Haussuche abgebrochen

Vor ein paar Tagen überraschte mich der beste Ehemann von allen mit der Aussage, er habe es satt, dass wir jede Menge Zeit mit der Haussuche verplempern – wir sollten lieber zusehen, dass wir unser ziemlich chaotisches Haus hier mal in den Griff bekommen. Er sei dafür, die aktive Haussuche zu beenden (falls uns irgendjemand unser Traumhaus anbiete, könnten wir das ja trotzdem ansehen) und lieber das vorhandene Haus auf Vordermann zu bringen.

Ich gebe zu, ich bin etwas hin und her gerissen. Einerseits habe ich den Gedanken durchaus auch schon gehabt, denn ich wohne gern hier und habe so gar keine Lust umzuziehen. Andererseits gibt es ja Gründe für unsere Haussuche – auch wenn die im Moment nicht ganz aktuell sind. Abgesehen von der (derzeit nicht unbedingt erforderlichen) Rollstuhltauglichkeit ging es ja auch um Dinge, die uns hier seit längerem stören – die kalte Ostwand, das schlecht gedämmte Flachdach, immer entstehende Stockflecken an den Außenwänden, das relativ kleine Kinderzimmer … und um Dinge, die mich gelegentlich stören – wie die fehlende Garage oder das „Gästezimmer“ im Keller. Manches müsste „gemacht“ werden: das große Bad, der Balkonfußboden, die Heizung, das Treppenhaus, die Küche – und unsere Erfahrungen mit der Motivation der Handwerker sind nicht die besten. Entweder, sie haben gar keine Zeit oder sie kommen zur Besichtigung und lassen nie wieder von sich hören.

Bei einigen Dingen wünschte ich mir, wir hätten es vorm Einzug gemacht (das 70er-Jahre-Bad beispielsweise), weil es im bewohnten Zustand einfach nicht witzig ist (wenn man denn endlich jemanden gefunden hat, der den Auftrag haben will).

Nun gut, versuchen wirs.
(Wahrscheinlich wird uns unser Traumhaus angeboten, wenn wir in unser derzeitiges Haus sowiel Geld investiert haben, dass wir uns das andere nicht mehr leisten können.)

Zunächst mal müssen die beiden Obstbäume (Kirsche und Apfel) vorm Haus weg. Die Kirsche wächst uns buchstäblich über den Kopf und macht uns leider den Weg kaputt. Da wir vor ca. 3 Jahren den Kampf gegen die Kirschfruchtfliege verloren haben und deshalb die Kirschen ohnehin kaum noch essen können (Madenquote über 75%), ist es kein sooo großer Verlust. Aber im Frühjahr werde ich die weiße Blütenpracht vermissen!

4 Gedanken zu “Haussuche abgebrochen

  1. ach, ich kann verstehen, dass die Suche schlaucht.
    Wir haben uns vor Ewigkeiten ein altes Bauernhaus gekauft und ganz schnell vorm Einzug das notwendigste renoviert. Über manches ärgern wir uns jetzt, weil eigentlich ein Tausch von zb Boden notwendig gewesen wäre… jetzt ist das alles viel aufwendiger…. wir schiebens mal raus…
    zumindest das Bad wollen wir demnächst angehen. Alles rausstemmen – das wird ein Mist… dann aber hoffentlich optimal.
    Die Frage ist nur: Gibt´s ein Traumhaus? An einem Traumort? Oder sind´s doch meistens nur (gute) Kompromisse?

    Ich hab jetzt nachgelesen bei euch. Freut mich, dass die Schule zufrieden ist mit Saskia. Aber kein Wunder. Es ist schon gigantisch, wie sie sich mausert!!! Das mit der Selbständigkeit ist vielleicht wirklich so. Wenn man selber muss, und nicht gemacht bekommt, dann tut man eher… schwierig…. könnte man die Begleitung auch während des Schuljahres anfordern?

    liebe Grüse
    Tanja

  2. Tja Traumhaus oder guter Kompromiss ist eine gute Frage. Unser derzeitiges Haus ist letztlich natürlich ein Kompromiss, aber es gibt eben auch viel Positives – nette Nachbarn, recht gute Infrastruktur, ruhige Lage …

    Wir sind damals auch schnell eingezogen, weil wir aus der Wohnung in der 3. Etage (ohne Aufzug und mit immer schwerer werdendem Baby) rauswollten. Ich bedaure sehr, dass wir einiges damals nicht gemacht haben: Der Fußboden in Küche / Essecke / Flur ist so krumm und schief, dass die Türen teilweise schleifen. Die Bäder sind im „schönen“ 70er-Jahre-Design (braun-beige-curry) – eins haben wir 2008 schon erneuern lassen, das andere hat es dringend nötig.

    Ich habe neulich eine Liste gemacht, was alles zu tun ist und in welcher Reihenfolge – 3 A5-Seiten kamen zusammen 😮 Wenn wir damit durch sind, haben wir eh‘ kein Geld mehr für einen Umzug.

    Eine Schulbegleitung während des Schuljahres anzufordern ist theoretisch ohne Weiteres möglich, aber praktisch ist eben keine zu finden.

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