Nichts ist so erlabend, wie ein Elternabend …

… und gar nichts macht mich strahlender, als die Aussicht im Kalender …

Am Montag Abend um 18:30 Uhr war es endlich mal wieder so weit: Der alljährliche Elternabend zum Schuljahresbeginn stand an (übrigens der einzige Elternabend pro Schuljahr). Als ich den Raum betrat, saßen Saskias Klassenlehrerin, die Klassenerzieherin, eine weitere (Fach-)Lehrerin, eine mir unbekannte Frau und der Vater zweier Mitschülerinnen da. Die unbekannte Frau stellte sich als weitere Erzieherin heraus. Damit waren wir also immerhin zwei Elternteile. Wird auch von Jahr zu Jahr übersichtlicher.

Wir warteten noch 10 Minuten, aber es erschien niemand weiter. Also wurde besprochen, welche LehrerInnen derzeit welches Fach unterrichten, was an besonderen Terminen geplant ist (aktuell wurde ein Herbsttisch aufgebaut und aus dem mitgebrachten Gemüse wird am Montag Suppe gekocht, der Schulbauernhof wird im November wieder regelmäßig besucht, im Dezember gibt es wieder „Weihnachten im Stall“ bei den Schafen, die Klasse geht zu „Michel aus Lönneberga“ ins Theater, irgendwann ist auch nochmal Besuch im „Bücherkino“ geplant, Anfang 2016 ist wieder Fasching …)

Ich erfuhr, dass Saskia durchaus auch in der Schule sehr dickköpfig sein kann und gern mal die Mitarbeit verweigert. Was dann bedeutet, dass sie ihre Aufgaben eben in der Pause fertig machen muss, bevor sie mit ihrem Freund auf den Hof kann. Manchmal zieht die Drohung wohl, ab und zu sitzt sie dann da und arbeitet. Auch beim Schwimmen musste sie wohl in den letzten Wochen schon zweimal aus dem Wasser, weil sie das Gegenteil von dem tat, was man ihr sagte. „Pubertät“ hieß es von Seiten der Lehrer- und Erzieherinnnen. „Sie ist erst 10, was soll das dann in 2-3 Jahren werden?“, fragte ich. Es waren aber alle sicher, dass Saskia durchaus Freude am Lernen hätte und auch gut voran käme – wenn sie nicht gerade auf stur schalte. Hmmm. Wenn ich sie am Nachmittag nach der Schule frage, behauptet sie derzeit immer nur, es sei alles doof. Wenn ich frage, was sie gemacht haben, sagt sie, das sei geheim. Das Mitteilungsheft wird nach wie vor selten genutzt – das mit dem Schwimmen war mir beispielsweise neu. Sie ist aber zu Hause durchaus auch auf Krawall gebürstet und „Ich mache immer erstmal das Gegenteil von dem, was von mir erwartet wird.“ ist leider auch bei uns an der Tagesordnung (und treibt uns oft genug fast in den Wahnsinn). Bisher sage ich mir „Es ist alles nur eine Phase.“ (und hoffe, dass diese Phase bald mal wieder endet).

Außerdem mussten natürlich zwei Klassenelternvertreter und zwei Stellvertreter gewählt werden. Immer wieder lustig bei einer Klasse mit 7 Schülern (inklusive einmal Zwillingen), von deren Eltern ich einige noch zu keinem Elternabend gesehen habe (vielleicht sollten wir nächstes Jahr vorher festlegen, dass Abwesende automatisch nominiert werden). Nachdem das auch abgehakt war, ich noch vorgeschlagen hatte, die Adress- und Telefonliste um eine Mailadresse zu ergänzen, erschien um 19:25 Uhr noch eine Mutter, die der Meinung war, sie wäre pünktlich. Sie wurde in Kurzform auf den neuesten Stand gebracht, ergänzte ihre Mailadresse, nickte zum Vorschlag, stellvertretende Elternvertreterin zu werden, dann gingen wir ins Foyer, wo noch der Elternabend der gesamten Schule statt fand. Hier trafen wir dann noch den Vater von Saskias Schulfreund, der zwar mit der Lehrerin sprechen, aber auf keinen Fall irgendein Amt übernehmen wollte. (Ja, er hat durchaus seine Gründe, aber ehrlich gesagt, finde ich es trotzdem etwas daneben.) 75 Minuten später war auch dieser Teil beendet.

2 Gedanken zu “Nichts ist so erlabend, wie ein Elternabend …

  1. Wie es sich gleicht!
    Auch hier …. nicht anders, erfolgreicher, besser besucht, sinnvoller.
    Ich wünsche Saskia ein gutes Schuljahr. Für die Trotzphase fällt mir nichts ein, wir warten seit fünf Jahren drauf, dass sie hier wieder endet … 😦
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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