Therapien

Mit Beginn des neuen Schuljahres starten auch Saskias Therapien wieder. Ergo- und Physiotherapie gab es gestern bzw. heute in der Schule, Logopädie dann gestern Abend. Die Termin-Häufung finde ich etwas unglücklich, mal sehen, ob sich da noch etwas ändern lässt.

Bei der Logopädin sagte Saskia wieder einmal kein eiziges Wort. Sonderlich überraschend fand ich das nicht, denn sobald mehr Personen als Mama und Papa in der Nähe sind, wird Saskia sehr schweigsam und braucht lange, bis sie auftaut. Es ist dann nur immer so schwer zu erklären, dass einen genau dieses Kind mit dem Dauergeplapper (insbesondere mit Dauerwiederholungen) innerhalb kürzester Zeit in den Wahnsinn treiben kann. Am Wochenende hatten wir wieder Situationen, wo Saskia mehrere Minuten lang irgendeinen Satz wiederholte, bis ich sagte, sie möge bitte damit aufhören. Das Ergebnis ist, dass sie dann „Aufhörne nee“ so lange wiederholt bis ich sage „Lass das!“ dann kommt natürlich minutenlang „Lasse nee“ und immer so weiter. Sage ich etwas, wird es verneint wiederholt. Sage ich dann etwas, ist der nächste Satz dran. Ab der 87. Wiederholung spüre ich eine gewisse Aggressivität.

Bei der Logopädin sagte sie jedenfalls nichts, diese sah das aber zum Glück locker und meinte, sie könne auch so mit Saskia arbeiten. Gestern interessierte sie erstmal Saskias Wortschatz. Anhand vieler Bilder in einem sehr dicken Hefter sollte Saskia zunächst bestimmte Gegenstände, Tiere und Personen auf den Bildern zeigen, dann waren Verben dran, danach die Adjektive und schließlich Präpositionen. Ich habe (noch?) keine detaillierte Auswertung bekommen, hatte aber den Eindruck, Saskia hat sich ganz gut geschlagen. Interessant fand ich, bei welchen Begriffen sie Fehler gemacht hat. „Kämpfen“ sollte sie auf einem Bild zeigen, das klappte nicht, „tauchen“ dagegen wusste sie (was mich etwas erstaunte). Bei der Auswahl zwischen einer schwimmenden, einer im Planschbecken sitzenden und noch einer dritten Person (ich hab’s vergessen), sollte sie „schwimmen“ zeigen und zeigte auf die Person im Planschbecken. Verzeihlich, finde ich. Die meisten Substantive konnte sie (statt „Zwiebel“ zeigte sie den Kürbis), die meisten Fehler waren Sachen, von denen ich denke „Damit kommt sie einfach selten in Berührung“ und die Präpositionen (über, unter, zwischen, …) waren auch etwas unsicher.

Zwischendurch hat sie begeistert gepuzzelt und auf dem Heimweg auch wieder geplappert.

3 Gedanken zu “Therapien

    • Ja, Nein, irgendwie schon. Aber da Saskia ja nach einiger Zeit auftaut, trifft es das laut Logopädin wohl nicht. Bei selektivem Mutismus sprechen die Kinder gar nicht mit anderen als den unmittelbaren Bezugspersonen. Saskia spricht schon, es dauert nur – länger als eine Therapieeinheit dauert 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s