Naturnahes Wohnen

Über der Tür im Bad sind ein paar Spinnenfäden. „Muss ich mal wegmachen.“, denke ich immer, wenn ich es sehe, vergesse es aber direkt wieder. Heute früh, als ich Saskias Sachen hinlegte, saß allerdings eine Spinne (genau genommen ein „Ganker“) darin und obendrein hörte ich ein empörtes Summen – da war doch tatsächlich eine Wespe ins Netz gegangen. Fand ich spanned, weil das Netz eigentlich nicht besonders stabil aussah, da sollte eine Wespe doch locker rauskommen. Das war aber scheinbar nicht der Fall. Ich entschied, dass die beiden das unter sich ausmachen und ich mich da nicht einmische.

Die Wespensaison ist leider noch nicht beendet. Jetzt, wo es draußen kühler geworden ist und drinnen die Heizung angeschaltet ist, haben die lieben Tierchen einen ziemlichen Drang, herein zu kommen. Bisher stand ich ja auf dem Standpunkt „Leben und leben lassen“ (und war der Meinung, die paar Tage halten wir nun auch noch durch), aber wenn ich schon vorm Frühstück 6 lebende und ca. 25 tote Wespen nach draußen befördern muss, hört der Spaß auf. Heute Nachmittag kommt also doch der Kammerjäger.

6 Gedanken zu “Naturnahes Wohnen

  1. Klaudia schreibt:

    Habt Ihr auch ein Wespennest? Wir haben eins unter einem Dachziegel und ich habe eigentlich auch gedacht, ich warte nun die paar Wochen noch ab… aber sie werden immer aktiver… selbst bei Regen fliegen sie! (direkt durch unser Dachflächenfenster…..)

    • Ja, außen unterm Flachdach. Da das aber nach innen nicht so richtig luftdicht verschlossen ist (es sind Paneele an der Decke und drüber ist Dämmmaterial), kommen sie auch rein. In den letzten 2 oder 3 Jahren waren immer mal welche im (ungenutzten) Kinderzimmer. Anfangs dachte ich, sie kommen durch die Tür. Dieses Jahr waren es sehr viele und seit es kühler wird nicht nur im Kinderzimmer, sondern auch im Bad, im Schlafzimmer, im Arbeitszimmer. Oft krabbeln sie halbtot auf dem Fußboden rum und ich habe ständig Angst, dass Saskia (die oft barfuß läuft) da mal reintritt.

  2. Da bin ich gespannt was der Kammerjäger macht … ich hatte vor drei Jahren ein Wespennest auf der Terrasse, zu meinen da ja noch kleineren Kindern drei Tageskinder dazu. Die Feuerwehr ist zuständig … bekam ich als Auskunft. Und was sagen DIE? .. das wäre nicht tragisch, da tun sie nichts, das wäre ja geschützt!
    Wir haben uns dann in einer kühlen Nacht selbst geholfen … der Feuerwehrmann sagte noch, dass man es vielleicht umsiedeln könnte. Hm, das haben wir getan, aber wohl nicht in seinem Sinn!
    (hoffentlich krieg ich da jetzt kein Ärger wenn ich das so öffentlich schreibe.)
    viele Grüsse
    Elisabeth

    • Wir hatten im ersten Jahr, in dem wir hier wohnten, eins im Schuppen. Da war Saskia gerade ein halbes Jahr und ich sah nicht ein, dass ich den ganzen Sommer mit meinem Kind den Garten nicht nutzen kann.

      Wir haben dann auch überall rumtelefoniert, Feuerwehr, Imker … keiner war zuständig. Letztlich blieb auch nur der Kammerjäger, der es entfernte. War wohl eindrucksvoll, sagte mein Liebster, der dabei war. Der Darf das aber auch nur, wenn es keine Wespenart ist, die unter Naturschutz steht und nur, wenn Gefahr besteht.

      In den folgenden Jahren haben wir die Nester (auch im Schuppen oder im Efeu an der Trennwand zum Nachbarn) meist recht früh gefunden und zerstört. Das ging recht gut. Dort oben unterm Dach hatten wir sicher auch schon welche, aber bisher hielt es sich einigermaßen in Grenzen. Eins haben wir zu spät entdeckt, das hat der beste Ehemann von allen – ohne mein Wissen und gegen meinen Willen – in Eigenregie entfernt. Er ist viermal gestochen worden.

      Diesmal wurde das Nest nicht entfernt (da kommt man nicht ran), sondern von außen ein für Wespen giftiger Staub reingeblasen, den sie ins Nest tragen und sich damit umbringen. Mal sehen, bisher fliegen sie noch aufgeregt rum.

  3. Ach ja … wie ist das denn nun seiddem mit Deiner Nase … und den Ohren? Immer noch sooo gross wie nach der Aktion damals?
    🙂
    Ganz im Ernst, ich mag sie nicht, diese Tierchen. Robert ist vor zwei Wochen einfach so in den Hinterkopf gestochen worden. Er hat nichts gemacht, sass wirklich still da. Solche Erlebnisse haben wir immer wieder … wie gesagt, ich mag sie nicht!
    schönen Sonntag
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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