Es gibt so Tage …

… da läuft einfach alles perfekt. Heute … war allerdings keiner davon.

Weil die Mitarbeiter in Saskias Schule für den Nachmittag wieder einmal andere Pläne hatten, als schnöden Unterricht, hatte Saskia bereits mittags Schulschluss und ich deshalb mehr oder weniger Zwangsurlaub (da sich ein einfacher Arbeitsweg von einer Stunde nicht so wirklich lohnt, wenn das Kind insgesamt nur ca. 4,5 Stunden außer Haus ist). Den Vormittag verbrachte ich mit ein bisschen Räumerei. Der eigentlich für den Nachmittag geplante Zahnarztbesuch wurde vor ein paar Tagen von der Praxis abgesagt (bzw. auf den 25.4. verlegt), also luden wir die Oma zum gemeinsamen Mittagessen ein, bevor ich Saskia zu einer neuen Nachmittagsbeschäftigung brachte (dazu ein andermal mehr). In den anderthalb Stunden, die ich nun frei hatte, wollte ich „mal eben“ unseren Elektroschrott zum Recyclinghof im Nachbarort bringen. Die große Kiste mit Telefonen, alten Bandlaufwerken, alten Festplatten, altem Radio usw. hatte ich mit dem besten Ehemann von allen bereits heute früh zum Auto gebracht.

Ich verabschiedete mich von Saskia und fuhr los. Luftlinie bis dorthin: 2 km, Straße 4,5 km – dann könnte ich anschließend noch kurz zu Hause vorbei und die Katze rauslassen, überlegte ich. Nach 2 km stellte ich fest, dass die direkte Verbindung leider wegen einer Baustelle gesperrt war. Ich folgte den anderen Fahrzeugen und … stand im Stau. In einem Örtchen, das nur aus etwa 20 Häusern besteht. Stau in beiden Richtungen, rechts und links Straßengräben und dahinter Felder – wenden war also ebenso wenig möglich wie weiterfahren. Anfangs ging es noch im Schritttempo, später ging gar nichts mehr. Wir standen da so rum. Ab und zu rückte die Schlange mal um 10 Meter, mehr passierte nicht. Nach einer halben Stunde hatte ich ca. 500 Meter geschafft und rief meine Mutti an, mit der Bitte, in einer Stunde Saskia abzuholen, falls ich es bis dahin nicht schaffe. Zumindest diese Sorge war ich also los.

Eine lange Schlange ...

Nebenbei erfuhr ich im Radio, dass es auf einem vielbefahrenen Autobahnzubringer in der Nähe einen schweren Unfall gegeben hatte und diese Straße deshalb voll gesperrt sei. Nun wusste ich zwar, weshalb wir dort alle standen, ein Ende war allerdings nicht in Sicht. Im Schneckentempo ging es irgendwann weiter und ich näherte mich dem Recyclinghof bis auf 500 Meter, als ich von einer Bekannten am Telefon erfuhr, dass dieser (wegen der Baustelle) diese Woche geschlossen hat. Großartig! o_O Dann kann ich ja auf direktem Weg nach Hause fahren. Natürlich ging es auch auf der Hauptstraße nur im Schneckentempo und eine Viertelstunde auch mal gar nicht weiter, aber irgendwann erreichte ich endlich die Brücke über der gesperrten Straße. Nach der Brücke wäre ich im Heimatort und es gibt wieder mehr als eine Straße, so dass sich der Stau hoffentlich auflösen würde. Erstmal schaltete aber weiter vorn eine Ampel auf rot und wir standen wieder. Ich jedenfalls. Das Auto hinter mir auch. Ein Stück weiter hinten knallte es. Dann knallte es nochmal und ich wurde ein Stück nach vorn geschoben. „Schei..!“

Wenns rumpelt noch'n Meter ...

Also Warnblinker an, aussteigen, gucken, Polizei anrufen … und warten. Inzwischen war ich seit genau 2 Stunden unterwegs, hatte immerhin 10 km zurück gelegt, sonst nichts erreicht, das Auto ist nun auch noch kaputt und der Abend war damit auch gelaufen (eigentlich wollte ich ja Saskia abholen und nach Hause bringen und etwas später zum Square Dance gehen). So stand ich also mit etwas wackeligen Knien auf der Brücke und tauschte Adressen mit wildfremden Leuten. Glücklicherweise war niemand verletzt, alle Autos waren noch fahrtauglich und so war ich eine halbe Stunde später dann auch daheim. Reicht trotzdem.

Braucht den Tag noch jemand? Von mir aus kann der jetzt weg.

6 Gedanken zu “Es gibt so Tage …

  1. Nein, solche Tage braucht keiner. Schade, dass es so kam, so viele freie Tage hast Du ja auch nicht 😦
    Ich mag gar nicht immer sagen, dass es ja noch schlimmer hätte kommen können. Diese Aussage kann ich nicht leiden, ich hab sie schon oft zu hören bekommen …. irgendwie doof, oder?
    Ich wünsche Euch nun ein schönes Wochenende, ein wunderschönes!
    herzliche Grüsse
    Elisabeth

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