Oh, oh – das ist aber nicht schön

Wer schon mal mit Handwerkern oder Bauarbeitern zu tun hatte, der weiß: Jedes „Oh“ kostet extra. Für uns heißt es (mal wieder) es wird teurer und es dauert länger. Aber der Reihe nach.

Am Dienstag Morgen tauchten die Dachdecker mit ziemlich viel Material hier auf:
Material

Noch mehr Material

Einen Aufzug haben wir jetzt auch …
Lastenaufzug

… und schon konnte es losgehen. Dachten wir. Erstmal noch eine Bestandsaufnahme des alten Daches:
Dach (vorher)

…soweit, so gut. Allerdings ergab die genauere (und nicht zerstörungsfreie) Untersuchung, dass das vorhandene Dach aus mehr Dachfolienschichten besteht als vermutet (insgesamt 4-5) und sich darunter noch eine Polyurethan-Schicht befindet, die bisher niemand auf dem Plan hatte. Leider zerbröselt diese beim Versuch, sie zu entfernen, wodurch sich der Abriss des alten Daches deutlich schwieriger gestalten wird, als geplant.

Oh - oh

Außerdem stimmt so natürlich die berechnete Höhe für den neuen Aufbau nicht und das ist sehr, sehr doof.

Am Dienstag wurde erstmal lange (sehr, sehr lange) über das weitere Vorgehen diskutiert und dann das Material nach oben gebracht. Im ersten Arbeitsgang (der eigentlich nach einer Woche beendet sein sollte), wird das alte Dach Stück für Stück abgerissen. Dann wird als unterste Schicht eine Dampfbremse eingebracht, darauf kommt das Dämmmaterial, zum Abschluss dann oben eine Holzkonstruktion mit Dampfsperrfolie. Wenn das erledigt ist, kommt auf das ganze Dach noch eine Art Keil aus Polystyrol, so dass wir dann ein seitliches Gefälle haben. Den Abschluss bildet dann eine EPDM-Haut.

Material auf dem Dach

Am Mittwoch Morgen kurz nach 7 Uhr ging es dann los: Es wurde gehämmert, geflext und überhaupt eine ganze Menge Krach gemacht, so dass man ständig Angst hatte, das Dach gleich auf den Kopf zu bekommen. Wir verließen das Haus also lieber und stellten fest, dass die Dachdecker immer noch bei der Arbeit waren, als wir heim kamen.

Ganz schön chaotisch

Bis 18 Uhr ließen sie sich auf dem heißen, schwarzen Flachdach bei wolkenlosem Himmel und 26°C (im Schatten, der auf dem Dach natürlich nicht vorhanden ist) von der Sonne grillen, während sie Stück für Stück des alten Dachs entfernten, dabei die Flex immer wieder heiß lief und das Dach schließlich wieder verschlossen. Am Ende des 11-Stunden-Arbeitstages war etwa ein Fünftel des Abrisses geschafft (geplant war eigentlich etwa ein Drittel pro Tag).

Erster Abschnitt

Am Donnerstag wurde nicht ganz so lange geschuftet, es ging dann bis an unsere Lichtkuppel. Am Freitag wurde das Fenster getauscht und da noch die Schutzfolie drauf ist, ist das Licht hier oben im Flur nun ganz schön grün.

Neues Fenster

Außerdem wurde uns versichert, es sei alles dicht und auch die angesagten Gewitter mit Regen-, Graupel- und Hagelschauer und Windstärke 8 könnten unserem Dach nichts anhaben. Wir hoffen einfach mal, dass das stimmt. Denn durch die bereits eingebaute Dämmung würden wir einen eventuellen Wassereinbruch wohl erst bemerken, wenn die Dämmung sich bereits vollgesogen hätte. (Kein schöner Gedanke.)

Stand vor Pfingsten - nach 3,5 Arbeitstagen auf dem Dach

Wir vertrauen einfach mal den Arbeitern und wünschen Frohe Pfingsten!

4 Gedanken zu “Oh, oh – das ist aber nicht schön

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