Lieblingselternteil

Nach einer Nacht, die dank eines kühlen Schlafplatzes im Keller zwar etwas besseren Schlaf brachte als die vorige, aber immer noch so viele heftige Anfälle, dass wir Saskia Diazepam gaben, beschlossen wir, dass Saskia heute nicht mit dem Schulbus, sondern mit Papa zur Schule fährt – und nachmittags auch wieder abgeholt wird.

Am Nachmittag kamen der beste Ehemann von allen mit Saskia und die junge Frau von der Lebenshilfe, die mich zwei Stunden mit Saskia unterstützen sollte, zu Hause an und während der Mann nach oben an den Computer verschwand, versuchten wir Weiber, das Kind zu belustigen. Das war jedoch schwierig, denn Saskia hing komplett durch, schlief fast ein, war zu nichts zu bewegen – wollte spielen, tat es aber nicht, sagte nichts, malte nichts, starrte nur Löcher in die Luft und hing schließlich schlaff im Stuhl. Bis Papa kam. In diesem Augenblick wurde offensichtlich ein Schalter umgelegt: Saskia grinste, lachte, sprach, zeigte … so dass wir Frauen uns etwas veräppelt vorkamen.

Ja, ich wusste vorher, wer „Lieblingselter“ hier im Hause ist, aber selten bekam ich es so drastig vor Augen geführt wie heute.

6 Gedanken zu “Lieblingselternteil

  1. Ursel schreibt:

    drastig ? Eine Kombi aus drastisch und garstig ? 🙂

    Hmmm, wann wird sich eigentlich rausstellen ob die OP was bringt? Falls ich das fragen darf ….

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