Wer nicht fragt, bekommt auch keine Antwort

Nach 2 Wochen Reha stellt sich für meine Mutti allmählich die Frage, wie es denn nach der Reha weiter geht. Fit genug, um einfach nach Hause zu gehen, ist sie nach meiner und auch nach ihrer eigenen Einschätzung noch nicht. Bei einer Tante in Thüringen könnte sie zwar unterkommen, allerdings wohnt die eine Tante in einem Dorf mit etwa 300 Einwohnern und ohne ärztliche Versorgung, bei der anderen Tante gibt es zwar Ärzte, aber die kennen natürlich meine Mutti nicht. Ich habe keine Ahnung, wie engmaschig sie nach ihrer Entlassung noch überwacht werden muss, aber so richtig optimal ist das natürlich auch nicht. Außerdem müsste sie ja auch erstmal dorthin kommen und der Transport bringt sie natürlich nach Leipzig und nicht „in den Urlaub“. Also müsste meine Mutti dann doch wieder nach Hause (und das möchte sie ja auch), aber um in die Wohnung zu kommen, sind erstmal 48 Stufen zu überwinden – derzeit nicht zu schaffen. Bliebe also die Hoffnung, dass die Reha verlängert wird, was nach Aussage einer Ärztin dort aber nicht geschehen wird. … Ähmm … Moment mal! 😕 Wieso weiß die Ärztin denn vorher, dass die Krankenkasse einer Verlängerung nicht zustimmt? Natürlich ist die Reha derzeit nur für 3 Wochen bewilligt, aber man muss doch zumindest erstmal einen Antrag auf Verlängerung stellen, um mit Sicherheit sagen zu können, ob der abgelehnt wird. Oder habe ich hier ein grundsätzliches Verständnisproblem? Ich werde also morgen mal bei der Krankenkasse anrufen und fragen, wie denn der korrekte Weg ist. Schließlich fallen wegen der Osterfeiertage ja auch noch Therapiestunden weg und meine Mutti ist noch längst nicht so fit, wie sie sein sollte.

3 Gedanken zu “Wer nicht fragt, bekommt auch keine Antwort

  1. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass Deine Mama um die Verlängerung kämpfen muss. Wie kann eine Ärztin das so sagen. Gerade sie sollte doch sehen, das noch viel zu tun ist….?!
    Da wird die Krankenkasse von meiner Tante sich aber freuen, denn sie hat die REHA ja ganz abgelehnt. Doch dafür haben wir alle um sie rum nun kaum noch Nerven. Dann müssen wir alle zum Arzt, weil es so schlimm ist, wenn eine uneinsichtige Tante abseits vom Ort weit, weit draussen….so vor sich hinlebt. Sie kann gar nicht viel, es fehlt hínten und vorn. Ich hab mich heute schon so aufgeregt, dass Robert sagte „Mama, krieg kein Herzinfarkt und dann bist Du im Krankenhaus“
    Ich drück Dir die Daumen, dass mit einem Anruf alles geklärt ist. Und zwar zum Besten für Deine Mama.
    Liebe Grüsse
    Elisabeth

    • Dass mit deiner Tante tut mir sehr leid (wollte ich schon lange mal gesagt haben!). Man kann sie ja nicht zwingen, aber für euch ist es zusätzliche Arbeit udn Stress.

      Tja, die Aussage der Ärztin verstehe ich eben auch nicht. Ich meine, das war ja nun keine Pillepalle-OP und es dauert eben, bis man da wieder fit ist. Eigentlich halte ich unsere Krankenkasse (wir sind alle in der selben) da für einsichtig. Mal sehen. Meine Mutti meinte, sie wolle auf jeden Fall noch ’ne Woche bleiben und notfalls eben selbst zahlen. Das ist natürlich auch ’ne Möglichkeit, aber ich finde, man sollte es doch zumindest über die Krankenkasse versuchen.

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