Weiberwochenende

Zum Beweis, dass Internet einsam macht ;), gibt es einmal im Jahr ein Forumstreffen: Ein Wochenende mit vielen Frauen – ohne Männer, ohne Kinder.

Auch in diesem Jahr war es schön, neue Leute kennen zu lernen, Bekannte wieder zu sehen, zu quatschen, (Socken) zu stricken ;), zu walken oder einfach nur zusammen zu sitzen. Die Landschaft war toll – Hügel mit Reben im Sonnenschein und dazwischen kleine Örtchen. Was den Architekten geritten hat, mitten in die idyllische Landschaft ein riesiges Einkaufszentrum (mit hässlichen Beton-Flachbauten) und Hotel zu pflanzen, wird sich mir wohl nie erschließen. Dass der ausgeschilderte Nordic-Walking-Weg tatsächlich ein Rundweg ist, habe ich leider erst im Nachhinein im Internet erfahren, das nächste Mal muss ich mich wohl vorher schlau machen. Immerhin sind wir zu zweit 5,5km durch die Weinberge gewalkt, am nächsten Morgen war ich dann nochmal 4,1km allein unterwegs.

Was so harmlos klingt, war durch die zu überwindenden Höhenunterschiede gar nicht so ohne:
Höhenprofil

Allerdings war der Ausblick wirklich schön
Weinberge

Wein

Ich freue mich aufs nächste Jahr und hoffe, dass ich dann mal wieder zu denjenigen gehöre, die eine etwas kürzere Anfahrt haben. Sieben Stunden pro Richtung ist doch ’ne Menge – auch wenn es Dank netter Fahrgemeinschaft (inklusive „Wise-Guys-Karaoke“) eine angenehme Fahrt war.

Jacke mit Verfallsdatum

… oder sollte es eher Zerfallsdatum heißen?

Vor 12 Jahren kaufte ich eine Outdoor-Jacke, die ich gern trug (und in der ich auch den besten Ehemann von allen kennen lernte). Irgendwann saß sie dann etwas zu eng und wanderte im Schrank ganz nach hinten. Neulich entdeckte ich sie wieder und stellte fest, dass sie sich gerade bei herbstlichem Schmuddelwetter ganz gut trägt. Gestern früh beim Walken war sie doch etwas durchgeschwitzt, so dass sie am Nachmittag in die Waschmaschine wanderte – bei 40°C, wie angegeben.

Als ich die Waschmaschine zwei Stunden später öffnete, hatte ich den Eindruck, in einen Schneesturm geraten zu sein: Massenhaft kleine weiße Punkte. Zunächst dachte ich an ein vergessenes Papiertaschentuch, fand aber keins und außerdem sind die heutzutage ja eigentlich nicht mehr krümelig, sondern bilden eher einen dicken Klumpen. Die genauere Analyse ergab, dass sich die innere Beschichtung der Jacke in ihre Bestandteile aufgelöst hat – offenbar ist der Kunststoff (keine Ahnung, welches Material das ist) im Laufe der (wenigen 😉 ) Jahre doch etwas spröde geworden. Ich fürchte, da ist nichts mehr zu retten. Schade eigentlich (wo ich doch dieses Jahrzehnt nicht schooon wieder shoppen gehen wollte 😉 ).