Kompliziert

Danke erstmal für die vielen Tipps zum Thema Hausbau – ich hoffe, wir werden sie nutzen können. Zwischenzeitlich war ich ja schon so weit, dass ich gesagt habe: „Klar, lass uns morgen den Makler anrufen und das Grundstück kaufen.“ Derzeit ist das wieder etwas unsicherer, weil wir noch nicht wissen, was überhaupt geht.

Das örtliche Bauamt hat die Aussage des Maklers bestätigt, dass der Bebauungsplan nicht mehr gilt. Damit gilt nun also §34 Baugesetzbuch, was ja prinzipiell mehr Freiheiten lässt als der B-Plan. Allerdings müssen wir uns natürlich an die üblichen Gegebenheiten anpassen und damit landen wir dann doch wieder ungefähr dort, wo wir auch mit B-Plan wären. Mit allen Zimmern, die idealerweise im Erdgeschoss liegen sollen, könnte das schon (buchstäblich) eng werden, aber notfalls müsste halt doch das Arbeitszimmer nach oben – das wäre alles machbar.

Momentan hängt es an der Erschließung. Das örtliche Bauamt und das übergeordnete Bauamt in der Kreisverwaltung sind sich nämlich noch nicht ganz sicher, wie bzw. von wo die Grundstücke erschlossen werden (können). Die Straße, zu der sie bisher komplett gehören, scheidet aus, denn dort stehen im Wechsel immer Garage – Doppelhaus – Garage – Garage – Doppelhaus … da ist keine Luft für Durchgänge und buddeln kann man da auch nicht. Also bliebe nur die Straße, in der wir jetzt wohnen und zu der der hintere Grundstücksteil wohl auch künftig gehören würde. Allerdings muss hier erst „geprüft werden, ob alle erforderlichen Leitungen (Gas, Wasser etc.) bereits in der Straße liegen“. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Wenn das nämlich nicht der Fall ist, haben wir ein Problem. Ohne Erschließung keine Baugenehmigung. Und ohne Baugenehmigung würde das Grundstück nur zum teuersten Schrebergarten aller Zeiten. Klar, irgendwo liegen Leitungen – zumindest auf der anderen Straßenseite ein paar hundert Meter weiter (denn wir haben ja Gas, Wasser und Strom) – aber wenn man bis hierher aufgraben müsste, würde das ein teures Vergnügen. Und ich habe meine Zweifel, dass die Stadt das dann aus purer Menschenfreundlichkeit tun würde.

Ich habe keine Ahnung, wie lange diese Prüfung dauert und wer sie voran treibt – denn bisher scheint (außer uns) dort noch niemand bauen zu wollen. Beim Bauamt empfahl man uns, einen Antrag auf Vorbescheid zu stellen, aber auch dafür bräuchten wir ja erstmal konkrete Pläne, die wir noch gar nicht haben. Da beißt sich die Katze dann ein bisschen in den Schwanz.

Der Makler drängelt ein bisschen, was mich ärgert, denn schließlich geht es um viel Geld. Andererseits habe ich Angst, dass andere nicht so lange zögern und das Grundstück dann doch ganz schnell weg sein könnte. Komplizierte Geschichte.

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