Seltsam

Heute Nachmittag klingelte unser Nachbar und fragte, ob er Namen und Telefonnummer unseres Gutachters bekommen könne. Kann er natürlich. Es ist gar nicht für ihn, sondern für seinen Fußball-Kumpel. Den Kumpel, der das Haus verkauft, in das wir uns verliebt hatten und das wir wegen des feuchten Kellers nicht kaufen können. (Wenn wir von Anfang an gewusst hätten, dass sich der Nachbar und der Verkäufer kennen, und der Nachbar gewusst hätte, dass sein Kumpel tatsächlich verkaufen will, hätte man den Makler sparen können.)

Nach der Besichtigung mit dem Gutachter hatten wir den derzeitigen Eigentümern und auch dem Makler gesagt, wir würden das Haus für deutlich weniger Geld als angeboten nehmen – also wenn die Kellersanierung für uns nahezu „kostenneutral“ wäre. Eine Woche später meinte der Makler, wir hätten ja gar keine konkrete Summe genannt und was denn nun sei. Wir gaben also unser Gebot ab und er schrieb zurück, es läge weit unter den Erwartungen und er hätte bereits zwei Interessenten, die deutlich mehr böten und sich nicht am (seiner Meinung nach gar nicht) feuchten Keller stören würden und außerdem sei der Gutachter ja seltsam usw. usf. „Dann verkauf’s doch den anderen Interessenten und lass uns in Ruhe“, dachte ich mir und überlegte noch, ob das nur ein Trick war, um uns zu einem höheren Gebot zu veranlassen. Inzwischen ist das Haus im Internet nicht mehr zu finden – Verkauft, Sache erledigt, dachte ich. Bis heute.

Nein, verkauft sei es wohl noch nicht, sprach der Nachbar. Das sei im Moment alles kompliziert. (Ach!? Wo sind denn die vielen Interessenten hin?) Aber sie wollen wohl ihrerseits ein Haus ansehen und suchen einen Gutachter. Ach?! Ausgerechnet den, der angeblich nichts taugt?! Schon lustig.

Zahnarzt-Erlebnisse

Nachdem ich in den vergangenen Wochen mit 5 Terminen zur Wurzelbehandlung meines Eckzahnes vermutlich wesentlich dazu beigetragen habe, meinem Zahnarzt ein regelmäßiges Einkommen zu bescheren, war heute nun der (hoffentlich) letzte Termin für dieses Jahr angesagt. Die Wurzelbehandlung hatte er schon vor 2 Wochen erfolgreich abgeschlossen und zwar wirklich gut – kein Vergleich zu meiner letzten Wurzelbehandlung 1994 in München, die mir ein mittelgroßes Zahnarzt-Trauma bescherte. In knapp 20 Jahren hat sich sowohl die Technik deutlich verbessert (ich sag nur: „elektronische Längenbestimmung des Wurzelkanals“) als auch meine Trefferquote bei der Auswahl des richtigen Arztes. Ehrlich: Der Mann ist gut. Die erste Spritze bei ihm habe ich erst gemerkt, als er bohrte und ich so gar nichts davon bemerkte.

Heute war nun die endgültige Füllung des anderen Zahns angesagt, der damals zunächst im Verdacht stand, meine Schmerzen zu verursachen und deshalb seit Anfang Oktober eine provisorische Füllung hatte.

„Wir machen dann mal ’ne kleine Anästhesie.“, sprach der Zahnarzt.
„Hmm mpf …“, murmle ich, die Instrumente noch halb im Mund.
„Oder möchten Sie keine?“
„Brauche ich sie denn?“
„Wäre besser, Sie sind dann entspannter und ich auch.“
„OK, wenn meine Anästhesie bewirkt, dass SIE entspannt arbeiten können, kann ich natürlich nicht ablehnen.“

Zahnarzt und Helferin wechseln die Plätze, so dass der Zahnarzt (ungewöhnlicherweise) an meiner linken Seite steht: „Heute bohre ich mal.“, sagt die Helferin lächelnd und greift zu den Instrumenten.
„Na, wenn Sie meinen“, sage ich.
„Da haben Sie noch zusätzlichen Nervenkitzel.“, meint der Zahnarzt.
„‚Nervenkitzel‘ ist nicht unbedingt das Wort, das ich beim Zahnarzt hören möchte.“ 😉

Er hat dann doch selbst gebohrt. 🙂

So schnell wird man alt

Nachdem ich vorige Woche 42 geworden bin, sagt mir meine WII heute, ich hätte ein Fitness-Alter von 70 😮 😉

OK, das könnte ein wenig damit zusammen hängen, dass man bei dem entsprechenden Test u.a. Baseball spielen muss – und dafür bin ich schlicht und einfach zu blöd 😉 Ich schaffe es zwar gelegentlich, den Ball mal mit dem Schläger zu treffen – aber auch wirklich nur gelegentlich. Und dann fliegt er für gewöhnlich ins Aus. Tja.

Beim Tennis rannte meine Spielfigur immer nach vorn ans Netz – und es gelang mir nicht, sie schnell genug zum Ball zu bewegen.

Vielleicht sollte ich mich doch auf Bowling beschränken – da sind mir sowohl die Spielregeln klar als auch der Bewegungsablauf 😉 (Beim Golf habe ich mich auch gar nicht so blöd angestellt, aber das war leider nicht Bestandteil des Tests.)

70!? Hah!

Falsches Schluckmuster

Saskia kaut nicht, sie quetscht das Essen, saugt daran und schluckt es dann. Manchmal schluckt sie auch gleich, was nicht unproblematisch ist und im ungünstigsten Fall sehr gefährlich sein kann.

Die Logopädin, bei der wir gestern zum zweiten Mal waren, meinte, bei Saskia sei diese babyhafte Saugen schon sehr stark ausgeprägt und sie wisse nicht, ob wir wirklich Erfolg haben werden, wenn wir versuchen, Saskia das wieder abzutrainieren.

Wir werden es trotzdem versuchen.

Kontoeröffnung

Ich habe diese Woche ein neues Konto eröffnet. Das Besondere daran ist: Es ist ein Zeitkonto. Genauer gesagt: Ein Langzeitkonto. Ich verzichte in den nächsten Monaten auf 20% meines Gehaltes und spare damit Zeit an. Genau 32 Arbeitstage zusätzliche Freizeit, die ich dann in den Sommerferien nutzen kann.

Es ist schon ein etwas seltsames Gefühl, einen Vertrag zu unterschreiben, in dem steht, dass man bei gleicher Arbeitszeit künftig deutlich weniger verdient 😉 Mal sehen, wie alles klappt und ob sich dieser Zusatzurlaub bewährt.

Das Leben, das Universum, …

… und die Antwort auf die wichtigste Frage. Aber wie war nun wirklich die Frage?

Frau Muschelsucher behauptet ja, 42 sei nur die abgerundete Wahrheit, aber ich denke, das gilt nur für Marathonläufer. 😉

Sollte man sich mit 42 anders fühlen? Weiser? Oder vielleicht weißer? … Ich glaube, bei mir ist es eher die Weißheit (der Haare) als die Weisheit des Universums.

Ich danke jedenfalls für alle Glückwünsche, die mich persönlich, per Brief, per Mail oder per Telefon erreicht haben.