Urlaubs-Fotos – Teil 1

Ein paar Fotos gibt es natürlich auch aus unserem Urlaub.

Wir wohnen ja hier auch im Flachland, aber das Land hinterm Deich ist irgendwie noch tausendmal flacher als hier. Ich glaube, hier kann man die Gäste schon sehen, wenn sie noch 1-2 Tage entfernt sind.

Die Windräder sind nur wenige Tagesreisen entfernt

Beim allerersten Spaziergang hatte Saskia das alte Boot entdeckt und erklettert …

Oh Käpt'n, mein Käpt'n!

Alle Tage wieder ...

… von nun an verging kein einziger Tag, an dem sie nicht auf dieses Boot geklettert wäre. Nicht ganz leicht für zusehende Eltern, sie dort oben spielen zu sehen. Es gab etliche (lockere) Schrauben, abgebrochene Holzstücke, zerbrochene Planken und sooo sicher ist Saskia dann eben doch nicht auf den Füßen. Es funktionierte allerdings gut – egal, ob sie allein spielte oder inmitten von anderen Kindern oder mit uns Erwachsenen. Die größte Schwierigkeit bestand meist darin, Saskia zu überzeugen, sich mal wieder von dem Kahn zu trennen. Dann musste regelmäßig erst der (virtuelle) Motor abgeschaltet und das Schiff „geparkt“ werden.

Spaziergänge auf dem Deich führten früher oder später immer an Schafen (unten) vorbei … und an Schäfchenwolken (oben im Bild 😉 )

Unten Schäfchen, oben Schäfchenwolken

Schafe

Noch mehr Schafe

Besonders zutraulich waren sie allerdings nicht – sobald man ihnen zu nahe kam, hauten sie ab.

"Saskia, mach die Mäh ma Ei"

Die Heuler sollten gar nicht zutraulich sein, denn schließlich werden sie nach wenigen Wochen wieder ausgewildert. Trotzdem hatte ich bei der Fütterung der Raubtiere den Eindruck, sie würden den Pflegerinnen und Pflegern am liebsten in die Gummihose kriechen. 190 kleine Seehunde verursachen ein ganz schönes Gewusel.

Volles Haus in der Seehundstation

Blick vom Turm der Seehundstation

Ein paar Kegelrobben und Seehunde wohnen allerdings aus verschiedenen Gründen dauerhaft in der Seehundstation und durften zeigen, was sie können. Beispielsweise „ihr“ jeweiliges Symbol in einer Reihe von Symbolen erkennen, sich Kopfhörer aufsetzen oder sich untersuchen lassen usw. Dafür gab es dann auch eine Extra-Portion Fisch.

Kegelrobbe

Kegelrobbe

Im „Haus des Kurgasts“ gab es nicht nur eine Bibliothek (sehr praktisch, wenn das Töchterlein ihre Spieletasche selbst packen will und entgegen ihrer Behauptung keinerlei Bücher eingepackt hat), sondern auch diverse Angebote zum Zeitvertreib. „Brandmalerei“ haben wir uns dann mal näher angesehen. Das Brettchen ist ein Gemeinschaftswerk von Saskia und mir. (Sie hat deutlich länger durchgehalten und mitgemacht als ich befürchtet hatte.)

Frühstück

Puppentheater wurde ebenfalls einmal pro Woche angeboten – und Saskia war von Räuber Hotzenplotz und Hexe Wackelzahn ziemlich beeindruckt.

Räuber Hotzenplotz

Dass sie nicht baden gehen wollte, überraschte mich nicht – so schwarz-braun, wie das Wasser aussah, lud es nicht gerade zum Bade. Aber die Matsche-Pampe, die sollte doch eigentlich auf Saskia einladend wirken, dachte ich. Das war aber zunächst nicht so. Sie erzählte, sie traue sich nicht, sie wolle nicht und das sei doof und wagte nur vorsichtig ein paar Schritte durchs Watt.

Watt - noch etwas suspekt

Kurz vor Urlaubsende buchten wir dann aber trotzdem die „Kinderwattwanderung“. OK, wenn ich gewusst hätte, dass das solch ein Massentourismus ist, hätte ich mir das Geld gespart:

Massentourismus im Watt

Der Wattführer war mit dem größten Teil der Gruppe sonstwo, Saskia meckerte und motzte vor sich hin und Papa war der Verzweiflung nahe und dachte bereits ans Umkehren. Die Krabbe (hier nicht im Bild) und den Wattwurm fand Saskia dann doch einigermaßen interessant …

Wattwurm

… und irgendwann fing sie an, mit viel Begeisterung Muscheln (und ganz viel Schlamm) in ihr Eimerchen zu schaufeln. Die nächste Schwierigkeit bestand dann darin, sie zum Aufhören zu überreden.

So macht es Spaß

Wattwander-Füße

Einige Abende verbrachten wir auf dem Deich und ließen Drachen steigen. Saskia machte das ziemlich gut – wenn man davon absieht, dass ich einen unserer Drachen mit viel Mühe und Hilfe eines fremden Mannes und seines Sohnes aus einem Baum bergen musste, nachdem Saskia die Schnur bei recht starkem Wind nicht fest genug gehalten hatte. Ist schon spannend, wie weit so ein Drachen dann noch fliegen kann, ohne irgendwo hängen zu bleiben und wo er dann schließlich doch hängen bleibt.

Drachen

Saskia beim Drachensteigen

Schöne Sonnenuntergänge gab es natürlich auch. Meist verschwand die Sonne allerdings nicht im Meer, sondern hinter den Wolken.

Sonnenuntergang an der Nordsee

Unseren letzten Urlaubstag an der Nordsee verbrachten wir auf einem Bootsausflug zu den Seehund-Sandbänken und sahen uns die Tierchen mal in freier Wildbahn an. Sehr eindruckvoll, wie viele Seehunde da so völlig unbeeindruckt von uns in der Sonne lagen.

Seehunde

Seehunde auf Sandbank

Unser Abreisetag begann mit heftigem Regen – so fiel der Abschied nicht schwer.

Das nächste Mal dann vielleicht doch lieber Ostsee. Oder eher Berge?!

6 Gedanken zu “Urlaubs-Fotos – Teil 1

    • Ich glaube, dann sollten wir mal die Gegend tauschen 😉 Ich bin immer ganz neidisch auf deine Fotos.

      Wirklich eingesperrt sind die Schafe durch die Steine übrigens nicht. Die klettern da problemlos drüber, wenn sie wollen.

  1. Ein schöner Post mit so tollen Fotos! Ich war noch nie wo „wo man die Gäste schon Tage vorher kommen sieht!“ klingt lustig!
    Die Bilder gefallen mir gut. Saskia hatte also genug zu tun, und das ist schon mal was. Ich kann noch immer staunen, wenn ich sie z.B. oben auf dem Schiff sehe. Diese Entwicklung! Einfach zum freuen!
    herzliche Grüsse
    Elisabeth

  2. Hesting schreibt:

    Da wart Ihr aber nah an den Seehunden dran. So nah sind wir ihnen bei der Hafenrundfahrt in Cuxhaven nicht gekommen. Oder habt Ihr durch das Fernglas fotografiert? 😉
    An dem einen Morgen drei Tage später, an dem ich (ungeplant) in Cuxhaven statt in Hamburg erwachte, ging die Sonne leider auch hinter den Wolken auf.

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