Service on- und offline

Vor gut 2 Jahren kaufte ich mir ein Handy, dass sich im Nachhinein als Fehlkauf herausstellte: Der interne Speicher ist leider so knapp bemessen, dass ich bei jeder Gelegenheit Meldungen bekomme, dass Apps nicht aktualisiert werden können, weil der Speicher voll ist. Da nützt auch die eingelegte große Speicherkarte nicht viel, denn die meisten Apps lassen sich nicht verschieben. Obendrein macht die Kamera wirklich schlechte Fotos – deutlich schlechter als ich anhand der technischen Daten erwartet hätte. Aber da ich meine Digitalkamera ohnehin fast immer bei mir habe, war das zwar nervig, aber letztlich verschmerzbar. Das Speicherplatzproblem ging mir dagegen inzwischen gewaltig auf den Keks.

Ich bestellte mir also kurz vor Weihnachten ein neues Handy. Aus verschiedenen Gründen kaufte ich tatsächlich mal wieder bei Amazon (was ich mir ansonsten zugunsten des lokalen Handels weitestgehend abgewöhnt habe). Das Handy wurde geliefert, ich probierte immer mal ein bisschen rum, installierte dies und das, übertrug ein paar Daten und als ich nach 3 Wochen soweit war, dass ich dachte: „Ja, soweit alles Okay, dann kann ich jetzt wirklich umsteigen.“ begann das Handy, immer wieder neu zu starten. Davon war es auch nicht abzubringen. Also packte ich es in einen Karton, druckte einen Rücksendeaufkleber aus … und hatte 3 Tage später mein Geld wieder. Nur eben kein neues Handy.

Neuer Versuch: Diesmal kaufte ich dasselbe Modell im örtlichen Elektronikmarkt. Grundsätzlich hatte mir das Gerät ja gefallen und vielleicht hatte ich einfach eins mit Macke erwischt. Sieben Wochen lang war alles gut, dann begann der gleiche „Spaß“: Seit Samstag startet es immer wieder. Nachdem ich die Rechnung rausgesucht hatte, trabte ich also heute in den großen Markt, um auch dieses Handy zurück zu geben. Das ginge nicht, sprach die junge Frau hinterm Tresen. „Nur innerhalb von 30 Tagen und in der Originalverpackung.“ „Aber das ist doch die Originalverpackung.“ sagte ich. „Ja, aber die ist ja offen.“ „Natürlich ist sie offen, sonst hätte ich das Gerät ja nicht benutzen können.“ … Lange Rede, kurzer Sinn: Rückgabe oder Umtausch nicht möglich, das Gerät wird eingeschickt. Ca. 14 Tage würde es dauern, erfuhr ich auf Rückfrage. Wenn danach alles funktioniert, wäre das ja noch verschmerzbar, aber nachdem ich mit diesem Modell nun innerhalb kürzester Zeit bei 2 Geräten dasselbe Problem hatte, fürchte ich, dass es (ein paar Wochen später) wieder auftritt. Das nervt, zumal jedesmal irgendwelche Daten verloren gehen, da Android-Backups irgendwie nie sinnvoll (und vollständig) funktionieren.

Im Moment bin ich erstmal sehr gespannt, was beim Reparaturversuch rauskommt. Aber kann ich diesem Gerät dann überhaupt wieder vertrauen? Auch wenn es (anscheinend) funktioniert?

Eins weiß ich jedenfalls: Falls ich wieder mal ein Handy brauche, werde ich es wohl eher online kaufen. Der Service ist einfach unkomplizierter.

5 Gedanken zu “Service on- und offline

  1. Ähnliche Erfahrungen auch hier…
    Wir wollen gar nicht online kaufen, doch wenn das so kompliziert ist im Laden ist man als Kunde der Dumme.
    Bei uns war es ein Digitalradio. Nachdem es nun schon 2 Mal eingeschickt wurde geht es wieder nicht. Geld zurück…. nein, nur die 14 Tage-Frist.
    Online wäre das Geld wieder da gewesen….
    Viel Glück fürs Handy…. ich denk mal ich könnte auch nicht mehr vertrauen. So ein Handy wird ja tatsächlich schnell was persönliches… Fotos etc…..Daten…. etc.
    Oh jeh….
    liebe Grüsse
    Elisabeth

  2. Der Fehler ist offensichtlich: Es fehlt das Apfel-Logo auf dem Gerät.

    Ich hatte mit den Geräten noch nie Probleme, im Gegensatz zu allen möglichen Androiden von Bekannten in meiner Umgebung.

    Grüße aus Dresden

    Philipp

    • Angebissenes Obst? Das gammelt doch? 😉
      Ganz ehrlich: Mein Firmenhandy hat so ’nen Apfel auf der Rückseite. Ja, es funktioniert meistens, hat ’ne gute Kamera und der Speicherplatz ist mit 64 GB auch okay – aber dass mir Apple das Denken komplett abnehmen will, ist irgendwie nicht mein Fall. Ich entscheide gern selbst, wo ich meine Daten in welcher Form lege und welche App in welchem Umfang Zugriff darauf hat. Und ich will auch kein I-Tunes auf dem PC, nur um ein paar Daten zu kopieren. Da ist ein Apfel-Telefon einfach eine schlechte Idee. (Vom Preis mal ganz abgesehen.)

      • Vielleicht ist es ja genau das was mich daran so fasziniert: Ein geschlossenes System in das man nur über eine Software reinkommt und bei dem man nicht andauernd Angst haben muss dass man sich irgendwelche Bazillen einfängt.

        Der Preis, OK, Ich kaufe meine nur gebraucht, aber der Preis für dieses neue X ist echt bekloppt 1200 € waren das oder so? Wahnsinn, ja!

        Und: ein entscheidender Grund warum Ich Android nicht mag ist dass mir das Design des Betriebssystems einfach nicht gefällt. Das sieht alles so aus wie als hätte man ein Kinderhandy in der Hand. Gefällt mir einfach nicht. Meine Mutter hat ein Huawei welches dauernd irre langsam ist und mit der Leistung in die Knie geht. Das hatte Ich bei Apple noch nie weil hier das Betriebssystem auf genau dieses eine Telefon speziell abgestimmt ist und nicht für hunderte Modelle passen muss.

        Am Ende kann man aber auch hier sagen wahrscheinlich ist das einfach nur eine Glaubenssache. Dem einen gefällt das besser dem anderen das.

        • Ja, ich glaube auch, dass das, was der eine ganz toll findet (geschlossenes System) eben dem anderen nicht gefällt. Mir zum Beispiel. Dazu bin ich zu sehr Bastlerin. Ich kaufe ja auch keinen PC von der Stange. Und das Design lässt sich bei Android doch weit beeinflussen.

          Wie gesagt: Ich komme mit dem Apfel-Handy klar, aber das Bedürfnis, mir privat eins zu kaufen, habe ich eher nicht. (Seitdem ich das IPhone als Diensthandy habe – statt des alten Nokias – noch weniger als früher 😉 )

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