„Toller Tag“

Nachdem wir nichts in puncto Baustelle gehört haben, schrieb der beste Ehemann von allen gestern Abend einige ziemlich böse Mails. Auf meine Bitte hin entschärfte er sie später etwas und schickte sie ab. Vom Heizungsbauer kam unmittelbar danach eine Lesebestätigung (Sonntag um 23 Uhr?!). Das kann zwar theoretisch heißen, er hat es tatsächlich um diese Zeit gelesen, für besonders wahrscheinlich halte ich es allerdings nicht. Ansonsten keine Reaktion von dieser Seite.

Auf Seite der Bauleitung herrscht ebenfalls Funkstille. Und auch wenn es mich täglich in den Fingern juckt: Ich rufe dort nicht an! Ich will etwas Konkretes, Schriftliches und nicht ein paar Halbsätze am Telefon, wo dann das Meiste wieder unter geht und hinterher keiner mehr weiß, was nun genau wie war.

Wir bekamen eine Mail von den Dachdeckern mit der Bitte um Entschuldigung wegen der Verzögerung und dem Hinweis auf einen Anhang bezüglich des Schadens an der Schlafzimmerdecke – allerdings ohne den versprochenen Anhang.

Und der Chef der Dämmfirma rief an. Dieses Gespräch hat mich dann den Rest des Tages derart aufgeregt, dass ich mich vorhin erstmal eine halbe Stunde mit einem „Stress lass nach“-Bad in die Wanne gelegt habe. Er fühlte sich durch die Mails in den letzten anderthalb Wochen (die an ihn und den Bauleiter namentlich adressiert waren) nämlich gar nicht angesprochen, denn er ist der Meinung, für das Verschließen der Baugrube, das Verlegen des Pflasters und das Verschieben der Gartenhäuser sei er nicht zuständig und das sei auch nicht Bestandteil seines Angebotes gewesen. Immerhin war der Graben ja vorher schon offen und die Hütten verschoben. (Ja, weil wir vorher den Keller gedämmt haben und in Absprache mit dem Bauleiter gesagt haben, das kann gleich offen bleiben, ist ja sonst doppelte Arbeit.) Für mich gehört das Verschließen der Grube nach getaner Arbeit ganz selbstverständlich dazu – explizit erwähnt ist es im Angebot allerdings tatsächlich nicht. Und ob es zu „Baustelleneinrichtung“ gehört, darüber ließe sich sicher streiten. Jedenfalls wartet er darauf, dass wir jetzt alles zu machen und die Hütten zurück schieben, damit er sie dann ans Haus anschließen und bei der Gelegenheit auch die Restarbeiten vornehmen kann. Das mit der kaputten Jalousie hatte er übersehen und die Balkonverkleidung ist auch noch nicht bestellt, weil ihm die Rückmeldung von uns fehlt (die wir ihm am 29.11. gemailt haben).

Ich kann gar nicht beschreiben, wie sauer ich bin. Selbst wenn er meint, es ist nicht seine Aufgabe, wäre es doch nett wenigstens mal zu sagen: „So, wir sind soweit fertig. Sagen Sie uns Bescheid, wenn die anderen Arbeiten erledigt sind, damit wir dann den Rest machen können.“ Nööö. Wäre ja zu einfach. Stattdessen taucht man ab und reagiert einfach gar nicht.

Zu Hause fand ich einen Brief von der Versicherung der Dachdecker, die wissen (und nachgewiesen haben) möchte, wie alt die Holzdecke ist. Das Haus ist 1979 gebaut, also wie alt ist dann wohl die Decke? Wahrscheinlich werden sie als nächstes die Zahlung verweigern, weil eine 36 Jahre alte Zimmerdecke nichts mehr wert ist. Andererseits: Vorher war sie zwar alt, aber geschlossen und „funktionstüchtig“. Jetzt hat sie zwei große Löcher mit tollem Durchblick ins Dach. Außerdem wollen sie einen Kostenvoranschlag (den wir natürlich noch nicht haben, denn es redet ja keiner mit uns) und wissen, wann der Raum zuletzt renoviert wurde (2010, aber wofür ist das wichtig?).

Der Anrufbeantworter blinkte und ich erfuhr, dass die Krankenkasse eine Rechnung der Lebenshilfe für Verhinderungspflege noch immer nicht komplett bezahlt habe. Also rief ich die Kasse an, erfuhr, dass kein Geld mehr da sei, erklärte, dass das bei Verhinderungspflege für die Monate Januar bis März natürlich Unfug ist, da das Konto ja zum Jahresbeginn neu gefüllt wird, erfuhr, dass alles ein Irrtum sei und sie nun den Restbetrag überweisen würden … und hatte so ein Déjà-vu, denn genau diese Antwort bekam ich schon im September, als ich dieselbe unbezahlte (bzw. teilweise bezahlte) Rechnung schon einmal reklamierte. Ich bin gespannt, ob es diesmal klappt mit der Überweisung.

Dass es auf Arbeit stressig war, ich erst eine Stunde zu spät losfahren konnte, dann noch 20 Minuten im Stau stand, machte den Tag irgendwie auch nicht besser.

Reicht für heute.

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