Und … Tschüß!

Seit Anfang des Monats hatten wir eine neue Schulbegleitung – nachdem die bisherige ja seit September 2014 wegen Krankheit und Schwangerschaft ausgefallen war. Die Suche lief schleppend und die konkrete Person, die unsere Tochter immerhin 8 Stunden pro Tag begleiten würde, lernten wir dann immerhin noch einen Tag vor dem Start „mal eben schnell“ für eine Stunde bei uns zum Kaffeetrinken kennen (nachdem sie vorher 2 Tage in der Schule hospitiert hatte).

Dass wir nicht wieder den Idealfall haben werden, dass die Schulbegleitung direkt (5 Minuten Fußweg) um die Ecke wohnt, war uns klar und offenbar stellt es für viele Menschen ein (mindestens psychologisches) Problem dar, wenn sie am Morgen erst zu uns in die Kleinstadt kommen sollen. Die neue Schulbegleitung wohnt nicht sooo weit entfernt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist sie allerdings eine gute Stunde zu uns unterwegs. Zuviel? Ich weiß es nicht.

Was ich weiß, ist lediglich, dass sie sich heute Nachmittag von meinem Mann verabschiedet hat – sie komme am Montag nicht mehr, dass sei mit Frau XY und der Schule so besprochen und wir hätten ja selbst gesagt, dass Saskia momentan nicht so dringend eine Schulbegleitung benötige.

Ähhh?! Wie jetzt? Ja, wir haben tatsächlich gesagt, dass die Schulbegleitung im Moment vermutlich nicht unbedingt erforderlich ist (ging ja die letzten 5 Monate zwangsläufig auch ohne) und dass wir überlegen, ob wir fürs neue Schuljahr überhaupt wieder einen Antrag stellen, ABER ohne jegliche Rücksprache mit uns mal eben von heute auf morgen „Tschüß“ zu sagen, finde ich doch etwas sehr heftig.

Ich habe es ja vor einer halben Stunde nur von meinem Mann erfahren (der aber auch nicht mehr wusste), heute früh am Bus deutete noch nichts darauf hin. Ich weiß nicht, von wem diese Idee ausgeht – wir spekulieren gerade, ob der Begleitung tatsächlich der Weg zu umständlich war (denn sie macht wohl durchaus als Schulbegleitung weiter und betreut demnächst ein anderes Kind) oder ob die Schule gesagt hat, ein anderes Kind bräuchte die Begleitung dringender – keine Ahnung. Aber ich bin gerade völlig fertig, dass wir hier mal eben mit einem Nebensatz abgefertigt werden und nicht mal die kleinste Chance haben, uns darauf einzustellen. (In Saskias Mitteilungsheft steht natürlich – wie immer – NICHTS. Bei den Maltesern ist am Freitag Abend natürlich auch niemand zu erreichen und die Ex-Schulbegleitung fuhr gleich mit dem Bus weiter und hatte keine Zeit für mehr als 2 Sätze.)

Alle nicht ganz dicht, glaube ich allmählich.

3 Gedanken zu “Und … Tschüß!

  1. Du liebe Zeit, kann es das geben?
    Uns ging es ja genauso …. von einem Moment auf den nächsten ein „Tschüss“ und weg war sie …. die Malteser haben sich erst eine Woche später per Brief gemeldet, ich bin gar nicht mehr an den Zuständigen gekommen „Termin, Stitzung“ hiess es immer.
    Unsere hat mir den Satz um die Ohren gehauen, dass mein Kind schuld ist, dass sie nun psychisch krank ist und das sie nicht mehr kann. An dem knappere ich heute noch ab und zu . Auch sie hat eine Woche davor noch so geredet als ob sie keine Probleme hat.
    Für Robert war es schlimm, Erst tat er uninteressiert, später kamen dann die Fragen ….
    Das ist auch für mich ein Punkt der mich stört. Ihr selber hattet auch keine Chance Eure Saskia darauf einzustellen. Es tut mir leid, es ist unsozial sich so zu benehmen, auch von den Malt……, die die Schulbegleitungen ja anbieten und doch wissen wie sensibel Kinder reagieren.
    Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende
    bei Dir hoffentlich auch wieder ganz gesund (so weit bin ich noch nicht, aber es wird!)
    Elisabeth

    • Ich glaube nicht, dass sie mit Saskia ein Problem hatte – eigentlich hat man mit Saskia derzeit ja einen ziemlich leichten Job und verstanden haben sie sich auch (so weit ich das beurteilen kann).

      Saskia hat bisher noch nichts dazu gesagt, sie war ja gestern Nachmittag dabei als die Begleiterin sich verabschiedete. Keine Ahnung, ob da noch was kommt. In gewisser Weise ist es wahrscheinlich ein Vorteil, dass die Frau den Job nur 3 Wochen gemacht hat. Bei der vorherigen Begleitung war Saskia ziemlich traurig und erzählt (gelgentlich auch heute noch), dass sie es nicht gut findet, dass sie ein Baby bekommt und dass wir eine neue suchen, aber „die darf kein Baby bekommen“. (Gut, das war erfüllt – mit Anfang 50 war die Gefahr dann doch gering.)

      Mich stört halt wirklich die Art und Weise, wie man hier vor vollendete Tatsachen gestellt wird.

      Dir auch ein schönes Wochenende und hoffentlich bald vollständige Genesung. Ist Susanne denn wieder richtig gesund?

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