(Garten-)Hausbau mit Hindernissen

Ich habe noch gar nicht über unsere Gartenhäuser berichtet – dann will ich das endlich mal nachholen.

Irgendwie war der Wurm drin. Nicht der Holzwurm (hoffe ich), aber es lief doch einiges anders als geplant.

Nachdem Anfang September der Anruf kam, die Häuser seien da, aber es wurden ein paar Bretter beschädigt, dauerte es immerhin nur ein paar Tage, bis Ersatz geliefert wurde. Am Mittwoch, dem 11.9. hieß es, nun sei alles da, man könne liefern. Die Aufbaufirma hatte allerdings in dieser Woche keine Zeit mehr, schließlich hatten sie schon vor 2 bis 3 Wochen damit gerechnet und nun andere Aufträge. Aber am Montag, dem 16.9. könne es losgehen. Ich nehme für Montag Urlaub und fahre am Samstag noch zum Baumarkt, um alles zu bezahlen.

Montag, 16.9.
Gegen 8:30 Uhr soll der LKW vom Baumarkt unsere Häuser liefern, die Aufbauer wollen zwischen 8 Uhr und 8:30 Uhr auftauchen, denn der LKW kann ja nicht bis zum Grundstück fahren, sondern liefert „frei Bordsteinkante“ – ca. 75m entfernt.

7:30 Uhr klingelt es – unsere Häuser sind da! 😮 „Ich lege das in die Parkbucht“ spricht der Mann. Ich gehe bei leichtem Nieselregen mit nach vorn und beobachte, wie zwei riesige Pakete abgeladen werden.

Haus_1

8:15 Uhr – Ein Aufbauer erscheint. Sein Kollege habe sich krank gemeldet, sagt er, er sei heute allein. Und das Holz läge dort ganz ungünstig, denn so bekäme er es (mit dem Hubwagen) ja nicht auf den Gehweg hoch. Außerdem sei vereinbart gewesen, dass 8:30 Uhr geliefert werde, dann hätte er es auch direkt in Empfang nehmen können. Na toll. Er fährt wieder los, um eine Palette zu holen. Kurz nach 9 ist er wieder da – mit Palette und der Nachricht, der LKW-Fahrer käme am Ende seiner Tour nochmal vorbei und hebe mit dem Kranausleger den ganzen Kram auf den Fußweg. Bis dahin packt er das obere Paket aus und fährt nun einzelne Bretter-Portionen zu uns in den Garten. Und es sind sehr viele Bretter. Wenigstens der Nieselregen hat inzwischen aufgehört.

9:45 Uhr – Der LKW-Fahrer hebt mit dem Kran die Pakete auf den Hubwagen, der auf dem Fußweg steht. Allerdings sind die Bretter zu lang, sie liegen nicht stabil und quer legen geht nicht, da der Weg zum Haus zu schmal ist. Der Fahrer klettert also auf den Stapel und bringt mit seinem Gewicht die Bretter in die Waagerechte. Der Aufbauer zieht am Wagen, ich schiebe von hinten mit und wir kommen bis an den Eingang zum ersten Haus, wo sich spontan ein Pflasterstein senkt und den Hubwagen etwa 5cm tiefer legt. Aufgesetzt. Rien ne va plus. Also nochmal Hubwagen raus, mit dem Kran das Paket zurecht schieben und irgendwann klappt es und wir kommen vorwärts.

Haus_2

Haus_4

Der Rest des Tages verläuft mit Bretter sortieren und Aufbau des Fußbodens ohne besondere Vorkommnisse. Am Nachmittag ist der Fußboden des ersten Hauses fertig, für den Aufbau der Wände fehlt der zweite Mann, aber um 16:30 Uhr kann man auch Feierabend machen.

Der beste Ehemann von allen und ich sortieren am Abend mehrere hundert Schrauben, die leider alle in einer Tüte geliefert wurden.

Dienstag, 17.9.
Zu zweit wird eifrig gebaut, während wir arbeiten gehen. Am Ende des Tages steht das erste Haus, wenn auch noch ohne Tür. Ich beeile mich, es mit Holzschutz zu streichen, denn es sieht schon wieder nach Regen aus.

Haus_5

Mittwoch, 18.9.
Es regnet in Strömen, also Pause auf der Baustelle.

Donnerstag, 19.9.
Am Nachmittag steht auch das zweite Haus. Während ein Mann auf dem Dach herumklettert, streiche ich die Wände und schaffe es zumindest einigermaßen, vor dem nächsten Regen (und der Dunkelheit) fertig zu sein.

Freitag, 20.9.
Am Morgen regnet es und als das Wetter sich bessert, ist es zu spät. Also wieder Baupause.

Montag, 23.9.
Man versichert mir, heute würde alles fertig – egal, wie lange es dauert. Das ist doch ein Wort. Bis auf ein bisschen Silikon ist am Abend tatsächlich alles fertig. Ich streiche eilig alles, was noch zu streichen ist, denn es nieselt schon wieder.

Insgesamt hat es viel länger gedauert und war mit viel mehr Arbeit verbunden, als ich gedacht hatte. Es wurde unheimlich viel gesägt. Wieso eigentlich? Ich hatte mir das als großes Puzzle vorgestellt, das nur zusammen gesetzt werden muss. Ich bin sehr froh, dass wir es nicht selbst versucht haben. Dass sich alles so weit in den Herbst gewogen hat, hat mich sehr genervt. Bei dem Regen hatte ich Angst, dass uns das (unbehandelte) Holz bereits vergammelt, bevor alles aufgebaut ist. Und das, wo vorher hier wochenlang traumhaftes und trockenes Wetter war.

Haus_6

Am Freitag kommt (hoffentlich) der Elektriker, um uns Strom für Licht und Steckdosen in die Hütten zu legen und dann können wir endlich, endlich wieder einräumen.

Ein Gedanke zu “(Garten-)Hausbau mit Hindernissen

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