Ganz schön anstrengend

Ich weiß gar nicht, ob es in Curaçao auch ein Leben nach Sonnenuntergang gibt – wir sind abends regelmäßig derart kaputt, dass wir beizeiten in den Betten landen. Gestern Abend bin ich schon mehrfach eingeschlafen, als ich mit Saskia noch ’ne Conni-Folge auf dem Tablet geguckt habe – und da war es gerade mal halb 9. Eine halbe Stunde später war ich im Tiefschlaf (und jetzt seit 4:30 Uhr wach). Das Klima hier schlaucht ganz schön. Im Moment (es ist Donnerstag kurz nach 6 Uhr morgens) sitze ich bei 28°C im Nachthemd auf dem Balkon, höre dem Meeresrauschen zu und beobachte, wie der Himmel erst rosa und jetzt allmählich hell wurde. Der untere Bereich ist eigentlich immer bewölkt, so dass von Sonnenauf- oder -untergang wenig zu sehen ist. Abends ist gegen 18:30 die Sonne plötzlich weg und dann ist es auch schlagartig stockdunkel. Sehr faszinierend. Die Temperatur sinkt leider auch nach Sonnenuntergang nur minimal – von ca. 32°C (im Schatten) tagsüber auf ca. 28°C nachts.

Aber das interessiert euch vermutlich gar nicht so brennend. 😉

Die ersten 3 Tage „delfinunterstützte Therapie“ liegen hinter uns. Wir haben eine etwas ungünstige Therapiezeit erwischt, nämlich 13 bis 15 Uhr. Das macht Ausflüge etwas schwierig, da der Tag eben doch ziemlich zweigeteilt ist. Andererseits: Bei den gefühlten 40°C, die gestern hier offiziell herrschten, ist ohnehin alles zuviel, was außerhalb klimatisierter Räume oder im Schatten bei leichtem Wind stattfindet.

Am Montag gab es vor Beginn der eigentlichen Therapie ein halbstündiges Gespräch zwischen uns Eltern und dem Therapeuten. Saskia war in dieser Zeit mit einer Praktikantin unterwegs. Das Therapeuten-Team besteht aus Deutschen und Holländern in den verschiedensten Fachrichtungen. Saskias Therapeut ist ein Psychologe aus Holland. Und irgendwie habe ich beim Gespräch mit Psychologen ja immer das Gefühl, ich bin schlecht vorbereitet auf irgendwelche Fragen („Was wollen Sie in den zwei Wochen hier erreichen? Nennen Sie bitte 3 konkrete Ziele.“ – Uff.) und ich mache eigentlich alles falsch. Nein, das trifft es nicht ganz, aber es bleibt ein Gefühl der Unzulänglichkeit – beispielsweise bei der Frage nach der Freizeitgestaltung und nach Freunden. Verhindern wir, dass Saskia Freunde findet, weil sie einfach zu wenig Gelegenheit dazu hat?

Nach dem Gespräch begann die eigentliche Therapie – zunächst in einem Therapieraum, ca. eine halbe Stunde später ging es dann zum „Dock“ – der schwimmenden Plattform, wo der Therapieteil mit Delfin stattfindet. Neben Saskia und dem Therapeuten ist dort eine Delfintrainerin und eine Praktikantin anwesend. Wir Eltern sitzen auf der anderen Seite des „Beckens“ (mir fehlt ein passender Begriff dafür) und können das Geschehen aus der Entfernung beobachten.

Nachdem Saskia mir vor der Reise erklärt hatte, sie wolle nicht in den Urlaub fliegen und am Montag Vormittag zum Thema Delfin-Therapie noch sagte: „Ich will nich. Mir is das anstrengend.“, war sie dann doch recht schnell dabei, den Delfin zu streicheln und mit ihm zu „arabeiten“.

Nach ca. einer Stunde auf dem Dock ging es zurück an Land, wo es noch eine Therpieeinheit und eine Nachbesprechung gibt.

… Fortsetzung und Fotos später … es ist 6:48 Uhr und ich bekomme Besuch auf dem Balkon 😉

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