Projekt „Schöner Wohnen“ – Zwischenstand Tage 35-38 (Mittwoch bis Dienstag)

Es geht weiter.

Am Montag vergangener Woche war endlich der Bauleiter aus dem Urlaub zurück. Wir beschlossen, ihm noch einen Tag Zeit zu geben, um sich wieder einzuarbeiten und uns am Dienstag bei ihm zu melden. Allerdings hatte es in der Nacht sehr heftig geregnet und als wir am Morgen aus dem Haus gingen, glänzten die Fugen so stark, dass der beste Ehemann von allen es nicht lassen konnte, mit dem Finger darüber zu wischen. Anschließend hatte er eine klebrige schwarze Masse am Finger 😮 Wir hatten keine Zeit, das weiter zu erforschen, denn Saskias Bus wartete bereits an der Straße und wir mussten zur Arbeit, aber es war klar, dass wir den Bauleiter noch an diesem Tag anrufen würden.

Ich erreichte ihn, schilderte ihm unsere Beobachtung und er kündigte an, sich das anzusehen. Zunächst würde er sich aber von seinem Mitarbeiter auf den neuesten Stand bringen lassen.

Unser letzter Stand war, dass eigentlich in der Woche zuvor am Donnerstag und Freitag die Dachdecker kommen sollten, was sie nicht taten. Dann hieß es Montag oder spätestens Dienstag, denn im Laufe der (inzwischen vergangenen) Woche sollten die Dacharbeiten fertig werden, damit dann diese Woche das Gerüst abgebaut werden kann. Am Nachmittag des Tages traf ich mich mit dem Bauleiter vorm Haus – inzwischen hatte der Regen aufgehört, die Fugen waren trocken und abwischen konnte man nichts mehr. Auch nicht, als wir sie testweise nass machten. Ich kam mir schon etwas bescheuert vor, aber schließlich hatte ich es selbst gesehen (und wegen der Zeit leider kein Foto machen können). Wir besprachen die übrigen Punkte auf der Liste, dann ging er wieder.

Auch am Dienstag erschien kein Arbeiter. Wir hatten inzwischen erfahren, dass es noch eine Woche dauern würde, bis die nachbestellten Verblender da wären. Die Dachdecker hätten allerdings arbeiten können. Nach der Erkenntnis, dass es noch mindestens eine Woche dauern würde, bevor es im Eingangsbereich weiter geht, beschloss ich, zumindest den Briefkasten jetzt endlich aufzuhängen. Eigentlich sollten das die Arbeiter ja mitmachen, da eine der 4 Schrauben durch die Dämmung geführt werden musste, aber wenn keiner da ist, müssen wir uns eben selbst helfen. Diese (Außen-)Wand war ja seit längerer Zeit fertig verkleidet und Dämmmaterial diente dort nur als Füllstoff im Bereich des ehemaligen Briefkastens, wir würden also keine Kältebrücken schaffen o.ä. Allerdings war die Anbringung dann doch ziemlich frickelig und es dauerte, bis wir den Briefkasten einigermaßen stabil befestigt hatten. Aber jetzt hängt er und der verbeulte Pappkarton, der seit Wochen an der Haustür im Weg hing, konnte endlich entsorgt werden.

Briefkasten

Für den Mittwoch waren dann wieder einmal die Dachdecker angekündigt. Um 15 Uhr sollten sie auftauchen. „Dann haben sie ja immerhin anderthalb Stunden Zeit, was zu tun, bevor es zu dunkel wird.“ Als ich kurz nach vier nach Hause kam, traf ich den Bauleiter, aber keine Dachdecker. Er sei um halb vier da gewesen, sagte er, hätte aber niemanden angetroffen. Der Blick nach oben bewies allerdings: Irgendetwas war geschehen, denn an der Dachkante war nun eine Folie befestigt, die vorher nicht da war. Was darunter gemacht wurde, war nicht erkennbar. Nachbarn erzählten, es seien 5 Männer da gewesen und hätten gearbeitet (nur eben nicht lange).

Am Donnerstag blieb es ruhig, am Freitag tauchten kurz nach acht 2 Dachdecker auf. Als wir das Haus verließen, hatten sie die Folie entfernt und wir sahen, dass sich darunter eine hölzerne(?) Unterkonstruktion verbarg.

