Projekt „Schöner Wohnen“ – Zwischenstand Tag 4 (Donnerstag)

Ich war dummerweise schon um 5:50 Uhr wach und nutzte die Zeit, um bereits vor 7 durch den dichten Nebel ins Stadtzentrum zum Briefkasten zu laufen, und einen Brief ans Finanzamt einzuwerfen. Immerhin wusste ich, wo der Briefkasten steht, sonst hätte ich mich glatt verlaufen können – bei der Suppe.

NebelAuf dem Rückweg konnte ich einige Meisterwerke deutscher Webkunst bewundern. Webkunst

Die ersten Handwerker kamen diesmal erst um 7:45 Uhr und der erste Bohrer ging erst um 8:30 Uhr kurz in Betrieb. Nach den Heizungsbauern kamen heute Badbauer und die Gartenarbeiter – es war also relativ übersichtlich.

Bad

Draußen wurde weiter gesaugt – etwa 3 Meter pro Tag sind das Ziel, bisher liegen sie ganz gut im Plan. Ein Ersatzschlauch ist leider noch nicht da. Für Morgen reicht der vorhandene gerade noch aus, dann wird es knapp, weil man nicht weit genug ums Haus kommt. Wenn bis dahin kein Ersatz da ist, müssen wir den Kompressor auf einem anderen (unserem Haus nächstgelegenen) Parkplatz parken und hoffen, dass es dann gerade so reicht. Mal sehen, ob ich die Nachbarn, denen dieser Parkplatz gehört, am Wochenende erreiche.

Der am Mittwoch im Heizungskeller vergossene Estrich war inzwischen hart, so dass nun endlich der Wasserspeicher aufgestellt werden konnte. Die Chance auf warmes Wasser wuchs also.

Irgendwann wurde mit einem extra angeschafften Bohrer und einer unter die Fensterbank passenden Bohrmaschine ein Durchbruch vom Wohnzimmer zum Keller versucht. Mit dem Ergebnis, dass jetzt ein Bohrer im Fußboden steckt und sich nicht bewegen lässt. Hmmm … Auf diese Weise bleibt mir zwar das Ohrenklingeln erspart, das ich am Mittwoch auch noch Stunden nach den Bohrarbeiten hatte, aber eine Lösung ist das ja irgendwie auch nicht.

Bad - Vorbereitete Installation

Die Badbauer beschäftigten sich noch eine Weile mit dem Verlegen neuer Rohre und verließen gegen Mittag das Haus. Ich nutzte die Gelegenheit, um die Tapetenreste von der Wand zu entfernen – große Teile der Uralt-Raufaser-Tapete mit dicker Farbschicht ließen sich am Stück entfernen, sobald man an einer Ecke zog. Der Rest war etwas hartnäckiger, aber den Preis, den der Maler dafür berechnen würde, bin ich nicht bereit zu zahlen. (Es wären über 100 € nur für die Entfernung und Entsorgung der Tapete.)

Die Heizungsbauer begannen, den Keller mit Rohren zu versehen und die Heizungsanlage mit Wasser zu befüllen (noch nicht die Heizkreisläufe, nur das Warmwasser) und um 15 Uhr wurde die Heizung in Betrieb genommen. Nachdem sie eine Weile „6A“ meckerte, was wohl „Luft in der Gasleitung“ bedeutet, lief ein paar Minuten später tatsächlich alles und eine halbe Stunde später kam plötzlich warmes Wasser aus dem Wasserhahn. Hurra!

Heizung - Läuft!

Kurz nach 4 verschwanden als letztes die Heizungsbauer … und ich stellte mich unter die warme(!) Dusche und wusch mir den Dreck aus den Haaren. Kalt duschen am Morgen macht zwar tatsächlich wach, wie ich in den vergangenen 3 Tagen feststellen durfte, aber zum Haare waschen reicht es dann doch nicht.

Anschließend holte ich den besten Ehemann von allen und unser Lieblingskind vom Bahnhof ab, zeigte ihnen kurz die Baustelle und das Chaos, ging mit ihnen ins Restaurant zum Abendessen und quartierte sie dann für eine Nacht im 300m entfernten Hotel ein. (Und wartete gespannt, wie lange es dauern würde, bis der Herr an der Hotelrezeption beim Abschreiben der Adresse vom Personalausweis stutzen würde, wenn er bemerkt, dass sich unsere Adresse lediglich in der Hausnummer geringfügig von seiner Hoteladresse unterscheidet. 😉 Es dauerte relativ lange.)

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