Spieleabend in Corona-Zeiten

Wir spielen gern: Brettspiele, Kartenspiele oder auch Computerspiele. Letztere sind (zumindest bei mir am PC) in den letzten Jahren sehr wenig geworden – dafür wird inzwischen auf dem Handy gespielt und seit Dezember 2020 sind wir nun bei Pokémon Go gelandet. Es ist lustig, wenn einem hier im Ort immer wieder Leute begegnen, die das auch spielen und mit denen wir sonst nie ins Gespräch gekommen wären. Dass uns die Nachbarn öfter mal fragen, ob sie uns den Weg nach Hause zeigen sollen, wenn wir mit dem Handy in der Hand an der Straße (am Pokéstop) stehen, ist dagegen eher peinlich. Angefangen haben wir es eigentlich, um Saskia etwas mehr vor die Tür zu locken – das klappt aber leider nur gelegentlich. Dafür spielen wir Erwachsenen nun täglich. Der beste Ehemann von allen hat gestern dann auch tatsächlich schon Level 40 erreicht (so ein Streber!), ich bin derzeit kurz vor 39.

Pokémon Go

Neben Spielen wie „Silver & Gold“ (unserem täglichen Spiel im ersten Lockdown), „Heckmeck am Bratwurmeck“, „Quixx“, „Uno Flip“ und „Die Quacksalber von Quedlinburg“, die man gut zu dritt spielen kann (wenn das Töchterlein mal Lust hat, was leider derzeit nur selten der Fall ist) oder Azul (was auch gut zu zweit funktioniert), haben wir ein paar Online-Spiele entdeckt, die erst mit mehreren Leuten richtig Spaß machen. „Gartic Phone“ haben wir jetzt mehrfach mit den Großeltern gespielt. Wir machen dazu eine Videositzung per Jitsi auf, so dass wir uns unterhalten können oder zumindest lachen hören und starten dann das Spiel. Gartic Phone ist Mischung aus „Stille Post“ und „Montagsmaler“ – der erste denkt sich einen Satz aus – der nächste malt ein Bild dazu – der nächste schreibt, was er auf dem Bild sieht – der nächste malt wieder – usw. usf. Mindestens 4 Leute sollten mitspielen, damit es wirklich Spaß macht. Die Bilder sind nicht unbedingt künstlerisch wertvoll, die Ergebnisse aber meist lustig. 

Präsident auf dem Mond

Ebenfalls lustig (und schon mehrfach mit dem Square-Dance-Club gespielt) ist Codenames. Hier sollten es mindestens 6 Spieler sein, die in zwei Teams gegeneinander antreten, um bestimmte Begriffe zu erraten. Auch hier starten wir zunächst eine Jitsi-Session und können uns so unterhalten (und wenn der Bildschirm groß genug ist auch sehen).

Am Wochenende haben wir dann Brettspiel und Online kombiniert und zu fünft „Die Siedler von Catan“ gespielt. Und auch hier nutzten wir Jitsi als Verbindung. Ich saß mit dem besten Ehemann von allen bei uns am Tisch vor einem Spielfeld und einem Laptop, unsere Freunde saßen zu dritt ebenfalls vor einem Spielfeld und einem Laptop (oder PC?) und nach anfänglichem „Erst-mal-zurechtfinden-müssen“ klappte das richtig gut. Wir haben auf beiden Tischen das Spielfeld gleich aufgebaut und alle Steine entsprechend gesetzt. Wenn Karten gezogen oder getauscht wurden, kamen die bei einem Spiel in die Bank und wurden im anderen Spiel aus der Bank genommen. Es hat viel Spaß gemacht und kann gern bei Gelegenheit wiederholt werden.

Die Siedler von Catan

Ein Gedanke zu “Spieleabend in Corona-Zeiten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.