Gefräßiges Geflügel

Der Wochenend-Spaziergang führt uns häufig zum großen Teich. Manchmal nehmen wir Brot-Enden als Enten-Brot mit und verfüttern es. Saskia hat immer wieder Spaß daran – und wir zugegebnermaßen auch. Im Sommer sind so viele Menschen dort unterwegs, dass die anwesenden Enten manchmal etwas gelangweilt gucken und sehr wählerisch sind.

Bei Schmuddelwetter und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt sieht es schon anders aus. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir die geflügelte Wasserbevölkerung gestern um uns herum – sie stritten sich um jedes Stückchen und haben auch keinerlei Hemmungen, aus der Hand zu fressen. Ein Erpel schien allerdings nicht so richtig zu begreifen, wo das Brot endet und meine Finger beginnen – und ich finde es immer wieder erstaunlich, wie rau sich so ein zahnloser Entenschnabel von innen anfühlt. Herr Erpel hat einige Male meine Hand erwischt, irgendwann nahm ich ein größeres Stück Brot und ließ ihn abbeißen, das klappte ganz gut, bis ein Entenweibchen kam und sich kurzerhand das komplette Stück Brot aus meiner Hand schnappte.

Man könnte vermutlich interessante Studien über das Sozialverhalten von Enten bei der Fütterung betreiben, wenn man die Tierchen so beobachtet. Allerdings frage ich mich, wieso überhaupt noch so viele Enten da sind, ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass Anfang Dezember schon alle in Richtung Süden unterwegs sind und wir das Brot umsonst dabei haben.

5 Gedanken zu “Gefräßiges Geflügel

    • Überwiegend doch (zumindest in unseren Breiten – ihr wohnt ja ca. 800km weiter südlich, da mag es anders sein). Es gibt auch welche, die hier überwintern, aber das ist (bisher) eher die Ausnahme.

      Vor ein paar Jahren waren wir auch mal auf Winter-Wochenend-Spaziergang und der Meinung: „Heute sind die Enten bestimmt hungrig“ – es war keine einzige zu sehen.

      (Ich bin übrigens schwer beeindruckt, dass es bei euch schon Schnee gab, der sogar zum Schneemann-Bauen reichte. Und überlege gerade, ob ich „Kanga“ kaufe – weil ich ja immer sooo viel Zeit zum Nähen habe …)

  1. Hm, unsere Enten sind nun weg. Nein,nicht weggeflogen. Sie sollten mit umziehen, aber wir schaffen es nicht einen Stall zu bauen. Nun leben sie mit 16 weiteren Enten auf einem schönen Bauernhof. Sie werden NICHT gegessen. Das ist so ausgemacht.
    Robert hat da schon sehr geweint, aber es hilft ja nix. Er kann sogar im Frühling kommen und vielleicht „seine“ Ente wieder mitnehmen…..
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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