt – nein, immer noch ungünstig, ich solle doch nochmal in die Cafeteria gehen o.ä. Habe dann (über die Sprechanlage) erklärt, dass ich schon fast 2 Stunden warte und in 2 Stunden noch zurück nach Hause müsse und außerdem darum gebeten, wenigstens mit einem Arzt sprechen zu dürfen. Kurz vor halb 4 durfte ich dann endlich rein. Meine Mutti war inzwischen wieder intubiert, weil sie durch die Rhythmusstörungen wohl Atemprobleme bekommen hatte. Es war ein furchtbarer Anblick. Ich weiß nicht, ob sie mitbekommen hat, dass ich da war. 😥

Ich war fast eine Stunde bei ihr – umgeben von emsigen Schwestern, 4 anderen Patienten und vielen unterscheidlich piepsenden Geräten. Ich konnte nicht reden, ich habe nur dort gestanden, ihre Hand gehalten und geweint. Ich habe schreckliche Angst.

Update 12.3. 11 Uhr
Meine Mutti sei verwirrt, sagt mein Gesprächspartner am Telefon. Hmmm? Um verwirrt zu sein müsste sie doch aber zumindest wach sein, oder? Das wäre ja mehr als gestern Nachmittag. Es sei ein Auf und Ab, sagte er – etwas besser als gestern Nachmittag, aber schlechter als gestern früh. Aber schließlich sei sie ja auch 1 Stunde lang „reanimitionspflichtig“ gewesen. 😮 Autsch. Das wusste ich so noch nicht. Ich wusste, dass sie während der OP reanimiert werden musste, aber nicht, dass es so heftig war. Es sei vor der OP gewesen, meinte er und auf meine Nachfrage erfuhr ich dann, dass es wohl während der Herzkatheteruntersuchung passierte, als sie versuchten, die Stents zu setzen. Das zählt offenbar noch nicht als OP. Nachdem das also schief ging, wurde sie dann „richtig“ operiert.

Nach dieser Vorgeschichte könne es schon sein, dass es etwas länger dauere, bis es ihr besser geht. Immerhin sei sie nur verwirrt und hätte keine neurologischen Ausfälle. … Hmm … Woher wissen die das? Aus ’nem EEG? Kann man das sehen? Denn so verwirrt und zugedröhnt wie sie derzeit ist, würde ich da überhaupt keine Aussage erwarten.

2 Gedanken zu “Intensivstation – Stand 12.3.

  1. Oh je. Das ist klar, dass du jetzt völlig besorgt bist. Ich drück euch die Daumen, dass es deiner Mama bald besser geht. Hört sich aber schon so an, dass sie einfach Zeit braucht…..
    liebe Grüsse Tanja

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