Was macht eigentlich die Haussuche?

Die Haussuche gestaltet sich nach wie vor schwierig: Es gibt sehr wenige Angebote, die meisten davon haben sehr hohe Preise und kommen trotzdem von der Lage oder dem Grundriss einfach nicht in Frage. Ja, uns ist klar, dass wir ein paar spezielle Ansprüche haben – aber sooo speziell nun auch wieder nicht. Wir würden gern hier im Ort bleiben, denn es gefällt uns hier – aber bitte auch mit passender Infrastruktur. Ab und zu werden Häuser (zu horrenden Preisen) angeboten, die (viel) näher an der Autobahn liegen als an der nächsten Bushaltestelle. Genau genommen: Autobahn in Blickweite und 2,5 km bis zur Bushaltestelle. Sorry, aber das geht nicht. Momentan wohnen wir sehr ruhig (meine Mutti behauptet: zu ruhig) und trotzdem zentral, das möchten wir natürlich ungern aufgeben. Gerade Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und Apotheke in Laufentfernung sind uns sehr wichtig.

In den Nachbarorten ist die Situation ähnlich oder man bewegt sich dann noch weiter von der großen Stadt weg, in der wir beide arbeiten und wo Saskia zur Schule geht. Da der beste Ehemann von allen und ich jetzt schon jeweils 1 Stunde Arbeitsweg (pro Richtung) haben, kommt das für uns nicht in Frage. Genauso wenig wie ein zweites Auto, um den Arbeitsweg dann komplett mit PKW zu erledigen, auch wenn das (je nach Tages- und Jahreszeit deutlich) schneller (aber nicht unbedingt entspannter) ginge als mit Bus und Bahn.

Bliebe noch die Möglichkeit, in die andere Richtung, also direkt in die große Stadt zu ziehen. Das würde uns einiges Zuständigkeitstheater mit der Schule und verschiedenen Ämtern ersparen, denn dann wären wir Stadtbewohner und Saskia nicht nur Gastschülerin, aber eigentlich wollen wir da gar nicht hin. Zumal in den netten Gegenden in der großen Stadt die Häuser noch teurer sind als im Umland.

Vielleicht sollten wir doch einfach bleiben, wo wir sind und das Beste daraus machen?! Wenn man in die Wohnzimmeraußenwand ein Loch schlägt und davor einen kleinen Flur, 2 Zimmer und ein Bad anbaut, hätten wir alles auf einer Ebene, könnten das derzeitige Schlafzimmer zum Gästezimmer machen, das Arbeits- und Kinderzimmer zum größeren Arbeitszimmer zusammen legen und alles wäre gut. Leider sagt der Bebauungsplan etwas anderes: Das Haus nutzt sowohl die Baugrenzen als auch die erlaubte Grundflächenzahl komplett aus. Wenn es um ’nen halben oder einen Meter ginge, ließe sich vielleicht etwas machen, sprach der Mann im Bauamt, den ich vorige Woche deswegen besuchte, aber 3,50m Anbau – das ginge nicht.

Tja, dann suchen wir wohl weiter.

8 Gedanken zu “Was macht eigentlich die Haussuche?

    • Wir haben beschlossen, nun doch das Thema „Dämmung der Keller- und Außenwände“ anzugehen, denn laut Murphy kommt das ideale Haus wahrscheinlich gerade dann, wenn wir anderweitig beschäftigt sind (und kein Geld mehr dafür haben).

      • Nee. Auch wenn das jetzt vielleicht versnobt klingt, bin ich ehrlich gesagt sehr froh darüber, im eigenen Haus zu wohnen. Zum einen, weil einem keiner rein redet und man sich nicht über Kleinigkeiten wie die Treppenhausreinigung o.ä. Kram streiten muss. Zum anderen, weil ich, wenn Saskia gerade mal wieder ihren Rappel hat und eine halbe Stunde brüllt wie am Spieß, ganz froh bin, keine unmittelbaren Nachbarn zu haben und mir andererseits auch niemand auf dem Kopf rumtrampelt, wenn ich meine Ruhe haben will. In Köln hatte ich einen Nachbarn über mir, der abends gern Musik machte und stundenlang Klavier spielte. Das ist eigentlich nicht schlimm, aber wennn es gar kein Ende nimmt, nervt es irgendwann. (Zumal die Musik, um mal Reinhard Mey zu zitieren, „zu leise [war], um sie richtig zu hör’n, aber grad laut genug, um mich richtig zu stör’n“.) In meiner Kindheit war es die Nachbarin über uns, die auch in der Wohnung immer Absatzschuhe trug, die den ganzen Tag „Klack – klack – klack“ zu hören waren. Woanders sind es die Nachbarn, die auf dem Balkon rauchen. Den Luxus des eigenen Hauses würden wir uns schon ganz gern weiterhin gönnen.

    • Der eine Meter wäre auch eher die tolerierte Abweichung beim Bau insgesamt, da ging es weniger darum, den anzubauen. Aber die Häuser hier sind damals exakt so gebaut worden, dass sie auf den B-Plan passen und kein Millimeter übrig bleibt. Und bei den Endreihenhäusern (wie eben unserem) hat man sogar daran gedacht, die GFZ entsprechend im Plan anzupassen.

      Anders aufteilen geht nicht, da hätte man zwangsweise Räume ohne Fenster – und zu wenig Platz, es sind ja nur 55m² im Erdgeschoss – da bringt man nicht Küche, Wohnzimmer, Kinderzimmer, Schlafzimmer, Bad, Flur und Treppenhaus unter. Jedenfalls nicht, wenn es rollstuhlgerecht sein soll.

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