Innere Unruhe

Vorige Woche haben wir es dann doch gewagt und Saskia bekam nun endlich ihre noch fehlende Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Impfung. Das war am Donnerstag. Seitdem bin ich unruhig, weil ich nicht weiß, ob diese Impfung Folgen in Form von Fieber und eventuell dadurch ausgelöste Anfälle hat.

Das ist schon ein sehr blödes Gefühl. Statistisch gesehen ist der Zeitraum vom 7. bis 10. Tag nach der Impfung am gefährlichsten, es kann aber auch nach 3 Wochen noch zu einer Impfreaktion kommen. Am Dienstag (Tag 6) war Saskia in der Ferienbetreuung wohl deutlich ruhiger als sonst. Als wir auf dem Heimweg an einem Spielplatz (gegenüber von Papas Büro) vorbei kamen und Saskia aus dem Auto stieg, fühlte sie sich sehr warm an. Sie bekam also eine Tablette gegen das Fieber und der beste Ehemann von allen beschloss, diese Nacht im Kinderzimmer zu schlafen, falls in der Nacht etwas sein sollte. Wir maßen abends und am nächsten Morgen nochmal die Temperatur – die lag allerdings konstant um 36.5 °C im Ohr, so dass wir darauf verzichteten, weitere Medikamente zu geben.

Das ist ja auch so eine Sache: Einerseits heißt es: „Alles kein Problem, Saskia darf ganz normal geimpft werden.“ Andererseits empfiehlt der Neurologe „großzügige Gabe“ von fiebersenkenden Mitteln und vorbeugende Gabe eines zusätzlichen Antiepileptikums. Letzteres allerdings in einer Dosis, die uns schlucken ließ. Denn wenn wir das so durchgeführt hätten, hätten wir nach einer Woche entweder heftigen Entzug oder ein Medikament, das wir (um eben diesen Entzug und die damit verbundenen Anfälle zu vermeiden) nicht absetzen können. Wäre ja nicht das erste Mal. Ja, und nun? Lieber ein Medikament geben, das vielleicht unnötig wäre und auf Nummer Sicher gehen – mit dem Risiko des Gewöhnungseffekts? Oder lieber kein Medikament geben und abwarten – damit aber gegebenfalls Anfälle riskieren?

Wir entschieden uns für Letzteres – und für den Notfall habe ich sowohl Ibuprofen als auch Rivotril in der Handtasche. Und ein blödes Gefühl im Bauch.

Der gestrige Tag war (trotz leicht geröteter Augen) dann ein Stück besser. Fiebrig fühlte sich Saskia jedenfalls nicht an und sie war auch wieder etwas lebhafter. Heute früh plapperte sie im Auto so viel, dass zumindest von „sie war heute so ruhig“ nicht die Rede sein kann.

Richtig aufatmen werde ich wohl erst Ende nächster Woche.

3 Gedanken zu “Innere Unruhe

  1. Ich kann es so gut verstehen. Es geht uns auch so, Robert sollte nochmal eine Zeckenimpfung bekommen …
    alles Gute, ich drück die Daumen, dass einfach gar nichts passiert
    herzliche Grüsse
    Elisabeth

  2. nachdem ich jetzt ständig drum rumschleich, doch ein Kommentar: wollt nur sagen, dass ich an euch denke und hier seit vorgestern wieder dauern eine Kerze für euch brennt – und natürlich gedrückte Daumen, wie die von Elisabeth

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