Das muss man auch erstmal schaffen

Wir haben ja immer mal nette Erlebnisse mit Post- oder Paketzustellern. Dass DHL Pakete einfach auf die Terrasse legt (auch wenn ich krank daheim auf dem Sofa liege, wird gar nicht erst geklingelt, wie ich vorige Woche festgestellt habe), Hermes sie in die blaue Altpapiertonne legt und DPD Sachen einfach vor der Haustür stehen lässt, daran habe ich mich inzwischen ja (fast) gewöhnt. Ab und zu gibt es für Pakete auf Terrasse oder in der Tonne dann eine Benachrichtigung im Briefkasten, aber (vermutlich aus ökologischen Gründen) bei weitem nicht immer. Manchmal werden die Pakete auch bei Nachbarn abgegeben – nach welchem System das geht, habe ich noch nicht herausgefunden. Eine Karte gibt es auch in diesem Fall oft nicht, so dass dann am Abend plötzlich und unerwartet ein Nachbar mit Paketen vor der Tür steht (und ich sehr froh bin, dass wir so nette und ehrliche Nachbarn haben, die sich von sich aus melden).

So auch gestern Abend – wir wollten gerade aus dem Haus, als es klingelte und der Nachbar zwei Häuser weiter (nennen wir ihn der Einfachheit halber mal Herrn Müller) zwei Pakete vorbei brachte. Im Briefkasten gab es keinen Hinweis, der beste Ehemann von allen meinte allerdings, er hätte eine Mail bekommen, dass eine Sendung bei Herrn Müller abgegeben wurde. Nun gut, dann war es also nicht mein Päckchen, dass für gestern „zwischen 10 und 14 Uhr“ angekündigt war und angeblich um „8:41 Uhr ins Zustellfahrzeug geladen“ wurde.

Allerdings war das zweite Paket auch gar nicht für uns, sondern für eine Familie, die mit uns immerhin Ort und Hausnummer gemeinsam hat, völlig anderer Name, völlig andere Straße – etwa 2 km entfernt. Wie man das schafft, ist mir dann doch etwas rätselhaft. Wir hatten ja schon mehrfach Briefe im Kasten, bei denen immerhin Ort, Hausnummer und die ersten 4 Buchstaben des Straßennamens übereinstimmen. Da kann ich mir noch einigermaßen vorstellen, wie das geht. Aber diesmal?

Wir brachten das Paket heute früh also zu den eigentlichen Empfängern und erfuhren, dass diese sich schon gewundert hatten, wer in ihrer Nachbarschaft denn „Herr Müller“ sein sollte.

Das von mir erwartete Paket wurde übrigens laut Sendungsverfolgung dann heute um 9:43 Uhr zugestellt – an „Empfänger (orig.)“
Da bin ich ja mal gespannt, ob und wo ich es heute Abend finde, denn um 9:43 Uhr war natürlich niemand bei uns zu Hause. Ich nehme noch Wetten an: Ist es in den Briefkasten gequetscht? (Könnte gerade so passen.) Liegt es auf der Terrasse? Oder doch zwischen den Schuppen? Oder in der Papiertonne? Oder ganz woanders?

7 Gedanken zu “Das muss man auch erstmal schaffen

  1. Es hilft nur eines… konsequent beschweren. Jedes Mal. Mit Fotonachweis wo das Paket war wenn Ablageort unangemessen. Mit Angabe ob Zettel oder nicht, etc. Auf Rückmeldung bestehen. Es ist nervig, aber außer bei Hermes, wo einfach nichts zu machen ist, funktioniert es irgendwann, bis das nächste Mal der Zusteller wechselt. Die einigermaßen stressfreie Zustellzeit dazwischen ist es mir inzwischen aber wert.
    (Lach… jahrelang stiller Mitleser, aber bei „Paketpost“ muss ich meinen Senf dazu offenbar abgeben)

    • Schön, dass ich mal stille Mitleser aus der Reserve locken kann. 😉
      Ja, beschweren würde eventuell helfen. Aber dann muss ich meine Pakete wahrscheinlich zu sehr unpraktischen Zeiten bei der Post einsammeln und bei den anderen Diensten würde es noch komplizierter. Ich bin ja eigentlich ganz froh, wenn es bis ans Haus geliefert wird. Ist also ’ne Zwickmühle.

  2. Lulu schreibt:

    Ich hatte da letztens eine Mail „Ihr Paket liegt bei Ihrem Nachbarn, XXX“. XXX ist mein Nachname, und einen zweiten dieses Namens gibt es im Haus nicht. Der „Nachbar“ war dann mein Freund. Heißt nicht XXX, aber egal, solange das Paket ankommt.

  3. Sharon schreibt:

    Vielleicht hilft es wenn ihr eine feste Abstellerlaubnis für einen bestimmten Ort ausstellt, habe ich bei DHL und Hermes. Die legen es immer in den Fahrradschuppen unterm Carport, klappt toll! Das mit den Zetteln: Wenn man mich fragt, ob ich ein Paket für den Nachbarn annehmen würde, wird immer gefragt, ob die einen Zettel bei denen in den Briefkasten legen sollen, vielleicht wollen eure Nachbarn es einfach selber bringen?

    Lieben Gruß
    Sharon

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