Personalunion

Ab sofort sind wir

  • Hausbesitzer
  • Wohnungseigentümer
  • Vermieter und
  • Mieter

in Personalunion. Ob es eine gute Idee war, wird sich zeigen, aber wir haben heute früh einen Mietvertrag für eine 2,5-Zimmer-Wohnung unterschrieben.

Wir hoffen, dass wir sie nur kurze Zeit brauchen und es – wenn wir sie nicht mehr brauchen – mit der Kündigung und Nachmietersuche klappt. (Sonst müssen wir für mindestens 2 Jahre zahlen.)

Jetzt müssen wir also planen, was wir mitnehmen und was im Haus bleiben kann und irgendwann mal wieder Umzugskisten packen. Ich bin begeistert.

Sonntagsausflug

In den vergangenen 3 Jahren waren wir pünktlich zum Jahresende mit Freunden und deren kleiner Tochter im Freilichtmuseum auf der anderen Seite der großen Stadt. Auch Ende 2018 waren wir dort und es waren relativ viele Leute dort für einen grauen Dezembertag. So viele, dass Saskia leider nicht dazu kam, den Mähdreschersimulator auszuprobieren und damit so gar nicht einverstanden war.

Fürs vergangene Wochendende war kaltes, aber trockenes und sonniges Wetter angesagt, wir wollten also raus – aber (zumindest die „Frostbeulen“ in der Familie) auch nicht zu lange (weshalb der Wildpark leider ausschied) – da kam das Freilichtmuseum gerade recht. Man ist draußen, kann aber zwischendurch immer mal wieder in ein (ungeheiztes 😉 ) Gebäude und sich am Ende im großen Ausstellungsgebäude aufwärmen. Wir sammelten noch einen Freund von Saskia ein und machten uns zu viert auf den Weg. Unterwegs wechselte das Wetter von „sonnig“ zu „irgendwie grau und diesig“ und schließlich zu „alle Bäume sind mit Raureif überzogen und das sieht einfach toll aus“ (ließ sich von der Autobahn aus aber leider nicht fotografieren).

Raureif

Wir wanderten also durch die Ausstellung, kochten Hexensuppen und  Zaubertränke ;-),

Hexenkessel ;-)

freuten uns, dass wir heutzutage beheizte Wohnungen haben und nicht mehr auf Stroh in der Butze schlafen müssen,

Winter im Norden

sahen einem Schmied bei der Arbeit zu,

Schmiede

erradelten uns ein paar Bonbons, versuchten uns am Melken

Melken

und Saskia hatte Gelegenheit, den Mähdrescher querfeldein zu steuern (irgendwann haben sie wohl auch das richtige Feld gefunden und etwas geerntet, wurde mir erzählt – ich hab’s nicht gesehen und hatte auch leider keine Chance, es selbst zu probieren 😉 ).

Mäschdrescher

Nach Einkehr im Gasthof machten wir uns im Dunklen auf den Heimweg und waren beeindruckt, wie dicht der Nebel plötzlich überall war. Kurz nach Acht waren wir daheim und bewunderten noch den Vollmond am Himmel … um heute morgen plötzlich nur noch eine Sichel zu sehen. Und die lag auch noch auf der Seite – huch! Irgendwie war das mit der Mondfinsternis diesmal komplett an uns vorbei gegangen, aber dieser Sichelmond (um 6:55 Uhr) war wohl das Ende der totalen Mondfinsternis.

Mondfinsternis

Wohnungssuche

Wenn man im eigenen Haus wohnt und einen unbefristeten Job hat, geht man ja eigentlich nicht davon aus, auf Wohnungssuche gehen zu müssen. Jedenfalls nicht für den eigenen Bedarf. Unser Dachschaden zwingt uns leider doch dazu und es macht jetzt schon keinen Spaß.

Eigentlich suchen wir ja eine möblierte Wohnung für einige Monate – bezahlbar sollte sie sein, groß genug für uns drei und nicht allzu weit von unserem Haus entfernt, damit wir (falls es irgendwann los geht) hier auch noch die Bauarbeiten koordinieren können. Aber möbliert und auf Zeit gibt es in der Nähe gar nichts und in der benachbarten Großstadt ist man dann so bei 1700€ im Monat für 2 Zimmer, was uns doch ein bisschen zuviel ist. Außerdem hätte die Großstadt den Nachteil, dass sie ein anderes Bundesland ist und bis wir dann den Transport zur Schule (wir erinnern uns: Schulbusse aus dem einen Bundesland zerfallen beim Überqueren der Landesgrenze oder wenn ein falscher Schüler an Bord ist, zu Staub) und ähnliche Bürokratie geklärt hätten, würde vermutlich ein halbes Jahr vergehen, also bleiben wir lieber im Umland.

Okay, dann eben eine ganz reguläre unmöblierte Mietwohnung. Wir haben beide gut bezahlte unbefristete Jobs, keine Schulden, keine Haustiere … das sollte also nicht so kompliziert sein. Ist es leider doch. Schon deshalb, weil die Vermieter hier gern jemanden für mindestens zwei oder drei Jahre haben möchten (was ich verstehen kann, so ist es ja nicht), wir aber ja „nur“ etwas für vielleicht ein halbes bis ein ganzes Jahr brauchen. (Hoffentlich – bisher ist das schwer abschätzbar.)

Zwei hübsche Wohnungen haben wir bisher besichtigt, Montag folgt die dritte – und besonders Saskia ist jetzt schon genervt. Tja. Man sehen, wie es weitergeht.