Dramaqueen

Das hatten wir ja lange nicht: An unserem Saskia-freien Donnerstag-Abend verabschieden wir uns von ihr und ihrer Betreuerin und gehen zur Haustür. Saskia läuft uns nach und versperrt den Weg. Nach ein bisschen Diskussion, nochmal Knuddeln und verabschieden, schiebt sie uns zur Tür raus. Der beste Ehemann von allen schnappt sich die Mülltonne, die mit an die Straße muss, ich bringe noch was in den gelben Sack und als ich mich wieder rumdrehe, steht Saskia tränenüberströmt mit weit aufgerissenem Mund an der offenen Tür.

Ähmm? Was ist das denn? Normalerweise spielt und lacht sie mit ihrer Betreuerin und verabschiedet uns eher nebenbei. Und nun plötzlich ein großes Drama? Ich habe sie dann in den Arm genommen, mich nochmal verabschiedet, ihr noch einen schönen Abend gewünscht, aber so richtig beruhigt hat sie sich nicht. Wir sind dann also schweren Herzens aufgebrochen.

Als wir gut 2 Stunden später wieder heim kamen, war alles in Ordnung und Saskia schlief inzwischen.

Heute früh erzählte sie, sie wolle auch mit tanzen gehen. Können wir durchaus gelegentlich machen, aber bestimmt nicht jede Woche. Ich hoffe, das gestern war eine einmalige Sache.

2 Gedanken zu “Dramaqueen

  1. Ach, andererseits find ich das ganz rührend. Das ist sicher auch ein gewisser Entwicklungs-Prozess. Der Niklas weint mir nie nach. Bleibt gerne bei (ihm sympathischen) anderen. Klar, er freut sich, wenn wir wieder da sind. Aber so eine „bitte-bleibt-hier-Stimmung“ kommt nie auf, wenn wir gehen. Manchmal wünsch ich mir das….
    Aber eine Frage: der freie Abend ist EURER. Ihr kriegt das sicher hin, das das so bleibt. Ist ganz, ganz wichtig.
    liebe Grüsse
    Tanja

    • Saskia hatte das zu Kindergarten-Zeiten ab und zu mal, aber in letzter Zeit schon ewig nicht. Das letzte derartige Erlebnis hatten wir, als sie (mangels Betreuerin) mal mit beim Square Dance war und absolut nicht akzeptieren konnte, dass sie mal (mit anderen) sitzen bleiben und zugucken sollte. Inzwischen war sie ein paar Mal dabei und das war auch OK – heute Nachmittag wäre eine Veranstaltung, bei der wir noch überlegen, ob wir (alle) hingehen oder ob wir es lassen.

      Ende Mai soll Saskia mal ein Wochenende in Kurzzeitpflege, da wäre es doof, wenn sie sich jetzt solche Sachen angewöhnen würde.

      Was genau war jetzt deine Frage? 😉

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