Boah, das dauert!

Am 20.9. lief die letzte Frist ab, die der Anwalt den Dachdeckern gesetzt hatte und seitdem ist nichts passiert.

Nein, das stimmt nicht: Wir hatten eine Luftkeimmessung, die ergab, dass der Schimmel offenbar nicht unser Hauptproblem ist, sondern Bakterien. Wenn man sich ein bisschen über Schimmel informiert, ist das auch logisch: Schimmel wächst bei 70-80% Luftfeuchtigkeit – bei 100% Feuchtigkeit wächst kein Schimmel mehr, da wachsen Bakterien. Und wir haben (nach wie vor) ein stehendes Gewässer im Schlafzimmer.

Eventuell erklärt das auch, dass sowohl der beste Ehemann von allen als auch ich selbst seit Monaten abwechselnd krank sind und verschiedenste Antibiotika benötigen. (Und ich kann mich nicht erinnern, wann einer von uns vorher jemals Antibiotika benötigt hat – das muss Jahr(zehnt)e her sein.)

Leider konnte die Art der Bakterien im Labor nicht bestimmt werden, weil es so viele (oder so schnell wachsende) waren, dass sich ein „Bakterienrasen“ gebildet hatte. Das ist etwas unbefriedigend und nach einigem Hin und Her mit der Firma wurde die Messung vorige Woche wiederholt. Die Ergebnisse dieser Messung haben wir noch nicht.

Der Anwalt hat im Oktober ein Schreiben ans Gericht vorbereitet, dass wir ein „Beweissicherungsverfahren“ starten wollen. Wir hatten noch zwei kleine Korrekturen, haben ihm die gemailt und dann erstmal nichts mehr gehört – es stellte sich schließlich raus, dass er ein paar Tage im Urlaub war. (Das sei ihm ja gegönnt, aber für uns verzögert es eben wieder alles.)

Kurz bevor er wieder zurück war, erhielten wir einen Brief von der Haftpflichtversicherung der Dachdecker, in dem nach den Kontaktdaten des Anwalts gefragt wird. Haben wir beantwortet … und seitdem nichts mehr gehört. Im besten Falle würde es bedeuten, dass die Versicherung willens ist, den Schaden zu regulieren (davon steht allerdings nichts im Brief). Im schlimmsten Fall bedeutet es, dass sie einfach wissen wollen, zu wem sie ihren Anwalt schicken müssen. Die Frage, ob sie bereit sind, den Schaden zu regulieren, hat der Anwalt dann auch gestellt und bis zum 9.11. um Antwort gebeten. Gehört haben wir bisher natürlich nichts. Aber der 9. ist ja auch erst morgen. :-/

Andererseits ist der Brief der Versicherung meiner Meinung nach zumindest ein klitzekleiner Lichtblick, denn offenbar haben die Dachdecker es ja zumindest inzwischen an ihre Versicherung gemeldet. (Ist das ein Schuldeingeständnis? Ich weiß es nicht.) Das heißt, dass sie die Sache zumindest nicht mehr einfach auszusitzen versuchen. (Seit Ende August herrschte ja komplette Funkstille, nachdem sie erklärt hatten, sie seien ihrer Meinung nach nicht schuld.) Andererseits verzögert das Warten auf die Antwort der Versicherung nun wieder den Brief ans Gericht, denn der wurde nun erstmal nicht abgeschickt, da ja die winzige Hoffnung auf eine außergerichtliche Einigung besteht.

Ein Gedanke zu “Boah, das dauert!

  1. vielesommersprossen schreibt:

    Hoffentlich hast Du recht und es tut sich was. Wobei vom eventuellen Schuldeingeständnis bis zur behebung des Schadens es auch noch ein langer Weg sein kann 😦

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