Nächtliche Schreibübungen

Saskia ist ja seit ein paar Wochen nach dem Abend-Ritual (während sie also im Bett liegt und wir etwas vorlesen, sowie neuerdings meist noch ein Lied oder eine Geschichte von einer CD hören), wenn wir ihr „Gute Nacht“ gesagt haben, immer wieder der Meinung, sie „muss“ jetzt noch mal aufstehen und etwas malen oder schreiben.

So sah das dann heute Abend kurz nach 9 aus:
Nachts am Schreibtisch

Saskia schreibt. Manchmal nur wild irgendeine Aneinanderreihung von Buchstaben und Zahlen. Manchmal ihren Namen, „Mama“, „Papa“, „Oma“ oder „Opa“. Manchmal auch andere Namen. Den Namen der kleinen Tochter unserer Freunde kann sie schreiben, wenn man ihn deutlich vorspricht. Er ist nicht sehr kompliziert, hat nur 4 Buchstaben und die Buchstaben kennt sie alle. Auch den Namen einer Mitschülerin schreibt sie gern (der ist ähnlich einfach). Neulich, bei einem Wochenend-Ausflug mit ein paar Verrückten Square Dancern, hat Saskia den Abend damit verbracht, die Namen der Leute aufzuschreiben. Wenn wir die Laute deutlich (manchmal auch mehrfach) vorsprechen und sie die entsprechenden Buchstaben kennt, geht das ganz gut. Manchmal kommen auch ganz lustige Sachen dabei raus.

Heute Abend schrieb sie (allein) Papas Namen. Also nicht „Papa“, sondern wirklich den Vornamen. Wir waren beeindruckt. Auch wenn ich später feststellte, dass sie ihn letztlich von einem Bild abschrieb, das über ihrem Bett hängt. 😀 Ist ja auch Problemlösungskompetenz, oder?

2 Gedanken zu “Nächtliche Schreibübungen

  1. Was da alles kommt! Grossartig!
    Auch wenn sie ihn wirklich abgeschrieben hat, den Namen, so ist das trotzdem eine Leistung!

    Robert hat noch immer ein ähnliches „Bett-bring-Ritual“. Und dann, wenn wir aus dem Zimmer gehen steht er wieder auf und macht Dinge, die uns oft zum staunen bringen. Auch er sitzt am Schreibtisch und schreibt … eine zeitlang mit seiner uralten Schreibmaschine, z.Zt. wieder mit Papier und Bleistift. Das überrascht mich nun schon, dass beide Kinder ähnliches tun vor dem Einschlafen. Wobei Saskia den Robert überholt hat. Er ist ja doch 4 Jahre älter, Saskia kann nun schon viel mehr zeichnen, schreiben. Ich freu mich da sehr mit Euch mit!
    Man darf einfach wirklich die Hoffnung nie aufgeben.

    🙂 …. hi, hi, am meisten wundert es mich ja, dass sie „keine-Locken-mehr“ schreiben kann 🙂
    so lieb!

    herzliche Grüsse
    Elisabeth

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