Baustellenreport

Unsere Küche ist endlich fertig. Na ja, zumindest laut Definition des Möbelhauses. Zuletzt bekamen wir vom Hersteller ja noch ein paar winzige Plastikplättchen geschickt als „Öffnungswinkelbegrenzer“. Allerdings ohne einen Kommentar dazu. Die Suche im Internet ergab: Die Teile müssen von hinten! in die Scharniere eingebaut werden. Nur sind die Scharniere ja leider bereits an Schränken bzw. Türen montiert und zerstörungsfrei ausbauen lassen sie sich nicht ohne Weiteres. Also werden wir wohl weiterhin die Türen vorsichtig öffnen müssen und die Öffnungsbegrenzer nicht montieren (können).

Ansonsten waren noch Kleinigkeiten offen: Ein Griff hat einen feinen Riss (oder eine Schramme, das sieht man nicht so genau), am Kühlschrank ist eine Plastik-Abdeckung überm Scharnier abgebrochen, die dimmbaren LED-Leuchten über der Arbeitsfläche flackern im ausgeschalteten Zustand leise vor sich hin und auch im eingeschalteten Zustand (bei bestimmter Leuchtstärke) flackern mindestens 2 der 4 Leuchten. Nicht schön, aber auch nicht wirklich dramatisch. Wir hätten es gern im Abschlussgespräch erwähnt, jedoch:

Mit dem Begriff „Abschlussgespräch“ ist die preisliche Endverhandlung nach Erledigung aller Beanstandungen gemeint. Das heißt, ein Gespräch in dem Sinne ist nicht geplant, sondern bezieht sich auf den bisherigen Schriftverkehr.

Ähhh?! So kann man das natürlich auch machen. Sollte man aber vielleicht im Sinne der Kundenzufriedenheit eher nicht. Da uns der Montageleiter ursprünglich anbot, beim Abschlussgespräch dabei zu sein, ist diese Interpretation auch schon deshalb recht sinnlos. Aber gut, wir haben den Restbetrag des deutlich reduzierten Kaufpreises gezahlt und damit ist das Thema wohl abgeschlossen. Die Freude an der neuen Küche ist durch das ganze Theater leider etwas getrübt.

Unsere neue Essecke (die wir woanders gekauft haben) gefällt uns dagegen richtig gut. Nur das Schränkchen, das noch als Ablage in eine Ecke soll, ist seit Januar bestellt, aber nicht lieferbar – „Abholung ca. 5. KW“ Tja.

Wieder im Baustellen-Programm (und darauf hätte ich echt gut verzichten können): Dach und Schlafzimmerdecke. Das Dach wurde ja 2016 komplett erneuert, das Schlafzimmer dann im vorigen Jahr. Nun haben wir einen deutlichen Wasserfleck an der Decke und das bedeutet, irgendwo da oben – über Dampfsperre, 50cm Mineralwolle und 10+x cm Styroporkeil ist eine undichte Stelle in der Dachfolie und vermutlich hat der verhältnismäßig reichliche Schnee in diesem Jahr sich einen Weg ins Dach gesucht. Das bedeutet, wir haben eine nasse (vollgesogene?) Dämmung und das ist riesengroßer Mist.

Ein Dachdecker war mit dem besten Ehemann von allen am Dienstag auf dem Dach und fand keine undichten Stellen. Es sieht wohl auch alles gut aus und bei Regen würde das Wasser höchstwahrscheinlich einfach abfließen, der Schnee lag halt länger an der gleichen Stelle und so hatte das Tauwasser wohl Gelegenheit, ins Dach zu kriechen (vermuten wir). Was wir mit dieser Erkenntnis machen, wissen wir noch nicht. Es einfach zu ignorieren („Wird schon nicht so schlimm sein“) ist keine Alternative, finden wir. Die Schlafzimmerdecke wieder zu öffnen, um das genaue Ausmaß des Schadens zu beurteilen oder festzustellen, wo das Wasser eigentlich herkommt, ist aber eindeutig unlustig.

2 Gedanken zu “Baustellenreport

  1. Unglaublich… aber ich glaub Dir das alles sofort!
    Nun also auch noch nass von oben.
    Ich könnte es auch nicht einfach so lassen. Das wird ja eher nur noch schlimmer irgendwann.
    Dass Euch die Essecke gefällt ist schön, zumindest etwas das Euch freut.
    Dein Handy… ganz und gar weg? Oder hab ich’s überlesen, dass es wieder da ist?

    Nun wünsche ich Euch ein schönes Wochenende
    Frühling…. sagt zumindest der Wetterbericht
    liebe Grüsse
    Elisabeth

    • Ich frage mehrmals täglich die Online-Seite des Fundbüros ab – kein Handy.
      Mein anderes Handy ist nach wie vor in Reparatur (seit 28.3.) … und es steht auch noch nicht fest, wie lange das noch dauert. Maximal 4 Wochen 😮 hieß es heute am Telefon.
      Und mein aus Verzweiflung (weil ich ab Montag früh 4 Tage auf Dienstreise bin) Anfang der Woche online bestelltes Handy sollte erst Donnerstag, dann Freitag und jetzt „irgendwann später“ geliefert werden. (Bisher ist es noch nicht verschickt und morgen kommt bei uns keine Post.)
      Ich geh dann wohl nachher mal im Elektronikmarkt vorbei und kaufe mir ein Neues – irgendwann möchte ich ja doch auch mal wieder erreichbar sein.

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