Getrennte Betten

Als wir in unser Haus zogen, war Saskia ein halbes Jahr alt und schlief im Gitterbett mit bei uns im Schlafzimmer. Das passte ganz gut, denn das Kinderzimmer war ohnehin noch nicht fertig renoviert und wurde ja noch nicht unmittelbar benötigt. Irgendwann räumten wir auf, ich strich die Wände (hellblau mit weißen Wolken) und das Zimmer war zwar leer, aber eigentlich bezugsfertig. Dann begannen die Anfälle und an einen Umzug ins Kinderzimmer war nicht zu denken. Denn Saskia musste ständig überwacht, beruhigt oder wieder hingelegt werden.

In einer nicht ganz so schlechten Phase dachte ich darüber nach, sie doch mal zum Umzug zu überreden. Ich brachte ein hübsches Wandtattoo (mit Eule) an und stellte ein Bett (genauer gesagt eine Polsterliege) in die Nische. 2m lang, 1,20m breit, damit Saskia nicht im Falle eines Anfalls aus dem Bett fällt und dann hinter der (nach innen zu öffnenden) Zimmertür liegt, damit man sich abends zum Lesen mit ihr dorthin kuscheln kann und weil diese Größe eben genau in diese Ecke passte. Allerdings verschlimmerten sich dann die Anfälle und so schlief Saskia weiterhin im Schlafzimmer – noch immer im Kinderbett, inzwischen ohne Gitter, aber noch lange mit Rausfallschutz.

Am Sonntag Morgen erzählte sie, ihr Bett sei zu eng. Da hat sie recht, 70 x 140 cm sind für ein Kind mit 1,33m Größe schon etwas wenig. „Dann musst du im Kinderzimmer schlafen.“ sagte ich zu ihr, woraufhin Saskia sofort Bettdecke und Kopfkissen ins Kinderzimmer trug. 😉

Wir haben schon manchmal morgens auf der Liege im Kinderzimmer gelegen und gelesen, geschlafen hatte Saskia dort noch nie. Am Sonntagabend ging sie aber ohne Probleme ins neue Bett, war zwar immer mal unruhig und irgendwann zog Papa zu ihr, sie blieb aber im neuen Bett. Auch in den folgenden Nächten. Gestern Abend stand sie allerdings plötzlich mit dem Kopfkissen in der Hand in der Kinderzimmertür und erklärte, im „neuen Bett“ schlafen zu wollen. Unsere Erklärung, dass das doch das neue Bett sei, überzeugte Saskia nicht – sie zog wieder ins kleine Bett im Schlafzimmer.

Na ja, vielleicht finde ich so wenigstens noch Zeit, all die Kartons und den Kram, der seit Jahren im (eher als Abstellkammer genutzten) Kinderzimmer steht, weg zu räumen. Und wir könnten uns Gedanken machen, was wir mit dem entstehenden freien Platz im Schlafzimmer machen (wo momentan noch das Kinderbett steht) 😉 Etwas mulmig ist uns Eltern auch noch bei dem Gedanken, dass zwischen ihrem Zimmer und unserem Schlafzimmer die (Stein-)Treppe nach unten ins Erdgeschoss führt.

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