Wassergewöhnung für Fortgeschwommene … oder so

Anfang des Jahres bot unser örtlicher Sportverein Wassergewöhnungs- und Seepferdchenkurse an – ausdrücklich auch für „Kinder mit Handicap“. Wegen Umbauarbeiten in der Schwimmhalle gingen die Kurse zwar etwas später los als ursprünglich geplant, aber alle Kinder hatten viel Spaß. In unserem Wassergewöhnungskurs waren nur 4 Kinder – perfekt. Alle 4 Kurse (2 mal Wassergewöhnung, 2 mal Seepferdchen) fanden am Donnerstag Nachmittag statt. Ab Anfang Mai gibt es neue Kurse, ich habe Saskia natürlich wieder angemeldet – Leo und Lisa wollten auch wieder dabei sein. Ich bekam eine Bestätigung per Mail, dass Saskia für den Fortschrittskurs angemeldet sei. Fortschrittskurs? Seltsam. Ich hatte doch ausdrücklich gesagt (und auch geschrieben), dass wir weiterhin Wassergewöhnung machen wollen!?

Ich habe also eben noch mal angerufen und erfahren, dass es diesmal tatsächlich 3 Seepferdchen- und nur einen Wassergewöhnungskurs gibt. Dieser ist dann dummerweise auch noch eine Stunde früher als bisher. Zu „unserer“ Zeit gibt es einen Seepferdchenkurs (für den Saskia sinnloserweise auch eingetragen war). Um 15:30 Uhr, wenn der Wassergewöhnungskurs stattfindet, ist Saskia allerdings noch im Kindergarten und zumindest für eine regelmäßige Sache ist mir das dann doch zu früh, denn ich müsste sie dann spätestens um 14:45 Uhr abholen. Nicht zu machen – das passt weder mit meiner Arbeits- noch mit Saskias Mittagsschlafzeit. Abgesehen davon sind für den Wassergewöhnungskurs derzeit bereits 8 Kinder angemeldet. (Maximal 12 dürfen es werden!) Wohlgemerkt: Auch dies ist ein Kurs für Kinder mit Handicap. Ich bin gerade traurig und sauer und frage mich, was das soll. Nachdem auch die Trainerin neulich sagte, dass sie Wassergewöhnung auf keinen Fall mit so vielen Kindern machen könne und wolle, finde ich es sehr blöd, dass der Sportverein es trotzdem so plant. Gerade Kinder, die körperlich nicht so fit sind und etwas mehr Aufmerksamkeit brauchen, kann ich doch nicht in solchen Massen in einen Kurs stecken. Zumal das bedeutet, dass die Trainerin pro Kind gerade mal 5 Minuten Zeit hat. Dabei gibt es Seepferdchenkurse hier wirklich wie Sand am Meer und in so ziemlich jedem Schwimmbad oder Sportverein, warum streichen sie dann ausgerechnet einen der wenigen Nicht-Seepferdchenkurse? Ach Mensch, kann denn nicht mal was, was gut läuft, einfach gut weiter laufen?

4 Gedanken zu “Wassergewöhnung für Fortgeschwommene … oder so

  1. Ich find es echt ne Schweinerei. Erst sagen sie uns zu, dann wieder ab (wobei ich noch keine Absage oder Verschiebung bekommen habe) Und dann nehmen sie auch echt auf nichts und niemanden Rücksicht, nicht auf Teilnehmer mit Handicap, nicht auf Heike. Echt traurig…

  2. Das scheint im ganzen Land so zu sein. Das ist unfair und rücksichtslos.
    Und wahrscheinlich gibt es nirgendwo etwas ähnliches, oder?
    Trotzdem möchte ich Dir einen schönen Sonntag wünschen. Mit viel Sonne
    Viele Grüsse
    das Warten auf die Genesung von lieben Menschen ist so schlimm….

    • Und wahrscheinlich gibt es nirgendwo etwas ähnliches, oder?

      Das ist eigentlich mein Hauptproblem. Ich kann eben mit Saskia nicht zu jedem beliebigen Kurs gehen – zum einen muss es natürlich zeitlich passen, was mit Kindergarten, Beruf, Arztbesuchen und Therapien schon schwierig genug ist, zum anderen muss eben der Kurs an sich passen – also eben kein Leistungskurs, sondern eher „gemütlich“ mit wenigen Kindern, viel Zeit und wenig Stress. Und das dann möglichst auch noch in der kleinen Schulschwimmhalle statt im großen, lauten Riesenschwimmbad.

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