Projekt „Schöner Wohnen“

Nachdem 3,5 Jahre Haussuche ja leider nicht zum gewünschten Ergebnis führten, haben wir Anfang des Jahres beschlossen, hier zu bleiben und es uns gemütlich zu machen. Das klingt einfacher als es ist – meine (handschriftliche) To-Do-Liste umfasst immerhin fünf A5-Seiten 😉 Einiges kann erst geschehen, wenn anderes gemacht ist, einiges sollte so schnell wie möglich geschehen – aus den unterschiedlichsten Gründen. Bei einigen Prioritäten sind wir uns einig, an anderer Stelle gibt es noch leichte Diskrepanzen.

Vor 2 Jahren versuchten wir, unseren tropfsteinhöhlenartigen Keller trocken legen zu lassen. Das hat teilweise funktioniert, aber perfekt war es leider nicht. Wir hatten uns damals für die Sparvariante (ohne Außendämmung und nur obenrum etwa 80cm tief aufgraben) entschieden, denn eigentlich wollten wir ja ohnehin ausziehen. Tja. Positiv ist, dass offenbar dort, wo damals die Abdichtung aufgetragen wurde, die Wand relativ trocken ist. An anderen Stellen ist sie allerdings feucht. Nicht ganz unten – wir scheinen also kein Problem mit aufsteigender Feuchte zu haben, sondern eher in der Mitte der Wand. Blöd.

Die Wände im Erdgeschoss und Oberschoss sind zwar nicht feucht, aber dafür kalt – besonders bei bestimmten Windrichtungen. Dann haben wir ein Problem mit Kondenswasser an der Wand, was zu „wunderschönem“ Schimmel führt. Auch blöd. Also Komplettdämmung der Außenwände – oben und unten. Da wir vor zwei Jahren aber schonmal ringsum alles aufgegraben hatten, nun gerade neue Gartenhäuser da stehen und wir – wenn wir den Keller auf klassische Weise dämmen würden – ja ca. 2,5 m tief und entsprechend breit alles aufgraben lassen müssten, hatten wir nicht so richtig viel Lust dazu.

Im Frühjahr fanden wir auf einer Baumesse eine Firma, die eine andere Technologie einsetzt und den Boden nicht aufgräbt, sondern aufsaugt. Also wirklich wie mit einem großen Staubsauger. Das braucht deutlich weniger Platz (maximal einen halben Meter in der Breite) und die Rhododendron-Büsche im Vorgarten konnten stehen bleiben. Es wird quasi ein breiter Schlitz in den Boden gesaugt, dann kommt Dämmmaterial vor die Wand mit einem kleinen Abstand, der dann mit Spezialbeton gefüllt wird. Dann der Sand wieder rein und fertig.

Wir beschlossen, das zunächst an der Wand zu machen, die laut Messung am feuchtesten ist und an die man (abgesehen vom Rhododendron 😉 ) recht gut rankommt. Sobald wir jemanden gefunden haben, der sich zutraut, unsere Gartenhäuser unbeschädigt ca. 2 Meter zur Seite und später wieder zurück zu verschieben, geht es dann mit der Giebelwand (Osten) weiter. Das wollen wir idealerweise mit der oberirdischen Dämmung gemeinsam machen, um nicht monatelang hier unnötige Baustellen zu haben.

Die Nordseite und ein kleines Stück um die Ecke sind etwa 6 Meter, das hat 4 Tage gedauert. Der Rest wären jetzt etwa 13 Meter, aber da sind keine Pflanzen und auch keine Lichtschächte („nur“ Gartenhäuser 😉 ).

So sieht es aus:
Mittendrin - ein "Schlitz" vorm Haus

In die Lücke kommen senkrecht diese weißen (Styropor?)-Platten rein:
Baumaterial

und dazwischen kommt dann der Beton:
Füllmaterial

Fast fertig

und so sieht es hinterher aus:
Das war's

Lediglich etwa 2 m³ Sand sind übrig, mal sehen, was wir damit anstellen.

Nun hoffe ich mal, dass die Aktion etwas bringt, aber das wird erst die Zeit zeigen.

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