Unverändert

Eigentlich war geplant, heute den VNS wieder eine Stufe hochzustellen. Nachdem nach der letzten Erhöhung der Stromstärke aus einem wachen und fröhlichen Kind aber ein extrem schlappes, apathisches Kind wurde, haben wir überlegt, ob es nicht sinnvoller wäre, lieber wieder einen Schritt runter zu gehen.

Seit Anfang der Woche ist Saskia (zumindest am Nachmittag und Abend) relativ fit, also haben wir beschlossen, momentan einfach gar nichts zu ändern und erstmal abzuwarten, was die nächsten Wochen so bringen. Der Neurologe möchte uns in ca. 2 bis 3 Wochen sehen, dann auch mal mit EEG, denn das letzte ist doch schon ziemlich lange her.

Richtig gut drauf

‚Richtig gut drauf‘ sei Saskia diese Woche, sagte die „Klassen-FSJlerin“, bei der ich Saskia heute Mittag abholte. Das freut mich, auch wenn es nicht so ganz zu den Texten im Mitteilungsheft passt. Ich habe also nachgefragt und bekam zu hören, dass Saskia diese Woche ja viel Spaß hätte und eben sehr gut drauf sei – viel besser jedenfalls als vorige Woche, wo sie so schlapp war, dass sich alle schon Sorgen gemacht hätten.

Bei den Anfällen am Dienstag sei sie nicht dabei gewesen, erzählte die junge Frau auf meine Frage noch. Die seien wohl im Snoozle-Raum aufgetreten. Das relativiert die Wachanfälle etwas, denn in Ruhephasen, speziell wenn sie sehr müde bzw. am Einschlafen ist, hat(te) Saskia ja häufiger Anfälle. Die Lehrerin habe ich leider nicht getroffen, sonst hätte ich noch nach Details gefragt, aber insgesamt passt die Einschätzung der FSJlerin ja zu unseren Eindrücken.

Alte Zeiten

Meine Funkarmbanduhr lebt in der Vergangenheit – genau genommen geht sie exakt 10 Tage nach und das nun schon seit mindestens einer Woche. Ich gucke recht selten auf das kleine Datumsfeld, neulich stand dort eine 9, es war aber der 19. Das blieb bis jetzt so – aktuell ist meine Uhr der Meinung, heute sei der 15.

Seltsam. Die Batterie ist halbwegs neu (wird auch nicht als leer angezeigt), Empfang ist vorhanden, aber auch nach Neueinstellung ändert sich daran nichts. Jetzt bin ich gespannt, ob zum Monatsbeginn alles wieder geht oder ich irgendwann doch mal die Batterie rausbasteln muss (das ist leider bei dieser Uhr nicht so einfach, sonst hätte ich es längst getan). Mich irritiert nur, dass sie so gar nicht bereit ist, sich umzustellen, obwohl sie das DCF-Signal ja bekommt. Technik, die „begeistert“.

Prototypen

Die ersten Prototypen der neuen Bodies sind da und die Technikerin kam am Abend zur Anprobe vorbei. Ich will mal so sagen: Es besteht durchaus noch Verbesserungsbedarf 😉 In den einen Body muss Saskia vermutlich noch reinwachsen – so in zwei Jahren oder so. 😉 Allerdings fand ich den vom Stoff interessant – mal sehen, ob wir den nochmal in einer passenden Größe bekommen.

Interessant fand ich außerdem, dass wir dann mal zwei alte (also seit einiger Zeit genutzte) Bodies ausgemessen haben. Einer hatte (trotz häufiger Benutzung) noch fast die Originalmaße, ein anderer (deutlich seltener benutzt) war wesentlich kürzer und dafür breiter geworden. OK, beim Anziehen zieht sich das dann so zurecht, dass es passt, aber dass die Unterschiede dann doch so groß sind, war mir bisher nicht aufgefallen.

Es ist jedenfalls durchaus spannend, den Werdegang eines Kleidungsstücks mal ein Stückchen mitverfolgen zu können.

Umstrukturierung

Mein Arbeitgeber strukturiert ein paar Abteilungen um – auch meine. Freundlicherweise wurde ein großer Teil der Pläne ohne externe Berater gemacht, sogar mit Beteiligung der betroffenen Mitarbeiter (jedenfalls einiger). Was dabei raus gekommen ist, klingt (soweit es bis jetzt bekannt ist) nicht besonders überraschend, aber auch nicht so, als ginge es ohne Reibungsverluste. Abteilungsstrukturen nach OSI-Schichtenmodell scheinen (nicht nur für mich) etwas gewöhnungsbedürftig. Dass wir mit einer Abteilung zusammen gelegt werden, die an einem anderen Standort ähnliches tut – das kommt nicht unerwartet, aber ist trotzdem nicht besonders schön. Dass die Kommunikation innerhalb der Abteilung heute schon verbesserungswürdig ist, obwohl die Kollegen nur ca. 50m entfernt im Nachbargebäude sitzen, trägt nicht gerade dazu bei, dass ich mich sonderlich auf die Zusammenarbeit mit (räumlich) deutlich weiter entfernten Kollegen freue. (Nicht wegen der Kollegen, sondern eben wegen der etwas unzureichenden Kommunikation.) Wer ab Januar mein Chef sein wird, steht offiziell noch nicht fest. Der derzeitige bleibt es aber voraussichtlich nicht.

Nun ja. Meine tägliche Arbeit wird sich (vorerst) nicht wesentlich ändern, also will ich mal nicht meckern, sondern erstmal abwarten und (grünen) Tee trinken.

‚Gut‘ ist irgendwie anders

Auch die vorige Nacht war nicht gut. Nicht ganz so schlimm wie die vorvorige, aber eben auch weit entfernt von ‚gut‘. Das Diazepam gab es dann erst am Morgen, da Saskias Augen nicht aufhörten, vor sich hinzuflackern. – Leider hat das dann den Nachteil, dass Saskia erstmal komplett „Matsch“ ist, abgeschossen eben.

Wir haben dann bei schönem Spätsommerwetter einen Spaziergang durch den Wald im Nachbarort gemacht, festgestellt, dass der Rolli erstaunlicherweise weniger geländetauglich ist als der Buggy (er vibrierte dank der kleinen Vorderräder auf unebenen Strecken recht heftig, so dass wir uns dann doch eher asphaltierte Wege suchten), Picknick auf der Wiese am Schloss unter einer Linde gemacht und sind dann (mit müden Füßen) wieder heimgefahren.

Gegen Abend taute Saskia dann doch noch etwas auf, aber insgesamt war das Wochenende eher zum Abhaken.

Deprimierend

Leider war die schlechte Nacht keine einmalige Ausnahme – die vergangene Nacht war nicht besser. 😦

Nachdem Saskia gegen Morgen Buccolam bekommen hatte, hing sie den ganzen Tag durch, zuckte vor sich hin, wurde immer mal kurz steif – es war sooo deprimierend.

Falls die heutige Nacht wieder Notfallmedikamente erfordert, wird es wohl eher Diazepam werden, so richtig traue ich dem Buccolam nämlich momentan nicht. Es kam neulich in der Schule schon der Verdacht auf, dass es bei Saskia eher noch Anfälle auslöst. Wirklich beweisen können wir das nicht, aber ausschließen derzeit leider auch nicht.