Frohe Ostern!

Wir begannen die Feiertage diesmal am Karfreitag mit einem Besuch bei meiner Schwägerin und ihrer Familie, was schon ungewöhnlich ist, wir sehen uns nämlich sehr selten (obwohl wir nur ca. eine Autostunde voneinander entfernt wohnen). Es war ein schöner Nachmittag, nur Saskia schnupfte und hustete vor sich hin und wollte irgendwann heim.

Vollmond am Karfreitag

Am Samstag wurden Eier gefärbt, Eis gegessen und nachdem ich im Haus noch ein Weilchen dem Osterhasen bei seinen Vorbereitungen zur Hand gegangen war, gingen wir zum Osterfeuer. Weit hatten wir es ja diesmal nicht. Das Osterfeuer fiel allerdings in diesem Jahr deutlich kleiner aus als in den vergangenen Jahren. Wegen der Trockenheit waren in der Umgebung etliche Feuer abgesagt worden, unsere Freiwillige Feuerwehr hatte entschieden, das Feuer in etwas kleinerer Form stattfinden zu lassen.

Osterfeuer 2019

Auch ’ne Möglichkeit, aber seltsam war es schon. Vor ein paar Jahren hat die Feuerwehr stundenlang den Wald hinterm Osterfeuer bewässert, weil es auch sehr trocken war. Am Ende war der ganze Platz eine große Matschfläche und ich hatte trotzdem Angst, dass ein Funke etwas weiter fliegt und der Wald doch noch Feuer fängt. Insofern war es schon Okay so. Mein liebes Töchterlein war allerdings eher in Motz- und Maulstimmung, erzählte dass ihr kalt sei, wollte sich aber auch nicht in die Nähe des Feuers stellen, um sich aufzuwärmen, verstand nicht, weshalb wir nicht bereit waren, an einem Stand das x-te blinkende Spielzeug zu kaufen (das nicht mal den Abend lang interessant ist und nur zu Hause irgendwo rumliegt) und machte sehr deutlich, dass sie keine Lust hatte.

Der Ostersonntag begann für mich traditionell sehr früh mit einem schönen Gottesdienst.

Früh am Morgen

Morgenstimmung am Teich

Anschließend wurden im Garten hinterm Haus Eier bzw. Osterkörbchen versteckt und dann ging ich erstmal wieder in die Wohnung. Bis wir dann alle angezogen waren und gefrühstückt hatten, vergingen noch 2 Stunden. Ich hatte ja vorgeschlagen, nach der Eiersuche im Haus zu frühstücken, aber meine Familie hatte andere Pläne. Nun gut.

Der Osterhase war auch wieder fleißig. (Der Plüschhund stammt nicht aus einem Osternest, der musste mit suchen.)

Osterhase

Osterausbeute

Wir gingen wieder zur Wohnung, wo wir gemeinsam mit der Oma Gulasch und Klöße aßen und etwas später noch netten Besuch zu Kaffee und Kuchen hatten. Nach dem Kaffeetrinken verzog sich die U18-Fraktion in Saskias Zimmer1 und wir „Alten“ unterhielten uns über alte Zeiten, Reise(un)möglichkeiten für DDR-Bürger2 und die auch später noch komplizierteren Bedingungen, als es noch Grenzkontrollen gab und man viel Bargeld in der richtigen Währung dabei haben musste … und wie einfach das Reisen heute ist. Wir kamen auf den Brexit und es fiel der Satz des Tages für mich (von einer gebürtigen Britin): „Die Queen kann meinen Pass gern zurück haben – in hundert Teilen und mit tausend Kisses. (Ich bin froh, dass ich in Deutschland eingebürgert bin.)“ Kann ich irgendwie verstehen – so lässt sich das Brexit-Chaos vermutlich deutlich entspannter beobachten.

Als alle wieder weg waren, zwangen wir unser Kind nochmal, mit uns raus zu gehen und einen kleinen Osterspaziergang zu machen.

Baum

(Ich habe keine Ahnung, was das für ein Baum ist, aber er hat unheimlich viele sehr weiche Blüten.)

Blüten

Heute gibt es gleich noch einen Ausflug mit Freunden zum Märchenwanderweg und morgen hat uns dann auch schon der Alltag wieder.

In diesem Sinne:
Frohe Ostern!


1 Seit wir hier in der Wohnung wohnen, nutzt Saskia ihr Zimmer deutlich häufiger als drüben im Haus – sowohl, wenn wir allein sind, als auch mit Besuch. Da müssen wir, wenn wir irgendwann wieder zurück ziehen, mal sehen, wie wir das auch dort hinbekommen. Ich finde das nämlich sehr schön.

2 Irgendwie treffen wir hier „im Westen“ erstaunlich viele Menschen, bei denen sich beim näheren Kennenlernen herausstellt, dass sie aus der ehemaligen DDR stammen. Saskias ehemalige Ergotherapeutin (ebenfalls Ossi) hatte ja dazu eine Theorie und inzwischen neige ich dazu, ihr zuzustimmen. (Ich winke mal ans andere Ende der Stadt. Wir sollten uns mal wieder treffen.)

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