Traumhaus – in falscher Lage

Gestern haben wir ein Haus besichtigt, das nahezu perfekt passen würde. Leider steht es aber an der falschen Ecke des Ortes: Einerseits grenzt das Grundstück an eine sehr stark befahrene überregionale Straße (und ich glaube, dass es kein Zufall war, dass der Makler von sich aus einen Besichtigungstermin am Sonntag Vormittag anbot), andererseits ist die Busanbindung in Richtung große Stadt, wo wir ja arbeiten, doch ziemlich dürftig. Die reine Fahrtzeit würde sich (wenn alles passt) um ca. 5 Minuten verlängern – das klingt nicht viel, aber es läppert sich (und unsere Arbeitswege sind jetzt schon sehr grenzwertig – es muss nicht noch mehr werden). Obendrein wären wir deutlich unflexibler: Wenn der beste Ehemann von allen (der nachmittags meist den ÖPNV benutzt) derzeit den Bus verpasst, kommt 10 Minuten später der nächste. Bei diesem Bus wären es 60 Minuten (2 Stunden am Tag gibt es, in denen 20-Minuten-Takt gilt).

Dazu kommt, dass auch Wochenmarkt, Ärzte, Apotheken und Supermärkte nicht mehr fußläufig erreichbar wären. Und das ist mir nach wie vor sehr wichtig, auch wenn es dadurch, dass wir nicht mehr auf den Rollstuhl angewiesen sind, nicht mehr überlebenswichtig ist. Wenn das Haus ein Stückchen zentraler stünde, hätte ich sofort einen Notartermin vereinbart.

3 Gedanken zu “Traumhaus – in falscher Lage

  1. Das heisst also weitersuchen. Anstrengend ist das. Wie geht es Euch im Haus jetzt. Habt Ihr da immer eine leichte „Abschiedsstimmung“?
    Eine Freundin sucht auch schon fast zwei Jahre und da hör ich oft: „Das machen wir hier nun nicht mehr … ach, das kann der nächste Besitzer ändern!“ usw. Sie sagt nun mittlerweile selber, dass es gar nicht gut ist weil sie im Kopf schon lang aus diesem Haus weg ist …. Die beiden haben keine Kinder mehr zu Hause, wollen sich verkleinern, doch bei der Entwicklung auf dem Häusermarkt kostet ein kleines Haus inzwischen viel, viel mehr als das Grosse jemals gekostet hat.
    Das ist im ganzen Land inzwischen ein ungutes Thema, diese Entwicklung auf dem Immobilienmarkt.
    liebe Grüsse und alles Gute für Saskia. Helfen die Tropfen?
    Elisabeth

    • Ja, uns geht es auch so. Es gibt einige Sachen, die eigentlich gemacht werden müssten. Größere wie die Bad-Erneuerung (wir haben noch Fliesen in beige und Sanitärobjekte in „curry“), aber auch kleinere Renovierungsarbeiten, wo man sich fragt: „Lohnt sich das noch?“ Der Balkonfußboden ist undicht und unten drunter bröckelt deshalb der Putz – das müsste gemacht werden, aber … Momentan zickt unser Kühlschrank (ja, genau dieser!) und ich frage mich, was passiert, falls er irgendwann komplett ausfällt. Dann wäre nämlich eine komplett neue Küche fällig, denn in die dann entstehende Lücke würde auch nichts anderes passen. Ich hoffe also, er funktioniert noch, so lange wir hier wohnen.

      Die Augentropfen helfen, aber Saskia findet sie superdoof.

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