So gut wie lange nicht

Etwas skurril fand ich die heutige Aussage der Ärztin im SPZ, sie hätte Saskia ja lange nicht so gut erlebt. Saskia sei gut drauf, würde Kontakt aufnehmen, sie anlächeln und (teilweise) auf ihre Fragen antworten – die Ärztin war sehr begeistert.

Tja. So unterschiedlich ist die Wahrnehmung. Nach der ruhigen Nacht war Saskia heute früh nicht so gut drauf, wie man hätte erwarten können. Beim Frühstück hingen die Augenlider so weit unten, dass man den Eindruck hatte, sie schläft gleich ein. Im Wartezimmer fiel sie beim Versuch zu krabbeln noch alle halbe Meter auf die Nase … bei der Ärztin durfte sie dann Bälle durch die Gegend werfen und war dabei in ihrem Element und die Augen sahen inzwischen auch deutlich wacher aus. Letztlich ist es immer nur eine Momentaufnahme. Ich fand allerdings die Einschätzung der Ärztin schon sehr interessant. Sie verglich mehrfach Saskias aktuellen Zustand mit dem bei unseren letzten Besuchen und meinte, es ginge Saskia ja heute viel besser. Ich kann mir gerade gar nicht so richtig vorstellen, dass wir immer in noch schlechteren Phasen dort waren. Ob die Ärztin da etwas verwechselt? (Ist auch schon vorgekommen.) – Jetzt habe ich gerade unsere Blogs durchsucht und festgestellt, dass es Saskia beim letzten Termin Mitte April offenbar wirklich ziemlich schlecht ging. Nun gut, wenn man einen ganz schlechten Tag als Vergleich nimmt, ist es auch einfacher, einen anderen Tag viel besser zu finden.

Aber ich will gar nicht meckern: Insgesamt war der Tag im Vergleich zum Wochenende und den beiden vergangenen Tagen durchaus akzeptabel. Saskia wollte nach dem Arzttermin dann auch in die Schule, schlief aber auf dem Weg dorthin im Auto ein. Wir haben der Schule also (mit schlafendem Kind im Rolli) einen kurzen Besuch abgestattet – daher ja auch der Begriff „Schulbesuch“ – und sind dann asiatisch essen gegangen. (Leider hat das All-you-can-eat-Büffet den Nachteil, dass man quasi dazu gezwungen wird, sich zu überfressen.) Den Rest des Tages haben wir ohne besondere Vorkommnisse spielend zu Hause verbracht.