Unterkonstruktion

Am Nachmittag war der Randstreifen fertig

Schiefer - oder so

Wir bezweifeln zwar, dass das echter Schiefer ist, aber von unten sieht es gut aus. Aus der Nähe würde ich behaupten: Es ist irgendein Kunststoff. Das müssen wir mal noch hinterfragen (rein interessehalber), für die Funktion sollte es hoffentlich keine Rolle spielen, es geht ja hier hauptsächlich um die Optik.

Am Wochenende nutzte ich einen trockenen Moment für einen Gerüstrundgang und stellte fest, dass die Fugen über dem Eingangsbereich doch sehr dünn aussehen. Ob der reichliche Regen da etwas ausgewaschen hat, bevor es trocken war, oder hier nicht ordentlich gearbeitet wurde, weiß ich nicht, aber so kann es nicht bleiben.

Fugen

Am Montag Morgen erschienen die Dachdecker wieder – ich hörte Stimmen vom Gerüst, als wir das Haus verließen. Also brachten wir Saskia zum Bus und kehrten nochmal um. Wir entdeckten 2 Dachdecker und den Bauleiter, die offenbar unterschiedliche Meinungen zur Baustelle hatten. Die Arbeit vom Freitag sah ja sehr gut aus, leider war das Regenfallrohr aber nicht wie (von Anfang an!) vereinbart nach außen verlegt worden. Es wurde diskutiert und telefoniert, wir gingen zur Arbeit und erfuhren später vom Bauleiter, dass am Dienstag der Chef der Arbeiter zur Baustelle kommen würde, so seien die Probleme nicht lösbar gewesen. (Dachdecker und Wärmedämmer sind eigentlich zwei Firmen, die aber häufig zusammenarbeiten. Der Dachdecker-Chef ist wohl im Krankenhaus und daher nicht wirklich erreichbar, aber trotzdem muss es doch irgendwann mal weitergehen.)

Am gestrigen Dienstag tauchten dann einige Arbeiter und der Dämm-Chef auf. Der Bauleiter wollte später dazu kommen, ich unterhielt mich erstmal mit dem Chef, der wiederum auf die Dachdecker schimpfte, die eigentlich schon vor Wochen das machen sollten, was sie in den letzten Tagen endlich gemacht hatten und die jetzt behaupteten, eine Kernbohrung für die Rohrverlegung sei nicht möglich. Sie seien doch aber am Anfang selbst hier gewesen und hätten gewusst, dass das gemacht werden muss. Jedenfalls würden seine Leute das nun eben selbst machen, die Dachdecker sollten das Loch dann einfach wieder schließen. Jetzt brächten sie aber erstmal eine Plane an, damit sie wetterunabhängig arbeiten könnten.

Als ich am Nachmittag nach Hause kam, sah ich die angekündigte Plane …
Plane über der Baustelle

… und darunter ein großes Loch in der Wand.

Loch in der Wand

Mir wurde ein bisschen schlecht, als mein Handy kurze Zeit später „Amtliche Warnung vor schweren Sturmböen“ und noch etwas später „Amtliche Warnung vor schweren Gewittern“ meldete. In der Nacht hörten wir (außer heftigem Regen) die Planen draußen heftig flattern und heute Morgen hingen sie doch ziemlich ungeordnet in der Gegend rum. Immerhin hatte es zumindest nicht reingeregnet.

Der Eingangsbereich ist jetzt fertig verkleidet, also wollte ich am Abend endlich die neue Klingel anbringen. Abgesehen davon, dass ich dabei versehentlich einen der Verblender abriss, der noch nicht fest war 😮 – erwies sich auch das Klingelanbringen als komplizierter als gedacht. Zunächst wollten die Kabelschuhe auf dem kleinen Kabel nicht halten und als sie endlich fest waren, hatte die Klingel Dauerkontakt. Das liegt vermutlich an der Kombination „LED-beleuchteter Klingeltaster“ mit unserer Klingel. Offenbar reicht der kleine Strom, der benötigt wird, um die LED zum Leuchten zu bringen, aus, um die Klingel (auch ohne Betätigung des Tasters) zum Klingeln zu verleiten. Bleibt also wohl nur, entweder die LED nicht anzuschließen (wäre schade) oder eine andere Klingel zu kaufen (auch doof, weil gerade nicht auf die Schnelle machbar).

2 Gedanken zu “Projekt „Schöner Wohnen“ – Zwischenstand Tage 35-38 (Mittwoch bis Dienstag)

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