Und? Haben sich die Bauarbeiten gelohnt?

Diese oder ähnliche Fragen kommen immer wieder mal, deshalb heute mal ein (Zwischen-)Fazit, weil nun erstmal alle Rechnungen bezahlt sind und ich heute den Antrag für den KfW-Zuschuss nach dem Programm „Energieeffizient sanieren – Sanierung zum Effizienzhaus 115“ eingetütet und abgeschickt habe. Wenn alles gut läuft, bekommen wir am 15. Februar damit noch einen netten Zuschuss.

Trotzdem hat die ganze Sanierung natürlich eine Menge Geld und Nerven gekostet – war es das wert?
Ob bzw. wann es uns wirklich finanzielle Vorteile bringt, weiß ich nicht. Die Heizung haben wir zwar bereits 2015 erneuert und auch die Außenwände gedämmt, aber da wir im vorigen Jahr ja keinen echten Winter hatten, kann ich nicht ernsthaft beurteilen, wieviel Gas wir gespart haben. Ich habe mir aber vorgenommen, spätestens im Frühjahr 2017 mal zu vergleichen. Vielleicht mache ich es auch schon zum Jahreswechsel – je nachdem, wie sich der Winter bis dahin so entwickelt. Die Verbrauchswerte lese ich ja ohnehin immer am 1.1. ab.

Subjektiv ist es in einigen Räumen deutlich wärmer und vor allem ausgeglichener. Das Schlafzimmer mit seiner Nord-Ost-Außenecke war immer ein Problemfall – denn selbst mit eingeschalteter Heizung fühlte sich diese Zimmerecke immer kalt (und etwas feucht) an. Den ganzen Raum stärker zu heizen ist im Schlafzimmer auch eine blöde Idee. Inzwischen ist der Raum gleichmäßig warm … und wir haben die Heizung in dieser Saison noch nicht in Betrieb gehabt, dafür aber jede Nacht mit offenem oder zumindest gekipptem Fenster geschlafen. Das ist auf jeden Fall ein Gewinn.

Im Arbeits- und Kinderzimmer, die zur Südseite liegen, merkt man, dass hier die Wärmeverteilung nicht so gleichmäßig ist. Die Südseite haben wir ja nicht gedämmt, weil sie im Wesentlichen aus Balkon, Terrasse, Kaminschornstein und großen (3-fach-verglasten) Fenstern besteht. Man bekommt die Räume warm, aber im Arbeitszimmer gibt es nach wie vor Uneinigkeit, wann die Temperatur angenehm ist. Steht die Heizung auf „3“, finde ich es (an meinem Platz an der Tür) in Ordnung, dem besten Ehemann von allen, der neben Heizung und Fenster sitzt, ist dann aber oft noch zu kalt. Also dreht er die Heizung auf und vergisst gern, sie später wenigstens wieder runter zu regeln – so dass ich es dann eher als Sauna empfinde (besonders, wenn man zwischendurch den Raum verlässt). Eigentlich sollten wir die Arbeitsplätze tauschen, aber das ist aus verschiedenen Gründen nicht so einfach, wie es sich schreibt. 😉 Das Kinderzimmer wird nur recht selten als Aufenthaltsraum genutzt (dazu ist Saskia einfach zu wenig zu Hause) und wenn doch, dann muss man den Thermostat eben mal von 1,5 auf 2,5 oder 3 drehen – dann wird es auch warm (das müssen wir jetzt nur noch Saskia beibringen). Das ist also jammern auf hohem Niveau. Morgen kommt der Rollladenbauer, dann bekommt die Südseite endlich noch neue Rollläden und dann ist wirklich Schluss mit Sanierung für dieses Jahr. Reicht dann auch und das Konto ist jetzt auch leer.

Der Keller ist subjektiv etwas wärmer und trockener, aber noch viel zu vollgerümpelt, um ihn nutzen zu können. (Sagte ich schon, dass ich zu nichts komme?)

Was mir am besten gefällt, wenn es draußen kalt ist, ist aber der Anblick unserer gedämmten Wände: Heute früh bei -9°C (laut Thermometer im Auto) war das gesamte Haus reifbedeckt – als einziges Haus in der Reihe.

Raureif am Morgen

Bereifte Wand

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