Elterngespräch

Schon wieder ist ein halbes Jahr Schule rum – Zeit für ein Förderplangespräch in der Schule.

Was uns über Saskia erzählt wurde, war größtenteils erfreulich. Sie hat zwar auch dort ihre zickigen Phasen und manchmal verweigert sie Aufgaben auch komplett (besonders der Morgenkreis ist wohl nicht so ihre Sache), wenn sie aber etwas macht, dann arbeitet sie auch konzentriert und muss dann überredet werden, in die Pause zu gehen. „Musse ferti mache“, kenne ich von zu Hause ja auch, wenn wir zum (Abend-)Essen rufen, in der Schule will sie dann unbedingt die Arbeitsblätter fertig machen. (Na gut, es gibt schlimmeres.) 😉

Die Arbeitsblätter bekamen wir dann auch zu sehen und so weiß ich jetzt, dass Saskia die Zahlen 1 bis 6 als Ziffern und Würfelbilder kennt und im Prinzip auch schreiben kann. Und dass zu den im ersten Schuljahr gelernten Buchstaben U, L und A im zweiten Schuljahr bisher nur das I dazu gekommen ist. (Irgendwie erschreckt mich das immer wieder, wie extrem langsam das voran geht. Klar braucht Saskia viele, viele Wiederholungen, aber ein einziger Buchstabe in einem halben Jahr?!)

Sprachlich ist sie in der Klasse nach wie vor sehr zurückhaltend. In den Einzel-Therapiestunden ist sie deutlich gesprächiger. Und auch im Spiel mit einem ihrer neuen Klassenkameraden taut sie auf – so sehr, dass er wohl neulich gesagt hat: „Saskia, darf jetzt ich auch mal was sagen?“ 😀 Insgesamt scheint ihr dieser Junge wirklich gut zu tun, das freut mich wirklich sehr.

Zwei Kunstwerke bekamen wir auch zu sehen. Den Baum hat sie angeblich komplett ohne fremde Hilfe gemalt, das Lieblingstier wurde mit Hilfe einer Schablone hergestellt.

Baum

Lieblingstier

5 Gedanken zu “Elterngespräch

  1. So viel schöne Neuigkeiten auf ein Mal. Herrlich! Das mit den Buchstaben geht wirklich etwas langsam. Hier wird mit Wörtern gelernt. Die Buchstaben werden schon auch einzeln geschrieben, in allen möglichen Farben, Grössen etc. Aber immerwieder Wörter, die Robert dann auch wiedererkennt, und obwohl er zum Beispiel den Buchstaben „X“ noch nicht zu schreiben gelernt hat kennt er ihn, liest „Hexe“ und sagt auch, wenn er andere Wörter irgendwo sieht: Da ist ein „x“ dabei …
    Saskia schreibt doch auch ihren Namen, oder? Habt Ihr das schon mal ausprobiert. Und wenn ja, dann kennt sie doch auch diese Buchstaben, da kann man doch was draus machen.
    (Ich will mich aber nicht einmischen, so aus der Ferne, nicht falsch verstehen)
    Die Bilder gefallen mir, der Baum ist super .. und sooo schwarz!
    liebe Grüsse
    Elisabeth

    • Nein, ihren Namen schreibt sie leider nicht. Mit viel, sehr viel!, Überredungskunst kann man sie mal dazu bringen, dass sie es überhaupt versucht, mit geführter Hand. Das passiert aber einmal in drei Monaten, oder so…

      Sie las mir zumindest vorgestern früh drei Buchstaben auf meinem Pullover vor (ein I, ein A, ein S – also durchaus alle aus ihrem Namen), aber von Selber-Schreiben ist sie sehr weit entfernt.

      Viele Grüße
      ‚Locke‘

  2. vielesommersprossen schreibt:

    Muß beim lesen grinsen. Sie hat halt auch Ihr Köpfchen 🙂 Wobei es in echt sicher manchmal nicht lustig ist, aber auf alle Fälle sehr normal. Der Baum ist klasse. Im Frühjahr malt sie ihn dann nochmal in grün.

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